grand prince hotel shin takanawa

grand prince hotel shin takanawa

Wer zum ersten Mal nach Tokio reist, landet meist in einem Dilemma zwischen den neonbeleuchteten Schluchten von Shinjuku oder dem touristischen Trubel von Shibuya. Ich sage dir ganz direkt: Wenn du Ruhe suchst, ohne am Ende der Welt zu wohnen, ist das Grand Prince Hotel Shin Takanawa eine der besten Adressen in der japanischen Hauptstadt. Es liegt im Stadtteil Minato, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Shinagawa entfernt. Das ist ein strategischer Goldgriff. Shinagawa fungiert als eines der wichtigsten Tore zur Stadt, besonders wenn du mit dem Shinkansen-Schnellzug aus Kyoto anreist oder schnell zum Flughafen Haneda musst. Viele Reisende unterschätzen die Weitläufigkeit dieses Areals. Es ist nicht einfach nur ein Gebäude, sondern Teil eines massiven Hotelkomplexes, der sich um einen fast vier Hektar großen japanischen Garten gruppiert. Das ist Luxus, den man in der Enge Tokios selten findet.

Die Architektur von Togo Murano im Grand Prince Hotel Shin Takanawa

Das Design dieses Hauses stammt aus der Feder des berühmten japanischen Architekten Togo Murano. Er vollendete den Bau in den frühen 1980er Jahren. Wer hier ein hypermodernes Glashaus erwartet, wird überrascht. Murano setzte auf geschwungene Linien und eine fast schon organische Betonstruktur. Jedes Zimmer verfügt über einen eigenen Balkon. Das ist in Tokio fast schon ein Skandal, denn die meisten Hotels lassen ihre Fenster aus Sicherheitsgründen fest verriegeln. Hier kannst du morgens die Tür aufschieben und die Luft des Gartens einatmen. Das Gebäude wirkt von außen wie eine weiße Welle, die sich sanft in die grüne Umgebung einfügt.

Der Hishinden Festsaal und seine Bedeutung

Ein besonderes Merkmal der Anlage ist die gewaltige Veranstaltungshalle. Sie ist weit über die Grenzen Japans bekannt. Oft finden hier große Firmenkonferenzen oder Preisverleihungen statt. Wenn du durch die Lobby gehst, spürst du diesen Hauch von Grandezza. Es ist kein steriler Business-Kasten. Es fühlt sich eher wie ein Ort an, an dem Geschichte geschrieben wird. Die Deckenhöhen sind beeindruckend. Alles wirkt weitläufig und großzügig. In einer Stadt, in der jeder Quadratmeter Gold wert ist, fühlt sich dieser Platzreichtum wie wahrer Reichtum an.

Zimmer mit Ausblick und Balkon-Kultur

Die Zimmer selbst wurden über die Jahre modernisiert, behalten aber ihren spezifischen Charme. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Kategorien, wobei die "Club Floors" besonders attraktiv sind. Dort oben hast du Zugang zur Lounge, was den Aufenthalt deutlich entspannter macht. Stell dir vor, du sitzt abends auf deinem Balkon. Unter dir glitzert Tokio, aber es ist seltsam still. Das liegt an der isolierten Lage innerhalb des Parks. Die Betten sind typisch japanisch – eher fest, aber von extrem hoher Qualität. Wer Rückenprobleme hat, wird diese Matratzen lieben.

Warum die Lage in Shinagawa dein Leben rettet

Wenn du am Bahnhof Shinagawa ankommst, merkst du schnell, wie effizient Japan funktioniert. Du steigst aus dem Zug und läufst vielleicht zehn Minuten einen sanften Hügel hinauf. Der Weg führt weg vom hektischen Pendlerstrom. Es gibt sogar einen kostenlosen Shuttlebus, falls du schwere Koffer schleppst. Aber eigentlich ist der Spaziergang schöner. Du passierst kleine Cafés und die Schwesterhotels der Prince-Gruppe. Shinagawa ist ein Drehkreuz. Du kommst mit der Yamanote-Linie überall hin. Einmal im Kreis durch ganz Tokio.

Direkte Verbindung zum Flughafen Haneda

Das ist der Punkt, der mich jedes Mal überzeugt. Du nimmst den Keikyu-Zug und bist in weniger als 20 Minuten am Terminal. Kein Umsteigen. Kein Stress. Wer schon mal versucht hat, mit drei Koffern zur Hauptverkehrszeit durch den Bahnhof Shinjuku zu navigieren, weiß, wovon ich rede. Es ist die Hölle. In Shinagawa ist alles eine Nummer kleiner und übersichtlicher. Das spart Zeit und Nerven. Du kannst am Abreisetag fast bis zur letzten Minute im Hotel bleiben.

Shopping und Verpflegung in der Umgebung

Rund um den Bahnhof gibt es unzählige Möglichkeiten zum Essen. Die "Wing" Shopping Mall bietet alles von schnellen Nudeln bis zu hochwertigem Sushi. Ich empfehle, die Lebensmittelabteilungen (Depachika) der Kaufhäuser zu erkunden. Dort kaufst du dir abends erstklassige Bento-Boxen und genießt sie im Hotel. Das Hotel selbst hat natürlich auch erstklassige Restaurants. Besonders das chinesische Restaurant "Kokyu" ist eine Empfehlung wert. Die Dim Sum dort sind handwerklich perfekt.

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Das grüne Herz der Anlage

Der japanische Garten ist das eigentliche Highlight. Er verbindet drei Hotels der Prince-Kette. In der Mitte steht eine Glocke und ein kleiner Tempel. Es ist ein Ort der Kontemplation. Im Frühling blühen hier die Kirschbäume in einer Dichte, die man sonst nur in Parks wie dem Ueno-Park findet – nur ohne die zehntausend anderen Menschen. Du kannst hier morgens joggen gehen oder einfach nur auf einer Bank sitzen. Es gibt Koikarpfen in den Teichen, die so groß wie kleine Hunde sind. Das Wasser plätschert. Man vergisst völlig, dass man sich in einer der größten Metropolen der Welt befindet.

Die Magie der Kirschblüte im Park

Wenn du zur Sakura-Saison reist, hast du hier einen Logenplatz. Die Beleuchtung am Abend im Garten ist spektakulär. Die Hotelmitarbeiter kümmern sich liebevoll um die Anlage. Es ist alles extrem sauber. Manchmal finden hier traditionelle Hochzeiten statt. Die Bräute in ihren weißen Kimonos vor der grünen Kulisse zu sehen, ist ein toller Anblick. Es wirkt authentisch und nicht wie eine Show für Touristen.

Schwimmen im Sommer

Es gibt einen Außenpool. Das ist in Tokio eine absolute Seltenheit. Er ist zwar nur im Sommer geöffnet, aber dann ist er ein Lebensretter. Die Hitze in der Stadt kann im August brutal sein. Nachmittags ein paar Runden im Wasser zu drehen, während die Zikaden in den Bäumen lärmen, ist purer Urlaub. Beachte aber, dass Japaner oft strenge Regeln bezüglich Tattoos in Pools haben. Das solltest du vorher prüfen, falls du großflächigen Körperschmuck trägst. Meistens helfen Pflaster zum Abdecken.

Kulinarik und Service auf japanischem Niveau

Der Service im Grand Prince Hotel Shin Takanawa ist so, wie man es von einem Spitzenhotel in Japan erwartet: zurückhaltend, extrem höflich und effizient. Wenn du eine Frage hast, wird dir geholfen. Wenn du ein Taxi brauchst, steht es innerhalb von zwei Minuten vor der Tür. Es ist diese Art von Dienstleistung, die man in Europa oft schmerzlich vermisst. Man wird hier als Gast wirklich wertgeschätzt.

Frühstück zwischen Ost und West

Du kannst wählen. Es gibt ein westliches Buffet mit Eiern, Speck und fantastischem Gebäck. Oder du entscheidest dich für das traditionelle japanische Frühstück. Ich rate dir: Probier das japanische Set. Es gibt gegrillten Fisch, Reis, Misosuppe und verschiedene eingelegte Gemüse. Es gibt Kraft für den ganzen Tag. Der Kaffee ist stark und gut. Die Aussicht aus dem Frühstücksraum in den Garten ist inklusive. Das ist der perfekte Start in den Tag.

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Abendessen und Bars

Die Bar "Asama" im Hotel ist ein Klassiker. Sie ist dunkel, mit viel Holz gestaltet und verströmt die Atmosphäre eines Herrenclubs aus den 80ern. Hier gibt es exzellente japanische Whiskys. Die Auswahl an Suntory und Nikka ist beeindruckend. Man sitzt dort und beobachtet die Geschäftsmänner bei ihren diskreten Gesprächen. Es ist ein toller Ort für einen Absacker, bevor man ins Bett fällt.

Tipps für die Buchung und den Aufenthalt

Japanische Hotels haben oft Preisschwankungen, die schwer nachvollziehbar sind. Mein Rat: Buche so früh wie möglich. Die Raten steigen massiv an, je näher das Datum rückt. Besonders zu Feiertagen wie der Golden Week im Mai oder zum Kirschblütenfest ist das Haus oft ausgebucht. Nutze Plattformen wie die offizielle Prince Hotels Website, um Angebote zu finden. Oft gibt es Pakete, die das Frühstück beinhalten, was sich finanziell fast immer lohnt.

Den richtigen Zimmertyp wählen

Achte darauf, ob du ein Raucher- oder Nichtraucherzimmer buchst. In Japan ist das Rauchen in Innenräumen oft noch verbreiteter als bei uns. Die Nichtraucherzimmer sind jedoch absolut geruchsneutral. Die Superior-Zimmer bieten ausreichend Platz für zwei Personen mit viel Gepäck. Das ist wichtig, da japanische Hotelzimmer oft winzig sein können. Hier hast du genug Raum, um deine Einkäufe auszubreiten.

Internet und Technik

Das WLAN ist schnell und stabil. Das ist wichtig, wenn du deine Route für den nächsten Tag planen musst. Es gibt auch einen kleinen Laden im Hotel (Convenience Store), wo du Getränke und Snacks zu normalen Preisen kaufen kannst. Du musst also nicht für jedes Wasser die Minibar plündern. Das spart auf Dauer eine Menge Geld. Wer digital arbeitet, findet in der Lobby oder im Zimmer gute Arbeitsmöglichkeiten.

Die kulturelle Umgebung erkunden

Direkt gegenüber vom Bahnhof Shinagawa liegt das Maxell Aqua Park Shinagawa, ein modernes Aquarium mit einer beeindruckenden Lichtshow. Das ist besonders toll, wenn es regnet. Du kannst auch den nahegelegenen Sengaku-ji Tempel besuchen. Dort liegen die 47 Ronin begraben, die berühmten Samurai aus der japanischen Legende. Es ist ein geschichtsträchtiger Ort, den man leicht zu Fuß erreichen kann. Er ist viel weniger überlaufen als die großen Tempel in Asakusa.

Spaziergang nach Gotanda

Wenn du etwas mehr Zeit hast, lauf in Richtung Gotanda. Der Weg führt durch Wohnviertel, die sehr wohlhabend und gepflegt sind. Du siehst das echte Tokio, abseits der Werbebildschirme. Es gibt dort kleine Bäckereien und lokale Supermärkte. Man bekommt ein Gefühl für den Alltag in der Stadt. Die Architektur der Einfamilienhäuser in dieser Gegend ist oft sehr spannend. Es ist eine Mischung aus Tradition und kühner Moderne.

Museen in der Nähe

Das Hara Museum of Contemporary Art war früher eine Institution in der Gegend. Auch wenn es seinen Standort gewechselt hat, bleibt die Gegend künstlerisch geprägt. Es gibt immer wieder Pop-up Galerien. Ein Blick in die lokalen Veranstaltungsseiten lohnt sich immer. Tokio verändert sich ständig. Was heute aktuell ist, kann morgen schon wieder ganz anders sein.

Logistik und praktische Schritte

Planst du deinen Aufenthalt? Dann geh systematisch vor. Zuerst solltest du prüfen, ob dein Flug in Haneda oder Narita landet. Haneda ist für dieses Hotel ein Segen. Von Narita aus dauert es mit dem Narita Express etwa 70 Minuten bis Shinagawa. Das ist auch machbar, aber eben zeitaufwendiger. Besorge dir direkt am Flughafen eine Suica- oder Pasmo-Karte für den Nahverkehr. Du kannst sie einfach mit deinem iPhone oder Android-Handy verknüpfen.

  1. Flugverbindung prüfen: Haneda bevorzugen.
  2. Transfer planen: Schau dir den Fahrplan der Keikyu Line oder des Narita Express an.
  3. Gepäckversand nutzen: Wenn du von einem anderen Hotel in Japan kommst, nutze den "Takkyubin" Service. Dein Koffer wird für wenig Geld direkt ins Hotel geliefert.
  4. Zimmerwunsch äußern: Frag nach einem Zimmer in den oberen Etagen mit Blick auf den Garten.
  5. Restaurantreservierung: Wenn du im Hotel essen willst, reserviere vorab, besonders am Wochenende.

Ehrlich gesagt, gibt es wenig, was gegen dieses Haus spricht. Es ist kein super-hippes Designhotel für Influencer, die nur Betonwände und Neonröhren wollen. Es ist ein Haus mit Seele, Geschichte und einer unschlagbaren Anbindung. Du bekommst hier den Raum, den du brauchst, um die Eindrücke dieser wahnsinnigen Stadt zu verarbeiten. Wer einmal morgens auf dem Balkon stand und das Grün der Bäume gesehen hat, während im Hintergrund der Tokyo Tower in der Ferne schimmert, versteht sofort, warum dieser Ort so besonders ist. Es ist die perfekte Balance zwischen urbaner Dynamik und japanischer Ruhe.

Man muss sich darauf einlassen, dass nicht alles brandneu ist. Die Teppiche in den Fluren mögen vielleicht ein Muster haben, das an die 90er erinnert, aber alles ist perfekt gepflegt. Keine Macken in den Wänden, kein Staub. Diese japanische Perfektion im Detail ist es, die den Aufenthalt so angenehm macht. Du musst dich um nichts kümmern. Alles funktioniert einfach. Und genau das ist es, was du nach einem zehnstündigen Flug oder einem anstrengenden Tag in den Menschenmassen von Shibuya brauchst. Ein Ort, der dich willkommen heißt und dir den nötigen Rückzugsort bietet.

Solltest du geschäftlich in der Stadt sein, bietet das Hotel zudem Business-Center und Konferenzräume, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Die Nähe zu den Firmensitzen in Shinagawa und Minato ist ein riesiger Vorteil. Du sparst dir lange Pendelzeiten und kannst die gewonnene Zeit lieber im Fitnessstudio oder im Garten verbringen. Letztlich ist Zeit die kostbarste Währung in Tokio. Und hier bekommst du davon am meisten zurück. Pack deine Koffer, buche einen Flug und erleb es selbst. Die Stadt wartet auf dich. Du wirst es nicht bereuen, dich für diesen Standort entschieden zu haben. Es ist eine Entscheidung für Qualität und gegen den unnötigen Stress der überfüllten Tourismus-Zentren. Viel Spaß in Japan! Es wird eine Reise, die du nie vergessen wirst.

LZ

Lisa Zimmermann

Zwischen Tagesaktualität und Hintergrundanalyse bringt Lisa Zimmermann Struktur in komplexe Themenlagen.