camping le lac d orient

camping le lac d orient

Wer an die Champagne denkt, hat meistens sofort edle Tropfen und endlose Weinreben vor Augen. Aber wer sagt eigentlich, dass man diese Region nur in steifen Hotels oder teuren Châteaus erleben kann? Ich sage: Pack das Zelt ein oder miet dir ein Mobilheim. Camping Le Lac D Orient bietet dir eine Basis, die viel mehr ist als nur ein Schlafplatz auf der grünen Wiese. Es geht hier um den Regionalen Naturpark Forêt d'Orient. Das ist ein riesiges Wasser- und Waldparadies direkt vor der Haustür von Troyes. Du suchst Entspannung, willst aber nicht den ganzen Tag nur stumpf in der Sonne liegen? Dann bist du hier richtig. Die Kombination aus Natur pur und der Nähe zu einer der schönsten mittelalterlichen Städte Frankreichs macht den Unterschied. Viele Urlauber unterschätzen, wie vielseitig das Departement Aube wirklich ist. Hier gibt es keine Massenabfertigung wie an der Côte d'Azur. Es ist echt. Es ist grün. Und das Wasser des Sees ist im Sommer erstaunlich warm.

Die Magie der Lage am Camping Le Lac D Orient

Die Lage ist das A und O bei jedem Trip. Dieser Platz liegt am Rande von Mesnil-Saint-Père. Das ist ein kleines Dorf, das eigentlich nur aus dem Seehafen und ein paar charmanten Häusern besteht. Der See selbst ist künstlich angelegt, aber das merkst du ihm nicht an. Er fügt sich perfekt in die bewaldete Umgebung ein. Du läufst vom Campinggelände nur ein paar Minuten und stehst direkt am Sandstrand. Das ist Luxus, für den man woanders ein Vermögen zahlt. Der See ist zudem einer der größten Stauseen Frankreichs. Er wurde gebaut, um die Seine zu regulieren und Paris vor Hochwasser zu schützen. Heute ist er ein Zentrum für Segler, Windsurfer und alle, die gerne im Süßwasser abtauchen.

Was diesen Ort so besonders macht, ist die Ruhe. Morgens wirst du vom Rauschen der Blätter in den Eichenwäldern wach. Der Naturpark umfasst über 70.000 Hektar. Das ist eine Fläche, die man sich kaum vorstellen kann. Es gibt dort versteckte Beobachtungsposten für Vögel. Wenn du Glück hast, siehst du Fischadler oder Kraniche. Die wandern hier nämlich massenweise durch. Das ist kein hohles Werbeversprechen. Es ist die Realität eines intakten Ökosystems. Wer hier campt, sucht nicht die Ballermann-Party. Man sucht den Kontakt zur Natur, ohne auf einen gewissen Komfort verzichten zu wollen.

Wasseraktivitäten ohne Ende

Der Lac d’Orient ist ein Paradies für Wasserratten. Aber Achtung: Motorboote sind hier größtenteils verboten. Das ist ein Segen. Kein Benzingeruch, kein ohrenbetäubender Lärm. Stattdessen hörst du das sanfte Klatschen der Wellen gegen die Segelboote. Du kannst dir am Strand von Mesnil-Saint-Père Kajaks oder Stand-up-Paddles leihen. Ich empfehle, früh am Morgen rauszufahren. Wenn der Nebel noch über dem Wasser hängt, ist die Stimmung fast schon magisch. Das Wasser ist flach abfallend, was ideal für Familien mit kleinen Kindern ist. Man muss keine Angst haben, dass der Boden nach zwei Metern plötzlich weg ist.

Wandern und Radfahren im Grünen

Wenn du genug vom Wasser hast, wartet der Wald. Der Forêt d'Orient ist durchzogen von gut markierten Wegen. Es gibt die "Vélovoie des Lacs". Das ist ein asphaltierter Radweg, der Troyes mit den Seen verbindet. Er führt direkt am Ufer entlang und durch dichte Wälder. Die Strecke ist flach. Du brauchst also kein Profi-Equipment oder die Kondition eines Tour-de-France-Fahrers. Ein einfaches Hollandrad reicht völlig aus. Unterwegs findest du immer wieder Bänke und Aussichtspunkte. Es ist die perfekte Art, die Region in deinem eigenen Tempo zu erkunden. Wer lieber zu Fuß geht, sollte die Rundwege um den Lac du Temple ausprobieren. Dieser Nachbarsee ist noch wilder und unberührter als der Hauptsee.

Ausstattung und Leben auf dem Platz

Ein guter Campingplatz steht und fällt mit seinen Sanitäranlagen und dem Service. Hier wird ordentlich gearbeitet. Die Parzellen sind groß genug, dass du deinem Nachbarn nicht direkt auf den Frühstücksteller schauen musst. Es gibt Hecken als Sichtschutz. Das gibt dir ein Stück Privatsphäre, das man auf vielen modernen Plätzen oft vermisst. Wer nicht mit dem eigenen Wohnwagen anreist, findet Mobilheime in verschiedenen Kategorien. Diese Unterkünfte sind im Grunde kleine Ferienhäuser. Sie haben eine eigene Küche, ein Bad und meistens eine schöne Holzterrasse.

Das Herzstück der Anlage ist oft der Poolbereich. Ja, der See ist direkt daneben, aber ein beheizter Pool hat auch was. Besonders im Mai oder September, wenn der See vielleicht noch etwas frisch ist. Es gibt Rutschen für die Kids und einen Innenbereich, falls das Wetter mal typisch nordfranzösisch-unbeständig ist. Das Restaurant auf dem Platz ist solide. Erwarte keine Sterneküche, aber die Pizza und die regionalen Gerichte sind nach einem langen Tag am Wasser genau das Richtige. Und natürlich gibt es jeden Morgen frisches Baguette und Croissants. Das gehört in Frankreich einfach dazu. Ohne das morgendliche Schlange-Stehen beim Bäcker fehlt doch was am Urlaubsgefühl.

Tipps für die beste Reisezeit

Wann solltest du fahren? Das kommt ganz darauf an, was du willst. Im Juli und August ist es am lebhaftesten. Da brummt der Platz. Die Kinder finden sofort Freunde und das Unterhaltungsprogramm läuft auf Hochtouren. Wer es lieber ruhig mag, sollte den Juni oder den September wählen. Dann hast du den Radweg fast für dich allein. Die Temperaturen sind oft noch sehr angenehm, meistens zwischen 20 und 25 Grad. Im Herbst verfärben sich die Wälder der Champagne in Goldtöne, was fantastisch aussieht. Die Campingplätze schließen meistens Ende September oder Anfang Oktober. Check das vorher unbedingt auf der offiziellen Seite der Region Aube Champagne.

Verpflegung und lokale Spezialitäten

In der Champagne zu sein und keinen Champagner zu trinken, wäre fast schon eine Sünde. In der Nähe gibt es unzählige kleine Winzer. Fahr weg von den großen Namen in Reims oder Épernay. Such dir die kleinen Familienbetriebe in der Côte des Bar. Dort bekommst du erstklassige Qualität zu fairen Preisen. Oft darfst du direkt im Keller probieren. Aber die Region hat kulinarisch noch mehr zu bieten. Kennst du Andouillette de Troyes? Das ist eine Wurstspezialität aus Innereien. Sie ist sehr speziell im Geschmack und Geruch. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Dazwischen gibt es wenig. Probier sie in einem der Fachwerkhäuser in der Altstadt von Troyes. Dazu ein lokaler Chaource-Käse. Das ist ein cremiger Weichkäse, der auf der Zunge zergeht.

Ausflüge in die Umgebung von Camping Le Lac D Orient

Man sollte nicht den ganzen Urlaub nur auf dem Platz verbringen. Die Umgebung ist viel zu spannend. Troyes ist ein absolutes Muss. Die Stadt hat eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte Europas. Die Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert sind bunt gestrichen und teilweise so schief, dass man sich fragt, wie sie noch stehen. Die Stadtform erinnert aus der Luft an einen Champagnerkorken. Zufall? Wohl kaum. Ein Spaziergang durch die engen Gassen wie die "Ruelle des Chats" ist wie eine Zeitreise.

Für Familien mit Kindern ist der Freizeitpark Nigloland ein Highlight. Er liegt etwa 30 Minuten Fahrt entfernt in Dolancourt. Es ist einer der beliebtesten Freizeitparks in Frankreich. Das Tolle hier: Er ist nicht so überlaufen und künstlich wie das große Disney-Resort bei Paris. Es gibt tolle Achterbahnen, aber auch viele Fahrgeschäfte für kleinere Kinder. Alles ist sehr gepflegt und in die Natur integriert. Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten findest du direkt auf der Website von Nigloland.

Kultur und Geschichte erleben

Wer sich für Geschichte interessiert, kommt an der Abtei von Clairvaux nicht vorbei. Sie wurde vom Heiligen Bernhard gegründet. Heute ist sie teilweise ein Gefängnis, aber man kann die historischen Gebäude besichtigen. Es ist ein beeindruckender Ort, der viel über die Macht der Zisterzienser im Mittelalter erzählt. Auch das Napoleon-Museum in Brienne-le-Château ist einen Abstecher wert. Der junge Napoleon Bonaparte ging dort zur Militärschule. Es ist faszinierend zu sehen, wo einer der mächtigsten Männer der Weltgeschichte seine Anfänge hatte. Solche Ausflüge geben dem Campingurlaub eine intellektuelle Note, die den Kopf erfrischt.

Shoppen für Schnäppchenjäger

Troyes ist auch als Hauptstadt der Factory Outlets bekannt. Früher war die Stadt ein Zentrum der Textilindustrie. Heute nutzen Marken wie Lacoste oder Petit Bateau die alten Fabrikhallen als Outlet-Center. Wenn du also Lust auf eine Runde Shopping hast, fahr zu "McArthurGlen" oder "Marques Avenue". Man kann dort wirklich gute Deals machen. Besonders bei französischer Mode. Aber Vorsicht: Es kann dort am Wochenende sehr voll werden. Unter der Woche ist es deutlich entspannter.

Die praktische Seite der Reiseplanung

Anreise mit dem Auto ist am sinnvollsten. Von Westdeutschland aus bist du in etwa vier bis fünf Stunden da. Die Autobahn A5 bringt dich fast direkt ans Ziel. Mautgebühren in Frankreich solltest du einplanen. Wer mit dem Zug kommen will, fährt bis Troyes. Von dort gibt es Busverbindungen zu den Seen, aber die sind eher spärlich. Ein Mietwagen oder das eigene Rad sind vor Ort eigentlich Pflicht, wenn du flexibel bleiben willst.

Die Stromversorgung auf dem Platz ist Standard. Du brauchst den blauen CEE-Stecker. Das Wasser auf dem Platz ist Trinkwasser, aber es schmeckt oft leicht nach Chlor, wie fast überall in Frankreich. Viele kaufen sich für den Kaffee lieber stilles Wasser im Kanister im Supermarkt. Der nächste große Supermarkt ist etwa 15 Minuten entfernt in Vendeuvre-sur-Barse. Dort kriegst du alles, was das Herz begehrt. Von frischem Fisch bis hin zu einer riesigen Auswahl an regionalen Weinen.

Die Atmosphäre unter Campern

Was ich an Plätzen wie diesem schätze, ist die Mischung der Leute. Du triffst Niederländer, die sowieso überall sind, wo es grün ist. Du triffst Franzosen aus Paris, die das Wochenende hier verbringen. Und natürlich viele Deutsche und Briten. Es herrscht eine entspannte Stimmung. Man grüßt sich, man hilft sich, wenn das Zelt klemmt. Die Kinder spielen zusammen, egal welche Sprache sie sprechen. Das ist die wahre Freiheit des Campings. Man bricht aus seinem Alltag aus und reduziert sein Leben für ein paar Wochen auf das Wesentliche.

Herausforderungen und Dinge, die man wissen sollte

Nichts ist perfekt, das muss man ehrlich sagen. Im Hochsommer kann es am See Mücken geben. Das ist bei stehenden Gewässern und viel Wald einfach so. Pack also ein gutes Insektenschutzmittel ein. Die Temperaturen können im Sommer auch mal über 35 Grad steigen. Da die Champagne ein Binnenklima hat, wird es dann richtig heiß. Schattenplätze auf dem Campingplatz sind daher heiß begehrt. Wenn du buchst, frag gezielt nach einer Parzelle mit Baumbestand. Ein weiterer Punkt: Die Franzosen lieben ihre Ruhezeiten. In der Mittagspause zwischen 12 und 14 Uhr passiert oft nicht viel. Das sollte man einplanen, wenn man anreisen oder etwas im Shop erledigen will.

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Warum dieser Ort nachhaltig beeindruckt

Camping bedeutet heute nicht mehr Verzicht. Es bedeutet bewusster Konsum. Du verbrauchst weniger Wasser, weniger Strom und bist mehr draußen. Der Regionale Naturpark Forêt d'Orient legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Das merkst du an der Sauberkeit der Strände und der Qualität der Wanderwege. Es wird viel investiert, um den sanften Tourismus zu fördern. Das ist kein Ort für Massentourismus, der alles plattwalzt. Es ist ein Ort für Entdecker.

Egal ob du mit dem Luxus-Wohnmobil anrückst oder nur mit einem kleinen Zelt auf dem Motorrad. Die Erfahrung ist ähnlich. Du spürst den Boden unter den Füßen. Du hörst den Wind. Du riechst den Wald. Das sind Dinge, die dir kein Hotelzimmer bieten kann. Und am Ende des Tages sitzt du vor deinem Zelt, hast ein Glas Champagner in der Hand und schaust zu, wie die Sonne im See versinkt. Das ist Lebensqualität, die man nicht kaufen kann.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Sicher dir deine Plätze für Aktivitäten: Wenn du eine geführte Tour durch das Naturschutzgebiet machen willst, buche diese ein paar Tage im Voraus beim Office de Tourisme.
  • Markttage nutzen: In den umliegenden Dörfern gibt es regelmäßig Wochenmärkte. Dort kriegst du das beste Obst, Gemüse und Käse direkt vom Erzeuger. In Piney ist zum Beispiel oft ein schöner Markt.
  • Wetter-App checken: Das Wetter in der Champagne kann schnell umschlagen. Gewitter am See können heftig sein. Befestige dein Vorzelt immer ordentlich.
  • Fahrradverleih: Wenn du keine eigenen Räder dabei hast, leih sie dir direkt am Hafen von Mesnil-Saint-Père. Die Qualität ist meistens besser als bei den ganz billigen Angeboten.

Die Entscheidung für einen Urlaub hier ist eine Entscheidung für Entschleunigung. Man muss sich darauf einlassen. Wer Entertainment rund um die Uhr braucht, wird enttäuscht. Wer aber die Stille des Waldes und das Glitzern des Wassers liebt, wird immer wieder kommen wollen. Es ist eine Region, die ihre Geheimnisse erst auf den zweiten Blick preisgibt. Aber wenn man sie einmal entdeckt hat, lässt sie einen nicht mehr los. Die Mischung aus Kultur in Troyes, Natur am See und dem Genuss in den Weinbergen ist in dieser Form einzigartig in Europa.

Ganz gleich, wie du dich entscheidest, nimm dir Zeit. Hetz nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Setz dich einfach mal eine Stunde an den See und schau den Enten zu. Das ist der wahre Luxus. Du wirst merken, wie der Stress der letzten Monate langsam von dir abfällt. Und genau dafür ist Urlaub doch da. Die Champagne wartet auf dich. Nicht nur in der Flasche, sondern als echtes, hautnahes Erlebnis unter freiem Himmel.

  1. Prüfe die Verfügbarkeit auf der offiziellen Buchungsseite des Platzes.
  2. Pack eine gute Wanderkarte der Region ein, da das GPS im dichten Wald manchmal schwächelt.
  3. Reserviere für den ersten Abend einen Tisch im Restaurant, um entspannt anzukommen.
  4. Informiere dich über lokale Winzer in der Nähe für eine private Verkostung.
  5. Checke die Mautbox für die französischen Autobahnen, um Zeit an den Zahlstellen zu sparen.
CF

Clara Fischer

In den Artikeln von Clara Fischer stehen Kontext, Genauigkeit und gesellschaftliche Relevanz im Mittelpunkt.