cube nuroad race rubyred ́n ́gloss

cube nuroad race rubyred ́n ́gloss

Wer heute vor der Entscheidung steht, sich ein neues Fahrrad zuzulegen, landet fast unweigerlich beim Gravelbike. Die Gründe liegen auf der Hand: Es ist schnell wie ein Rennrad, aber robust genug für den Waldweg hinter dem Haus. Wenn man sich in der Szene umschaut, fällt ein Name immer wieder, wenn es um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Das Cube Nuroad Race Rubyred ́n ́gloss ist für viele Fahrer der Einstieg in eine Welt, in der Asphalt und Schotter keine gegensätzlichen Welten mehr sind, sondern fließend ineinander übergehen. Ich habe über die Jahre hunderte Räder unter dem Hintern gehabt. Oft versprechen Hersteller das Blaue vom Himmel, aber in der Realität klappert das Schutzblech oder die Schaltung streikt unter Last. Bei diesem speziellen Modell aus Waldershof sieht das anders aus. Es ist ein Arbeitstier mit Luxus-Anstrich.

Die Suchintention hinter diesem Rad ist klar: Du willst wissen, ob die Technik hält, was die Optik verspricht. Du suchst kein reines Sportgerät für das nächste UCI-Rennen, sondern einen Begleiter für den Alltag, der am Wochenende auch vor einer 100-Kilometer-Tour durch die Fränkische Schweiz nicht zurückschreckt. Die Antwort ist simpel: Ja, das Paket stimmt. Aber es gibt Nuancen, die man kennen muss, bevor man über 1.500 Euro auf den Tresen legt. Kürzlich viel diskutiert: Wie David Raum den modernen Außenverteidiger in Deutschland neu definiert.

Technische Dominanz und das Fahrgefühl auf der Straße

Das Herzstück ist der Aluminiumrahmen. Viele rümpfen bei Alu die Nase, weil Carbon als das Nonplusultra gilt. Das ist Quatsch. Ein gut gemachter Alurahmen wie dieser hier bietet eine Steifigkeit, die man bei günstigen Carbonrahmen oft vermisst. Er ist direkt. Er ist ehrlich. Wenn du in die Pedale trittst, geht die Kraft nach vorne. Punkt. Die Geometrie ist dabei eher auf der entspannten Seite. Man sitzt nicht so gestreckt wie auf einem reinrassigen Racer. Das schont den Rücken auf langen Distanzen.

Die Schaltgruppe als entscheidender Faktor

Die verbaute Shimano GRX Gruppe ist der Goldstandard. Wer schon einmal versucht hat, mit einer normalen Straßenschaltung über matschige Waldwege zu pflügen, kennt das Problem springender Ketten. Die GRX hat eine stärkere Federspannung. Das verhindert Kettenschlagen fast komplett. Die Übersetzung mit zwei Kettenblättern vorne bietet eine Bandbreite, die man bei reinen 1-fach-Antrieben oft vermisst. Man kommt steile Rampen hoch, ohne dass die Lunge brennt. Gleichzeitig kann man auf der Ebene bei 40 km/h noch Druck machen. Das ist der große Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzmodellen, die nur ein Kettenblatt bieten. Um das vollständige Bild zu sehen, empfehlen wir den aktuellen Analyse von Sportschau.

Bremsleistung unter Extrembedingungen

Hydraulische Scheibenbremsen sind heute Standard. Aber es gibt Unterschiede in der Dosierbarkeit. Die hier verwendeten Stopper packen ordentlich zu. Selbst wenn man mit vollen Packtaschen einen Alpenpass runterfährt, bleibt der Druckpunkt stabil. Das gibt Sicherheit. Man muss nicht wie ein Ochse am Hebel ziehen. Ein Finger reicht meistens aus. Das ist Komfort, den man erst schätzt, wenn man nach sechs Stunden im Sattel müde Hände bekommt.

Warum das Cube Nuroad Race Rubyred ́n ́gloss optisch und technisch heraussticht

Es ist nicht nur die Farbe. Rubyred klingt nach Wein, sieht im Sonnenlicht aber eher nach einem tiefen, metallischen Funkeln aus. Das Gloss-Finish macht das Rad pflegeleicht. Schlamm spritzt einfach ab. Einmal kurz mit dem Schlauch drüber und es glänzt wieder. Aber Design ohne Funktion ist wertlos. Das Rad bietet Montagepunkte für fast alles. Gepäckträger? Kein Problem. Schutzbleche? Gehen ran. Lowrider für die Gabel? Ebenfalls möglich.

Vielseitigkeit im Alltag

Viele nutzen dieses Rad als Pendler-Maschine. Es ist schnell genug, um den Arbeitsweg zur Trainingseinheit zu machen. Dank der breiten Reifen muss man keine Angst vor Bordsteinkanten oder Straßenbahnschienen haben. Die Reifenfreiheit ist ein riesiges Plus. Man kann bis zu 45 mm breite Pneus aufziehen. Das macht das Rad fast zu einem Mountainbike ohne Federung. Ich empfehle für den reinen Geländeeinsatz tatsächlich den Wechsel auf ein etwas aggressiveres Profil. Die Standardbereifung ist ein guter Kompromiss, aber auf nassem Gras stößt sie an ihre Grenzen.

Das Gewicht im Vergleich zur Konkurrenz

Mit etwas über 10 Kilogramm ist es kein Leichtgewicht. Wer ein Rad zum Bergsteigen sucht, muss mehr Geld ausgeben. Aber Gewicht wird oft überbewertet. Im Flachen und im leichten Hügelland merkst du die zwei Kilo mehr im Vergleich zum High-End-Carbonrad kaum. Die rotierende Masse an den Laufrädern ist viel wichtiger. Und hier hat Cube solide Arbeit geleistet. Die hauseigenen Laufräder sind stabil. Sie verzeihen auch mal einen harten Schlag durch ein Schlagloch. Das ist im Alltag mehr wert als 500 Gramm Gewichtsersparnis.

Ergonomie und Kontaktpunkte zum Rad

Man unterschätzt oft, wie wichtig Sattel und Lenker sind. Cube verbaut hier Komponenten, die für die breite Masse funktionieren. Der Lenker hat einen leichten "Flare". Das bedeutet, die Unterseite ist breiter ausgestellt als die Oberseite. Das gibt mehr Kontrolle, wenn man im Gelände in den Unterlenker geht. Man hat das Rad einfach besser im Griff. Der Sattel ist eine Geschmacksfrage. Für Touren bis zwei Stunden ist er okay. Wer länger fährt, wird wahrscheinlich auf ein Modell von Herstellern wie Selle Italia oder Ergon wechseln. Das ist aber bei jedem Fahrrad so.

Die Gabel aus Vollcarbon

Obwohl der Rahmen aus Aluminium ist, besteht die Gabel aus Carbon. Das hat einen Grund: Carbon dämpft Vibrationen besser. Wer schon mal mit einer Alugabel über Kopfsteinpflaster gefahren ist, weiß, wie sich taube Finger anfühlen. Die Carbongabel schluckt diese feinen Schläge weg. Das erhöht den Komfort massiv. Es ist ein kleines Detail, das den Unterschied macht zwischen einem billigen Fahrrad und einem durchdachten Sportgerät.

Wartung und Langlebigkeit

Ein großer Pluspunkt ist die Ersatzteilversorgung. Shimano-Teile bekommt man an jeder Ecke. Das Cube Nuroad Race Rubyred ́n ́gloss ist so konstruiert, dass man vieles selbst machen kann. Die Züge sind sauber verlegt. Nichts klappert im Rahmen. Wer sich ein bisschen mit Mechanik auskennt, kann die Schaltung in fünf Minuten selbst nachjustieren. Das spart Zeit und Geld beim Händler. Man sollte allerdings darauf achten, die Kette regelmäßig zu reinigen. Gravelbikes ziehen Dreck magisch an. Ein trockener Schmierstoff ist hier oft besser als klassisches Öl, weil der Staub nicht so stark haften bleibt.

Vergleich mit anderen Modellen der Serie

Cube hat eine riesige Auswahl. Es gibt das Pro, das Race, das EX und die C:62 Modelle. Das Race-Modell ist der "Sweet Spot". Beim Pro bekommt man eine mechanische Scheibenbremse. Die ist im Vergleich zur hydraulischen Bremse des Race-Modells deutlich schwächer. Das C:62 ist aus Carbon. Es ist leichter, kostet aber direkt ein paar hundert Euro mehr. Für den normalen Nutzer bietet das Race das meiste Rad fürs Geld. Wer nicht vorhat, Amateurrennen zu gewinnen, braucht den teuren Carbonrahmen nicht unbedingt. Die Robustheit von Aluminium ist auf Radreisen sogar ein Vorteil. Wenn das Rad mal umkippt, hat das Alu vielleicht eine Delle. Carbon kann brechen.

Reifenwahl und Luftdruck

Hier machen die meisten Anfänger den größten Fehler. Sie pumpen die Reifen knallhart auf 4 Bar auf. Das zerstört den Komfort und den Grip. Bei einem 40 mm Reifen sind 2,5 bis 3 Bar meistens völlig ausreichend. Das Rad liegt dann viel satter auf der Straße. Man gleitet förmlich über Unebenheiten hinweg. Das Tubeless-System ist hier ein Segen. Man kann das Rad auf schlauchlos umrüsten. Das reduziert das Risiko von Pannen durch Dornen oder kleine Scherben fast auf Null. Zudem sinkt der Rollwiderstand.

Die Geometrie im Detail

Das Steuerrohr ist recht lang. Das führt zu einer aufrechten Sitzposition. Man sieht mehr von der Umgebung. Das ist besonders wichtig, wenn man im Verkehr unterwegs ist. Man wird nicht so leicht übersehen und hat alles im Blick. Trotzdem fühlt sich das Rad nicht träge an. Der Radstand ist kurz genug, um es flink um Kurven zu zirkeln. Es ist ein Allrounder im besten Sinne. Es kann nichts perfekt, aber alles verdammt gut.

Realitätscheck: Was Käufer oft übersehen

Oft wird nur auf die Schaltung geschaut. Aber was ist mit den Lagern? Cube nutzt hier Industriestandards. Das ist gut. Man muss keine Spezialwerkzeuge kaufen, um das Tretlager zu wechseln. Ein Punkt, der oft kritisiert wird, sind die mitgelieferten Pedale – beziehungsweise das Fehlen derselben. Man muss sich im Klaren sein, dass man hier noch investieren muss. Ich empfehle Klickpedale aus dem Mountainbike-Bereich. Sie bieten festen Stand und man kann in den Schuhen trotzdem normal laufen. Das passt zum Charakter des Rades.

Bikepacking-Potenzial

Wer davon träumt, mit dem Zelt durch Europa zu fahren, findet hier eine gute Basis. Die Lastenverteilung ist ausgewogen. Auch mit schweren Taschen am Heck bleibt das Lenkverhalten berechenbar. Man merkt, dass die Ingenieure bei Cube selbst Rad fahren. Die Ösen für die Schutzbleche sind so platziert, dass sie der Bremse nicht im Weg stehen. Das klingt trivial, ist aber bei vielen günstigen Rahmen ein echtes Problem.

Wertstabilität auf dem Gebrauchtmarkt

Fahrräder dieser Marke sind wertstabil. Wenn man merkt, dass Graveln doch nichts für einen ist, wird man das Rad schnell wieder los. Die Nachfrage ist seit Jahren höher als das Angebot. Das liegt auch am Design. Es wirkt modern und hochwertig. Wer sein Rad pflegt, bekommt nach zwei Jahren oft noch 70 Prozent des Neupreises. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man den Preis rechtfertigt.

Praktische Tipps für die erste Fahrt

Stell dir vor, du hast das Rad gerade beim Händler abgeholt. Bevor du die erste große Tour startest, kontrolliere alle Schrauben. Besonders die am Vorbau und an den Kurbeln. Setz dich drauf und fahr eine kleine Runde um den Block. Passt die Sattelhöhe? Die Faustformel: Ferse auf das Pedal, Bein fast ganz durchgestreckt. Wenn du dann mit dem Ballen auf dem Pedal stehst, hast du die perfekte Beugung.

Die richtige Bekleidung

Graveln ist kein Rennradfahren. Man muss nicht im hautengen Lycra-Outfit erscheinen. Eine lockere Shorts mit einer gepolsterten Innenhose tut es auch. Wichtig sind gute Handschuhe. Die Vibrationen vom Untergrund gehen direkt in die Handgelenke. Ein bisschen Polsterung wirkt hier Wunder. Und vergiss den Helm nicht. Im Wald liegen oft Äste oder Wurzeln versteckt unter Blättern. Ein Sturz ist da schnell passiert.

Navigation im Gelände

Wer neue Wege entdecken will, braucht GPS. Apps wie Komoot oder Strava sind ideal. Man kann Touren planen, die explizit Schotterwege bevorzugen. Das Rad lädt dazu ein, einfach mal links abzubiegen, wo man mit dem Rennrad weitergefahren wäre. Genau das macht den Reiz aus. Man entdeckt die eigene Heimat völlig neu. Ich habe Wege gefunden, die zwei Kilometer von meinem Haus entfernt liegen und die ich in zehn Jahren nicht gesehen habe.

Daten und Fakten zur Sicherheit

Statistiken des Zweirad-Industrie-Verbands zeigen, dass Gravelbikes das am schnellsten wachsende Segment im Fahrradmarkt sind. Das liegt an der enormen Flexibilität. Man spart sich im Grunde zwei Räder: das Trekkingrad für die Stadt und das Hardtail-Mountainbike für einfache Waldwege. Das spart nicht nur Platz im Keller, sondern schont auch den Geldbeutel bei der Wartung. Nur ein Rad bedeutet nur einen Satz Verschleißteile.

Bremsbeläge und Scheiben

Die organischen Bremsbeläge von Shimano sind leise. Aber sie verschleißen im Matsch schneller als gesinterte Beläge. Wer viel bei Regen fährt, sollte über einen Wechsel nachdenken. Die Bremsscheiben selbst halten lange. Man sollte sie aber regelmäßig mit Bremsenreiniger säubern. Fett oder Öl auf der Scheibe führt zu ohrenbetäubendem Quietschen. Das will niemand im ruhigen Wald hören.

Beleuchtung für Ganzjahresfahrer

Da das Rad ohne Licht kommt, muss man hier nachrüsten. Akkulampen sind die einfachste Lösung. Wer das Rad jedoch als echtes Pendlerfahrzeug nutzt, sollte über einen Nabendynamo nachdenken. Das ist aufwendig nachzurüsten, bietet aber die Sicherheit, nie mit leerem Akku im Dunkeln zu stehen. Für die meisten reichen moderne LED-Stecklichter völlig aus. Sie sind hell genug, um auch unbeleuchtete Feldwege sicher zu befahren.

Nächste Schritte für dich:

  1. Prüfe die Verfügbarkeit bei deinem lokalen Händler. Die Lieferzeiten variieren oft stark je nach Saison.
  2. Mache unbedingt eine Probefahrt. Die Rahmengröße bei Cube fällt oft etwas kleiner aus als bei anderen Marken. Wenn du zwischen zwei Größen liegst, nimm im Zweifel die größere für mehr Laufruhe oder die kleinere für mehr Agilität.
  3. Plane ein Budget für Zubehör ein. Pedale, Flaschenhalter und eine kleine Satteltasche mit Ersatzschlauch sind das Minimum.
  4. Schau dir Tutorials zum Thema Tubeless-Umrüstung an. Es lohnt sich fast immer, diesen Schritt direkt zu Beginn zu gehen.
  5. Registriere dein Rad auf der Herstellerseite für Garantieansprüche. Bewahre den Kaufbeleg gut auf, da die Rahmennummer für Versicherungen wichtig ist.
  6. Fahr einfach los. Das Rad ist dafür gebaut, benutzt zu werden. Kratzer im Lack sind Narben von Abenteuern, keine Wertminderung.
TS

Thomas Schäfer

Thomas Schäfer verfolgt politische und soziale Debatten mit kritischem Blick und journalistischer Verantwortung.