hotel ali baba in hurghada

hotel ali baba in hurghada

Wer zum ersten Mal nach Ägypten fliegt, sucht oft die eierlegende Wollmilchsau unter den Unterkünften. Man will Sonne, einen riesigen Pool, gutes Essen und bloß keinen Stress mit den Kindern. Das Hotel Ali Baba in Hurghada taucht bei dieser Suche fast immer als einer der ersten Treffer auf den großen Buchungsportalen auf. Es ist eine dieser Anlagen, die seit Jahren einen festen Platz im deutschen Reisemarkt haben und genau wissen, was Urlauber aus Europa erwarten. Ich habe mir das Ganze genauer angesehen, um zu verstehen, ob der Hype um diesen Klassiker an der Safaga Road eigentlich noch berechtigt ist. Man merkt schnell, dass hier nicht alles perfekt glänzt, aber die Mischung aus Preis und Leistung für viele Familien schlicht unschlagbar bleibt.

Die Anlage und der erste Eindruck vom Hotel Ali Baba in Hurghada

Wenn du durch die Lobby gehst, spürst du sofort die Größe dieses Resorts. Es ist kein schickes Boutique-Hotel, sondern ein weitläufiges Areal, das sich die Infrastruktur teilweise mit den Nachbarhotels teilt. Das ist ein riesiger Vorteil. Du buchst ein Hotel, bekommst aber gefühlt drei. Die Architektur orientiert sich an einem orientalischen Stil, der zwar etwas in die Jahre gekommen ist, aber durch die penible Pflege der Gartenanlagen wettgemacht wird. Überall blühen Bougainvilleen und die Wege sind sauber gefegt.

Das Personal an der Rezeption spricht meistens fließend Deutsch. Das nimmt vielen Reisenden die erste Hürde. Es geht hier hektisch zu, besonders zur Check-in-Zeit am frühen Nachmittag. Aber die Abläufe sitzen. Man bekommt sein Armband, einen kühlen Hibiskustee und wird dann meistens mit einem kleinen Elektro-Cart zu seinem Zimmer gefahren. Das ist bei den Distanzen in der Anlage auch bitter nötig. Wer im hinteren Bereich wohnt, läuft sonst gut zehn Minuten bis zum Strand.

Zimmerausstattung und Komfort im Alltag

Die Zimmer sind solide. Erwarte keine Designermöbel aus Mailand. Hier regiert dunkles Holz und Steinboden. Der Steinboden ist übrigens ein Segen, wenn du mit sandigen Füßen vom Strand kommst. Ein Teppich wäre in dieser Klimazone purer Wahnsinn. Die Klimaanlagen rattern manchmal etwas laut, kühlen aber die Räume zuverlässig auf angenehme 22 Grad runter, selbst wenn draußen die 40-Grad-Marke geknackt wird.

Ein wichtiger Punkt ist die Sauberkeit. Die Housekeeping-Teams leisten hier Schwerstarbeit. Oft findest du kunstvoll gefaltete Handtuch-Krokodile auf deinem Bett. Das wirkt vielleicht altbacken, zeigt aber die Mühe, die sich die Angestellten geben. Die Badezimmer sind funktional. Dusche, WC, ein großer Spiegel. Nichts Besonderes, aber es funktioniert alles. Wer ein renoviertes Zimmer möchte, sollte das direkt bei der Buchung oder beim Check-in höflich ansprechen. Manchmal hilft ein kleines Trinkgeld Wunder.

Kulinarik zwischen Buffet-Wahnsinn und Spezialitätenrestaurants

Essen in Ägypten ist ein Thema für sich. Viele Touristen haben Angst vor Magenproblemen. Im Resort wird jedoch extrem auf Hygiene geachtet. Es gibt mehrere Hauptrestaurants, die Buffets anbieten. Da herrscht zu den Stoßzeiten reger Betrieb. Es klappert, Kinder rennen herum, und es riecht nach frisch gebackenem Fladenbrot. Das Brot ist übrigens das Highlight. Es wird oft direkt vor deinen Augen in einem traditionellen Ofen gebacken.

Ich empfehle dir, die Spezialitätenrestaurants zu nutzen. Es gibt zum Beispiel einen Italiener und ein orientalisches Restaurant. Dort ist die Atmosphäre deutlich entspannter als im Hauptsaal. Du musst zwar meistens vorher reservieren, aber der Aufwand lohnt sich. Die Qualität der Speisen ist dort einen Tick höher. Besonders die ägyptischen Mezze, also die kleinen Vorspeisen wie Hummus oder Baba Ghanoush, sind fantastisch. Die Köche wissen, wie man mit Kreuzkümmel und Koriander umgeht.

Getränke und das All-inclusive-Konzept

Lass uns über den Alkohol reden. Die lokalen Weine und Biere sind Teil des Pakets. Das Bier, meistens die Marke Sakara oder Stella, ist leicht und süffig. Perfekt für die Hitze. Der Wein ist eher gewöhnungsbedürftig. Er ist trocken, hat aber oft eine Note, die man aus Europa nicht kennt. Cocktails werden mit einheimischen Spirituosen gemischt. Erwarte keinen originalen kubanischen Rum. Wer hochwertige Markengetränke will, muss extra zahlen. Aber mal ehrlich, am Pool reicht die lokale Mischung völlig aus.

Wichtig ist das Wasser. Trink niemals das Leitungswasser. Das gilt für ganz Ägypten. Das Hotel stellt täglich frische Wasserflaschen auf das Zimmer. Nutze dieses Wasser auch zum Zähneputzen. Das ist der einfachste Weg, um den Urlaub nicht auf der Toilette zu verbringen. Die Bars in der Anlage sind großzügig verteilt. Du musst nie lange laufen, um ein kaltes Getränk zu bekommen.

Wasser marsch im Aquapark und am Strand

Der Aquapark ist das Herzstück für alle, die mit Kindern reisen. Er ist gewaltig. Es gibt Rutschen für jedes Alter und jede Mutstufe. Manche sind so steil, dass selbst Erwachsenen der Atem stockt. Die Sicherheit wird hier großgeschrieben. An jeder Rutsche stehen Lifeguards, die penibel darauf achten, dass die Abstände eingehalten werden. Das Wasser in den Pools wird im Winter beheizt. Das ist ein Detail, das viele billigere Hotels vernachlässigen. Wer im Januar oder Februar kommt, weiß das sehr zu schätzen.

Der Strand selbst ist breit und bietet genügend Liegen. Der Untergrund ist eine Mischung aus Sand und feinem Kies. Ich rate dir dringend zu Badeschuhen. Es gibt versteckte Steine und im Wasser können Seeigel vorkommen. Das Rote Meer ist hier flach abfallend. Man kann weit hinauslaufen, bevor es tief wird. Das ist ideal für kleine Kinder. Zum Schnorcheln musst du allerdings etwas weiter raus oder einen Ausflug buchen. Direkt am Ufer gibt es kaum Fische zu sehen.

Sport und Unterhaltung für Aktive

Wer nicht nur faul in der Sonne liegen will, findet genug Beschäftigung. Es gibt Tennisplätze, ein Fitnessstudio und natürlich das tägliche Animationsprogramm. Die Animateure sind engagiert, aber nicht zu aufdringlich. Ein klares „No, thank you“ wird in der Regel akzeptiert. Besonders beliebt ist Beachvolleyball am späten Nachmittag, wenn die Hitze etwas nachlässt.

Das Fitnesscenter ist zweckmäßig. Die Geräte sind nicht die neuesten Modelle, aber für ein schnelles Workout reicht es. Viele Urlauber nutzen auch die Angebote für Tauchkurse. In der Anlage gibt es oft Tauchschulen, die Schnupperkurse im Pool anbieten. Das ist eine super Sache, um mal zu testen, ob man unter Wasser Panik bekommt oder nicht. Das Rote Meer gehört laut National Geographic zu den besten Tauchgebieten der Welt, also ist das die perfekte Gelegenheit.

Ausflüge und die Lage in Hurghada

Das Resort liegt im Süden von Hurghada. Das ist eine gute Ausgangslage für Touren. Du bist schnell am Flughafen, hörst den Fluglärm aber kaum. Die Senzo Mall, ein großes Einkaufszentrum, ist nur wenige Minuten mit dem Taxi entfernt. Dort kannst du zu Festpreisen einkaufen, falls du keine Lust auf das Handeln in den kleinen Basaren hast. In der Mall gibt es auch eine Apotheke und einen großen Supermarkt.

Ein Muss ist ein Trip nach El Gouna. Das ist das „Venedig Ägyptens“ und liegt etwa 30 bis 40 Minuten nördlich. Es ist dort viel sauberer und geordneter als im Zentrum von Hurghada. Du kannst dort wunderbar am Jachthafen spazieren gehen oder in einem der schicken Cafés sitzen. Es zeigt eine ganz andere, modernere Seite des Landes. Auch Wüstensafaris mit dem Quad starten oft direkt in der Nähe des Hotels. Das ist staubig, laut und macht wahnsinnig viel Spaß.

Sicherheit und Gesundheit vor Ort

Das Thema Sicherheit beschäftigt viele Deutsche. Ägypten investiert massiv in den Schutz der Touristenzonen. Vor der Einfahrt zum Hotel gibt es Sicherheitskontrollen. Das mag im ersten Moment befremdlich wirken, gehört aber zum Standard und sorgt für ein sicheres Gefühl. Die Menschen vor Ort sind unglaublich gastfreundlich. Tourismus ist ihre Lebensgrundlage, und das spürst du.

Was die Gesundheit angeht, gibt es im Hotel einen Arzt. Das ist beruhigend, falls das Kind plötzlich Fieber bekommt. Die gängigen Medikamente gegen Durchfall, wie Antinal, bekommst du in jeder Apotheke vor Ort viel günstiger und sie wirken besser als die deutschen Mittel. Es ist sinnvoll, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Informationen dazu findest du zum Beispiel beim Auswärtigen Amt, das auch regelmäßig Reisehinweise aktualisiert.

Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich

Man muss realistisch sein. Wenn du Luxus wie auf den Malediven erwartest, bist du hier falsch. Aber wenn du ein Budget hast und dafür das Maximum an Erlebnissen herausholen willst, ist das Hotel Ali Baba in Hurghada eine erstklassige Wahl. Du zahlst oft für eine Woche all-inclusive weniger als für drei Tage in einem Mittelklassehotel an der Nordsee.

Die Nebenkosten sind minimal, da fast alles im Preis enthalten ist. Nur für Ausflüge, Massagen im Spa oder besondere Abendessen musst du extra in die Tasche greifen. Das macht die Urlaubsplanung extrem sicher. Du weißt vorher genau, was dich der Spaß kostet. Für Familien mit zwei oder drei Kindern ist das oft der einzige Weg, überhaupt noch einen Fernurlaub zu finanzieren.

Tipps für die Buchung und die beste Reisezeit

Die beste Zeit für eine Reise ist der Frühling oder der Herbst. Im Mai oder Oktober hast du konstante 30 Grad und das Meer ist angenehm warm. Im Hochsommer, also Juli und August, kann es extrem heiß werden. Da hält man es eigentlich nur im Wasser aus. Der Winter ist toll für Leute, die der Kälte entfliehen wollen, aber man braucht abends einen dicken Pullover. Sobald die Sonne weg ist, kühlt es in der Wüste stark ab.

Bei der Buchung lohnt sich der Vergleich. Es gibt oft Frühbucherrabatte oder Last-Minute-Schnäppchen. Achte darauf, ob der Transfer vom Flughafen dabei ist. Das spart dir den Ärger mit den Taxifahrern am Flughafen, die manchmal sehr hartnäckig sein können. Wenn du über einen großen deutschen Reiseveranstalter buchst, hast du zudem immer einen Ansprechpartner vor Ort, falls mal etwas nicht passt.

Warum dieses Resort für Familien ideal ist

Kinder sind hier Könige. Es gibt einen Kids-Club, Minidisco und spezielle Kinderbuffets. Das Personal liebt Kinder. Es ist völlig normal, dass der Kellner mal einen Witz macht oder ein Kind zum Lachen bringt. Diese Herzlichkeit ist echt und nicht aufgesetzt. Eltern können hier tatsächlich mal zwei Stunden am Stück ein Buch lesen, während die Kleinen gut betreut sind.

Die Anlage ist so sicher, dass größere Kinder auch mal alleine zum Eisstand gehen können. Man verläuft sich zwar anfangs, aber man findet immer jemanden, der einem den Weg zeigt. Das gibt den Kindern ein Stück Freiheit, das sie im Alltag oft nicht haben. Und am Ende des Tages fallen sie müde und glücklich ins Bett. Das ist eigentlich alles, was man sich als Eltern von einem Urlaub erhofft.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Man darf nicht verschweigen, dass solche Großanlagen eine Herausforderung für die Umwelt sind. Der Wasserverbrauch ist enorm, und die Müllvermeidung steckt in Ägypten noch in den Kinderschuhen. Aber man sieht Fortschritte. Es wird verstärkt auf Plastikstrohhalme verzichtet und es gibt Hinweise zum Handtuchwechsel. Als Gast kann man selbst viel beitragen, indem man zum Beispiel die Klimaanlage ausschaltet, wenn man nicht im Zimmer ist.

Das Rote Meer ist ein empfindliches Ökosystem. Achte beim Schnorcheln darauf, nichts anzufassen und dich nicht auf Korallen zu stellen. Die Schönheit unter Wasser soll ja auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben. Viele Anbieter von Bootstouren achten mittlerweile strenger auf diese Regeln, was eine gute Entwicklung ist.

Praktische Schritte für deinen Urlaub

Damit deine Reise ein voller Erfolg wird, solltest du ein paar Dinge beachten. Planung ist in Ägypten zwar nicht alles, aber sie hilft ungemein gegen unnötigen Stress.

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  1. Visum vorab prüfen: Du kannst das Visum direkt am Flughafen in Hurghada kaufen. Geh zu den offiziellen Bankschaltern (meistens auf der rechten Seite in der Ankunftshalle). Dort kostet es etwa 25 Dollar. Ignoriere die Reiseleiter, die dich zu ihren Schaltern locken wollen, dort ist es oft teurer.
  2. Währung und Trinkgeld: Du kannst fast überall mit Euro zahlen, aber ägyptische Pfund sind für kleine Einkäufe besser. Trinkgeld (Bakschisch) ist Teil der Kultur. Hab immer ein paar kleine Scheine parat. Ein Euro hier und da bewirkt Wunder beim Service.
  3. Sonnenschutz unterschätzen: Die ägyptische Sonne brennt gnadenlos, auch wenn ein leichter Wind weht. Packe Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 ein. Vor Ort ist Sonnencreme extrem teuer, da sie importiert werden muss.
  4. Magen-Darm-Vorsorge: Packe eine kleine Reiseapotheke ein. Neben den lokalen Mitteln wie Antinal sind Elektrolyte sinnvoll. Und nochmals: Kein Leitungswasser trinken!
  5. Kleidung: In der Hotelanlage ist Badekleidung okay, aber im Restaurant sollte man sich etwas überziehen. Wenn du die Anlage verlässt, um nach Hurghada Stadt zu gehen, ist respektvolle Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) angebracht.

Wenn du diese Punkte beachtest, steht einer entspannten Zeit nichts im Weg. Ägypten ist ein Land der Kontraste, und ein Resort wie dieses bietet den perfekten sicheren Hafen, um diese Welt zu erkunden. Es ist laut, es ist bunt, es ist manchmal ein bisschen chaotisch – aber es ist vor allem eines: ein Ort, an dem man den Alltag komplett vergessen kann.

TS

Thomas Schäfer

Thomas Schäfer verfolgt politische und soziale Debatten mit kritischem Blick und journalistischer Verantwortung.