hotel club drago park fuerteventura

hotel club drago park fuerteventura

Wer nach Costa Calma kommt, sucht meistens zwei Dinge: endlose Sandstrände und eine Brise, die den Kopf frei pustet. Man landet hier in einer Ecke der Insel, die weniger trubelig ist als Corralejo im Norden, aber genau das macht den Charme aus. Wenn du deinen Urlaub planst, stolperst du zwangsläufig über das Hotel Club Drago Park Fuerteventura, eine Anlage, die sich optisch deutlich von den flachen Betonbunkern der 80er Jahre abhebt. Das Hotel liegt nicht direkt am Wasser, was viele im ersten Moment abschreckt. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell, dass genau diese Lage einen entscheidenden Vorteil bietet. Du bist hier weg vom Massentourismus der ersten Strandreihe und hast stattdessen eine Ruhe, die man direkt am Meer oft vergeblich sucht. Ich habe mir die Anlage und die Umgebung genau angeschaut, um zu klären, für wen sich der Weg in den Süden der Kanaren wirklich lohnt.

Was dich im Hotel Club Drago Park Fuerteventura erwartet

Die Architektur ist das Erste, was ins Auge springt. Statt eines massiven Blocks gibt es hier verschiedene Gebäudeebenen, die sich um eine zentrale Poollandschaft gruppieren. Das wirkt modern. Es wirkt luftig. Das Herzstück ist zweifelsohne der große Außenpool, der im Winter sogar beheizt wird. Das ist auf den Kanaren kein Standard, sondern purer Luxus, wenn der Passatwind mal wieder etwas kühler über die Insel fegt. Die Zimmer sind funktional geschnitten. Es gibt keine unnötigen Schnörkel, dafür viel Platz für Koffer und Strandausrüstung.

Die Verpflegung und das All-Inclusive-Konzept

Essen im Urlaub ist ein kritisches Thema. Im Buffetrestaurant geht es lebhaft zu. Morgens gibt es die Klassiker: Eier in allen Variationen, Speck, Churros und natürlich frisches Obst. Die Qualität der Speisen ist solide. Man merkt, dass die Küche auf europäische Gaumen ausgerichtet ist, ohne die spanischen Wurzeln komplett zu ignorieren. Fischgerichte stehen fast täglich auf dem Plan. Das ist logisch, schließlich sitzen wir mitten im Atlantik. Wer allerdings Sterneküche erwartet, wird enttäuscht sein. Es ist gute, ehrliche Verpflegung für Familien und Paare, die nach einem Tag im Wind ordentlich Hunger haben.

Sport und Animation für Aktive

Wenn du nicht nur auf der Liege faulenzen willst, gibt es genug Optionen. Es gibt ein Fitnessstudio, das seinen Namen verdient, und Squash-Plätze, die man auf Fuerteventura selten findet. Das Animationsteam ist präsent, aber nicht aufdringlich. Das ist mir wichtig. Niemand mag es, beim Lesen eines Buchs zwangsweise zum Wasserball gezogen zu werden. Abends gibt es Shows, die mal mehr, mal weniger professionell sind, aber immer für gute Laune sorgen. Besonders für Kinder ist gesorgt. Der Miniclub nimmt den Eltern ein paar Stunden Last ab, damit diese mal in Ruhe einen Drink an der Bar nehmen können.

Die Lage in Costa Calma und der Strandtransfer

Costa Calma bedeutet "ruhige Küste". Der Name ist Programm. Der Ort besteht zum Großteil aus Hotels, Ferienwohnungen und ein paar Einkaufszentren. Das Hotel liegt etwa 1,2 Kilometer vom Strand entfernt. Das klingt nach viel Holzfußmarsch. Aber keine Sorge, es gibt einen Shuttlebus. Dieser fährt mehrfach täglich hin und her. Das ist bequem. Wer lieber läuft, braucht etwa 15 bis 20 Minuten. Der Weg führt durch eine grüne Lunge – einen kleinen Wald aus Palmen und Pinien, der künstlich bewässert wird. Das ist für diese wüstenähnliche Insel eine echte Besonderheit.

Warum die Distanz zum Meer kein Nachteil ist

Ich kenne viele Leute, die unbedingt "direkt am Meer" buchen wollen. Am Ende sitzen sie den ganzen Tag am Hotelpool, weil der Wind am Strand zu stark ist. Hier hast du den Vorteil, dass die Anlage etwas geschützter liegt. Die Preise sind im Vergleich zu den Hotels in der ersten Reihe meist attraktiver. Du bekommst hier mehr Quadratmeter und bessere Leistungen für dein Geld. Außerdem zwingt dich der kurze Weg dazu, die Umgebung wahrzunehmen. Du siehst die lokalen Cafés und kleinen Läden, an denen man sonst oft achtlos vorbeifährt.

Erkundung der Umgebung auf eigene Faust

Fuerteventura erkundet man am besten mit einem Mietwagen. Die Straßen sind gut ausgebaut und der Verkehr ist entspannt. Von Costa Calma aus bist du in 15 Minuten am Sotavento Strand. Das ist das Mekka für Windsurfer und Kitesurfer. Bei Ebbe entstehen dort riesige Lagunen. Das Wasser ist knietief und kristallklar. Ein Ausflug dorthin gehört zum Pflichtprogramm. Auch das Dorf La Pared an der Westküste ist nah. Dort ist die Brandung wilder, die Klippen sind steiler und die Sonnenuntergänge legendär. Wer nur im Hotel bleibt, verpasst das Beste.

Praktische Tipps für deinen Aufenthalt

Damit der Urlaub reibungslos läuft, muss man ein paar Dinge wissen. Die Kanaren sind steuerlich bevorzugtes Gebiet, aber die Lebenshaltungskosten in den Touristenzentren sind gestiegen. Ein Bier im Hotel ist im All-Inclusive drin, aber wer außerhalb essen geht, zahlt ähnliche Preise wie in Deutschland. Trinkwasser sollte man immer kaufen. Das Leitungswasser auf der Insel kommt aus Entsalzungsanlagen. Es ist zwar technisch sauber, schmeckt aber stark nach Chlor und ist nicht zum Trinken gedacht.

Das Klima und die beste Reisezeit

Fuerteventura ist die Insel des ewigen Frühlings. Das stimmt zwar, aber im Winter kann es abends frisch werden. Ein dicker Pulli gehört ins Gepäck. Von Juni bis August brennt die Sonne gnadenlos. Schattenplätze am Pool sind dann heiß begehrt. Im September und Oktober ist das Meer am wärmsten. Das ist meine persönliche Lieblingzeit. Der Wind lässt etwas nach und man kann stundenlang im Atlantik bleiben, ohne blaue Lippen zu bekommen.

Nachhaltigkeit im Tourismus auf den Kanaren

Es ist kein Geheimnis, dass Massentourismus Ressourcen frisst. Auf einer Insel wie Fuerteventura ist Wasser das wertvollste Gut. Die Regierung der Kanaren setzt vermehrt auf Initiativen zur Ressourcenschonung. Infos dazu findest du oft auf offiziellen Portalen wie Gobierno de Canarias. Auch in großen Hotelanlagen wird zunehmend auf Plastik verzichtet. Das Hotel Club Drago Park Fuerteventura versucht ebenfalls, seinen ökologischen Fußabdruck klein zu halten. Handtücher werden nicht mehr täglich gewechselt, wenn man es nicht explizit wünscht. Das spart Tausende Liter Wasser pro Woche.

Ausflugsziele in der näheren Umgebung

Wenn du mal einen Tag Pause vom Hotelalltag brauchst, gibt es in der Nähe von Costa Calma einiges zu sehen. Der Oasis Wildlife Park ist nur ein paar Kilometer entfernt. Das ist kein normaler Zoo. Es ist ein riesiger botanischer Garten mit einer beeindruckenden Kakteensammlung. Es gibt dort auch Rettungsstationen für Tiere. Ein Besuch lohnt sich besonders für Familien. Man kann dort gut einen ganzen Tag verbringen, ohne dass es langweilig wird.

Wandern in der Wüste

Klingt paradox, ist aber möglich. Hinter Costa Calma beginnt die Landenge von Jandía. Das ist der schmalste Teil der Insel. Man kann von der Ostküste zur Westküste wandern. Die Landschaft ist karg, fast schon mondähnlich. Man fühlt sich wie in einem Science-Fiction-Film. Wichtig ist: Nimm genug Wasser mit. Es gibt dort keinen Schatten. Gar keinen. Die Stille dort ist fast ohrenbetäubend, ein krasser Kontrast zum Lärm an der Poolbar.

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Die lokale Gastronomie entdecken

In Costa Calma gibt es einige gute Restaurants, die typisch kanarische Küche anbieten. Probier unbedingt "Papas Arrugadas con Mojo". Das sind kleine Runzelkartoffeln mit einer salzigen Kruste und einer scharfen oder milden Sauce. Dazu frischer Käse aus der Region. Die Ziege ist das Wappentier der Insel, und der Majorero-Käse ist weltweit bekannt. Er ist oft preisgekrönt und schmeckt fantastisch. Wer mehr über die Herkunft und Zertifizierung erfahren möchte, kann sich beim Landwirtschaftsministerium über geschützte Herkunftsbezeichnungen informieren.

Was man vor der Buchung prüfen sollte

Jeder Reisende hat andere Ansprüche. Wer absolute Ruhe sucht und Kindergeschrei hasst, sollte vielleicht ein Adults-Only-Konzept wählen. Hier ist es familiär. Das bedeutet, es ist laut, es ist lebendig und es passiert immer etwas. Wenn dich das nicht stört, ist die Anlage top. Schau dir vorher die Bewertungen in Portalen an. Aber Vorsicht: Manche Leute beschweren sich über Dinge, die typisch für den Süden sind, wie zum Beispiel Ameisen. Das lässt sich in warmen Ländern kaum vermeiden. Ein sauber geführtes Hotel hat das im Griff, aber eine 100-prozentige Garantie gibt es in der Natur nie.

Die Zimmerwahl ist entscheidend

Es gibt Zimmer, die zum Pool zeigen, und Zimmer, die nach außen gehen. Poolseite bedeutet kurze Wege, aber auch mehr Lärm bis in den späten Abend. Wer früh schlafen will, sollte nach einem Zimmer in den oberen Etagen fragen, das nach hinten rausgeht. Die Aussicht ist dort oft weniger spektakulär, aber der Schlaf ist tiefer. Die Klimaanlagen funktionieren in der Regel gut, was im Hochsommer lebensnotwendig ist.

Transfer vom Flughafen

Der Flughafen Fuerteventura (FUE) liegt bei Puerto del Rosario. Die Fahrt nach Costa Calma dauert etwa 50 bis 60 Minuten. Wenn du über einen Reiseveranstalter buchst, ist der Bus oft dabei. Das kann aber dauern, da viele Hotels angefahren werden. Ein privater Transfer oder ein Mietwagen spart dir locker eine Stunde Zeit. Da die Benzinpreise auf den Kanaren oft niedriger sind als auf dem spanischen Festland, ist ein eigenes Auto meist die wirtschaftlichste Lösung.

Die Bedeutung von Qualitätssiegeln

In Spanien gibt es das "Q für Qualität", ein Siegel, das vom Institut für spanische Tourismusqualität vergeben wird. Viele Hotels auf Fuerteventura streben diese Zertifizierung an. Sie garantiert gewisse Standards bei der Hygiene, dem Service und der Infrastruktur. Achte bei der Buchung darauf, ob solche Zertifikate erwähnt werden. Das gibt ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit. Die offiziellen Tourismusregeln für Spanien kannst du auch auf Spain.info nachlesen, der offiziellen Marketingseite des Landes.

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Warum Fuerteventura süchtig macht

Es ist diese Mischung aus Kargheit und Licht. Wenn die Sonne untergeht, leuchten die Berge in einem Rot, das man so nirgends sonst sieht. Die Insel entschleunigt dich sofort. Es gibt keine Hektik. Alles folgt dem Rhythmus des Windes. Die Menschen vor Ort sind entspannt. "Mañana" ist hier keine Ausrede, sondern eine Lebenseinstellung. Man lernt schnell, dass man gegen die Natur nicht ankommt, sondern mit ihr fließen muss. Das Hotel bietet dafür den passenden Rahmen. Man hat einen festen Anlaufpunkt, wird gut versorgt und kann von dort aus jeden Tag ein neues Abenteuer starten.

Sportliche Herausforderungen

Für Radfahrer ist die Insel ein Paradies, aber auch eine Qual. Die Steigungen sind moderat, aber der Wind ist ein permanenter Gegner. Es ist, als würde man ständig gegen eine unsichtbare Wand fahren. Dennoch sieht man hunderte Profis und Amateure, die hier ihr Wintertraining absolvieren. Wer es gemütlicher mag, mietet sich ein E-Bike. Damit lassen sich die Hügel rund um Costa Calma mühelos erklimmen. Die Aussicht von oben auf den tiefblauen Atlantik entschädigt für jede Anstrengung.

Sicherheit im Urlaub

Fuerteventura gilt als sehr sicher. Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Trotzdem sollte man keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen lassen, wenn man an einsamen Strandabschnitten parkt. Das ist eigentlich gesunder Menschenverstand, wird aber im Urlaubsmodus oft vergessen. In den Hotels gibt es Safes. Nutze sie. Es ist einfach entspannter, wenn man weiß, dass Pass und Kreditkarte sicher verstaut sind.

Was du jetzt tun solltest

Wenn du überzeugt bist, dass dieser Ort zu dir passt, warte nicht zu lange mit der Buchung. Die Kanaren sind das ganze Jahr über gefragt. Besonders in den Ferienzeiten sind die guten Zimmer schnell weg. Prüfe die Flugverbindungen von deinem Heimatflughafen. Viele Billigflieger steuern die Insel direkt an.

  1. Vergleiche die Preise auf verschiedenen Portalen. Manchmal gibt es Paketpreise inklusive Flug, die deutlich günstiger sind als Einzelbuchungen.
  2. Reserviere rechtzeitig einen Mietwagen. Die Nachfrage ist hoch, und die Preise schwanken stark je nach Saison.
  3. Packe Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ein. Die UV-Strahlung wird durch den Wind oft unterschätzt.
  4. Lerne ein paar Brocken Spanisch. Ein "Hola" oder "Gracias" öffnet Türen und sorgt für ein Lächeln beim Personal.
  5. Erstelle eine Liste der Orte, die du sehen willst, aber lass genug Platz für Spontaneität. Die besten Erlebnisse hat man oft, wenn man falsch abbiegt.

Die Entscheidung für einen Urlaub liegt bei dir. Fuerteventura bietet eine einzigartige Kulisse, die man entweder liebt oder die einem zu karg ist. Wer die Weite und das Licht sucht, wird hier fündig. Die Infrastruktur ist modern, die Anreise unkompliziert und das Wetter stabil. Es ist eine der wenigen Regionen in Europa, die eine echte Sonnengarantie bieten, ohne dass man zehn Stunden im Flugzeug sitzen muss. Genieße die Zeit, lass den Alltag zu Hause und tauch ein in das entspannte Leben der Kanaren. Es lohnt sich.

TS

Thomas Schäfer

Thomas Schäfer verfolgt politische und soziale Debatten mit kritischem Blick und journalistischer Verantwortung.