hotel db seabank resort spa

hotel db seabank resort spa

Wer zum ersten Mal nach Malta reist, steht oft vor einem Rätsel. Die Insel ist klein, aber die Auswahl an Unterkünften erschlägt einen förmlich. Suchst du nach einem Ort, der direkt am größten Sandstrand der Insel liegt und gleichzeitig alles bietet, was eine Familie oder ein Paar für zwei Wochen Entspannung braucht? Dann führt kaum ein Weg am Hotel DB Seabank Resort Spa vorbei, das in Mellieha eine fast schon legendäre Stellung einnimmt. Ich habe mir die Anlage genau angesehen und erkläre dir hier, warum dieses Resort so oft ausgebucht ist und was du vor deiner Buchung unbedingt wissen musst. Man merkt schnell, dass hier nicht nur geklotzt, sondern auch mit System geplant wurde.

Die Lage am Mellieha Bay ist unschlagbar

Mellieha ist anders als der Rest Maltas. Während es in Sliema oder St. Julian’s eher hektisch zugeht und man oft auf Betonplateaus ins Meer springen muss, bietet der Norden echte Strandatmosphäre. Das Hotel liegt buchstäblich nur einen Steinwurf vom Ghadira Bay entfernt. Das ist der breiteste Strand der Insel. Für Familien mit kleinen Kindern ist das Gold wert. Das Wasser ist hier flach. Man kann ewig weit hineinlaufen, ohne dass es tief wird.

Erreichbarkeit und Umgebung

Die Anreise vom Flughafen dauert mit dem Taxi etwa 40 Minuten. Wer sparen will, nutzt den öffentlichen Bus. Die Linien X1 oder TD6 bringen dich direkt in den Norden. Die Bushaltestelle liegt fast direkt vor der Tür. Das ist praktisch, weil man von hier aus super die Fähre nach Gozo oder Comino erreicht. Ich rate jedem dazu, mindestens einen Tag für die Blue Lagoon einzuplanen. Aber Achtung: Fahr früh los. Ab 11 Uhr vormittags ist es dort so voll, dass man kaum noch treten kann. In der direkten Umgebung der Anlage findest du ein paar nette Bars und kleine Läden. Der eigentliche Ortskern von Mellieha liegt oben auf dem Berg. Man kann laufen, aber der Aufstieg ist steil. Nimm lieber den Bus für die zwei Stationen nach oben.

Der Ausblick auf das Mittelmeer

Wenn du buchst, nimm ein Zimmer mit Meerblick. Ja, das kostet mehr. Aber morgens mit der Sonne über dem Ghadira Bay aufzuwachen, ändert das ganze Urlaubsgefühl. Die Zimmer zur Landseite blicken oft auf die Hügel oder den Innenhof. Das ist auch okay, aber eben nicht dasselbe. Die Architektur des Gebäudes ist hufeisenförmig. Dadurch haben sehr viele Gäste das Glück, zumindest seitlich das Wasser sehen zu können.

Gastronomie im Hotel DB Seabank Resort Spa

Essen ist auf Malta eine ernste Angelegenheit. Viele All-Inclusive-Häuser neigen dazu, jeden Tag das Gleiche zu servieren. Das ist hier anders gelöst. Es gibt ein Hauptrestaurant namens Coral, aber der eigentliche Clou sind die Themenrestaurants. Man muss sie vorher reservieren. Das geht bequem über Terminals in der Lobby oder manchmal per App.

Vielfalt der Küche

Du hast die Wahl zwischen asiatisch, italienisch, brasilianisch oder einem klassischen Grill-Restaurant. Das Laguna Restaurant bietet beispielsweise mediterrane Küche in einem etwas ruhigeren Rahmen als das große Buffet. Mein persönlicher Favorit ist das L-Orizont. Dort gibt es lokale maltesische Gerichte. Du musst unbedingt Kaninchen probieren, das Nationalgericht der Insel. Es schmeckt viel besser, als man es sich im ersten Moment vorstellt. Die Qualität in den Spezialitätenrestaurants liegt deutlich über dem Standard, den man sonst von Pauschalreisen kennt.

Das All-Inclusive-Konzept in der Praxis

All-Inclusive heißt hier wirklich, dass man sich um fast nichts kümmern muss. Die Getränkeauswahl an den Bars ist solide. Es gibt lokales Bier wie Cisk, das überraschend süffig ist. Die Cocktails sind okay, erwarte aber keine handgemachten High-End-Drinks von einem Sterne-Mixologen. Es ist Massenbetrieb, aber effizienter Massenbetrieb. Die Snack-Bar am Pool rettet einem den Nachmittag, wenn der kleine Hunger kommt. Besonders positiv: Es gibt überall Wasserstationen. Malta hat kein trinkbares Leitungswasser aus dem Hahn – also jedenfalls schmeckt es sehr chlorhaltig. An den Stationen kannst du deine Flaschen jederzeit auffüllen. Das spart Plastikmüll und Geld.

Poollandschaft und Wellnessfaktor

Der Pool ist riesig. Er gilt als einer der größten auf der Insel. Das ist auch nötig, denn in der Hochsaison füllt sich das Areal schnell. Wenn du Ruhe suchst, ist der Hauptpool vielleicht nicht der richtige Ort für dich. Es läuft Musik, es gibt Animation und viele Kinder.

Der Bereich für Erwachsene

Zum Glück gibt es einen Adults-Only-Bereich. Das ist eine kluge Entscheidung des Managements gewesen. Dort kannst du lesen oder einfach nur dösen, ohne dass dir ein Wasserball ins Gesicht fliegt. Die Liegen sind dort auch etwas bequemer. Wer im Winter oder Frühjahr reist, nutzt den Innenpool. Er ist beheizt und bietet eine gute Alternative, wenn der Wind vom Meer mal zu frisch weht.

Spa und Fitness

Der Wellnessbereich ist modern. Die Saunen und das Dampfbad sind gut gepflegt. Massagen kosten extra, sind aber ihr Geld wert, wenn man mal richtig abschalten will. Das Fitnessstudio ist kein dunkler Kellerraum. Die Geräte sind modern genug für ein ordentliches Workout. Ich sage es mal so: Wer im Urlaub nicht zunehmen will, hat hier alle Möglichkeiten. Aber bei dem Buffetangebot gehört schon viel Disziplin dazu.

Zimmerausstattung und Komfort

Die Zimmer wurden vor nicht allzu langer Zeit renoviert. Das Design ist hell und maritim. Türkis- und Weißtöne dominieren. Das wirkt frisch und sauber. Ein wichtiger Punkt ist die Sauberkeit. Das Reinigungspersonal ist flink und gründlich.

Familienfreundlichkeit im Fokus

Es gibt spezielle Familienzimmer. Diese haben oft einen optisch abgetrennten Bereich für die Kinder. Das bietet zumindest ein Minimum an Privatsphäre für die Eltern. Die Betten sind fest, was ich persönlich schätze. Wer weiche Matratzen liebt, wird hier vielleicht fluchen. Die Klimaanlage lässt sich individuell steuern. Das ist auf Malta im August lebensnotwendig. Ohne Kühlung hält man die Nächte bei 30 Grad kaum aus.

Technische Details

WLAN ist im gesamten Haus kostenlos und stabil. Ich konnte problemlos streamen und sogar ein paar Arbeitsmails erledigen. Es gibt genügend Steckdosen. Du brauchst auf Malta allerdings einen britischen Adapter (Typ G). Das Hotel hat manchmal welche zum Verleihen, aber kauf dir lieber vorher einen für ein paar Euro. So vermeidest du Stress an der Rezeption.

Aktivitäten und Unterhaltung

Langeweile kommt hier nicht auf. Das Team der Animateure ist präsent, aber nicht aufdringlich. Du wirst nicht gezwungen, beim Wasserball mitzumachen, wenn du nur dein Buch lesen willst.

Abendprogramm

Jeden Abend gibt es Shows. Das reicht von Live-Musik bis hin zu Tanzdarbietungen. Es ist klassische Hotelunterhaltung. Manches ist toll, manches eher zum Schmunzeln. Aber die Atmosphäre ist immer entspannt. Für Kinder gibt es einen Kids-Club. Die Betreuung wirkt kompetent. Die Kleinen werden beschäftigt, während die Eltern mal zwei Stunden in Ruhe einen Kaffee trinken können.

Ausflüge in die Natur

Wenn du genug vom Pool hast, wandere mal Richtung Selmun Palace. Der Weg startet unweit des Hotels. Du hast von den Klippen dort oben einen wahnsinnigen Blick über den Norden Maltas. Auch das Naturreservat Ghadira ist nur wenige Gehminuten entfernt. Es ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Wer sich für Ökologie interessiert, sollte dort unbedingt vorbeischauen. Es zeigt eine ganz andere, ruhige Seite der Insel.

Warum das Resort für Deutsche ideal ist

Wir Deutschen mögen Struktur. Wir mögen es, wenn Dinge funktionieren. In diesem Hotel ist alles durchgetaktet. Die Abläufe beim Check-in sind schnell. Das Personal spricht oft mehrere Sprachen, oft auch Deutsch oder zumindest exzellentes Englisch. Die Qualität der Infrastruktur ist hoch. Es gibt keine bösen Überraschungen bei der Abrechnung.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Malta ist teurer geworden. Das merkt man in den Restaurants in Valletta oder Sliema deutlich. Ein Urlaub in diesem Resort ist eine Kalkulationssicherheit. Du weißt vorher genau, was dich der Spaß kostet. Wenn man bedenkt, dass Flug, Transfer, Unterkunft und Verpflegung inklusive sind, ist der Preis oft unschlagbar. Vor allem für Familien rechnet sich das schnell. Wer außerhalb isst, zahlt für eine Pizza und zwei Getränke auf Malta mittlerweile locker 25 bis 30 Euro pro Person.

Die beste Reisezeit

Ich empfehle den Mai oder den September. Im Juli und August ist es extrem heiß. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Malta hat kaum Schatten. Im Mai blüht die Insel noch. Das ist selten, da Malta im Sommer eher braun und trocken wirkt. Wer baden will, sollte bis Juni warten. Das Meer braucht Zeit, um warm zu werden. Im September hingegen ist das Wasser herrlich warm, und die größten Touristenströme sind bereits wieder weg.

Häufige Fehler bei der Buchung

Ein großer Fehler ist es, kein Zimmer mit Balkon zu nehmen. Es gibt ein paar günstigere Kategorien, aber der Außenbereich am Zimmer ist wichtig, um nasse Badesachen zu trocknen. Ein weiterer Fehler: Nur im Hotel zu bleiben. Malta hat so viel Geschichte. Die Tempel von Hagar Qim oder die alte Hauptstadt Mdina sind Weltklasse. Das Hotel bietet zwar alles, aber die Insel ist zu schade, um nur am Pool zu liegen.

Transportmittel vor Ort

Miete dir kein Auto, wenn du nicht absolut sicher beim Linksverkehr bist. Die Malteser fahren... sagen wir mal: mutig. Das Bussystem ist mittlerweile wirklich gut. Du kaufst dir eine Tallinja Card und kannst für wenig Geld die ganze Insel erkunden. Die Busse sind klimatisiert. Das ist im Sommer der wichtigste Luxus überhaupt. Mehr Infos zu den Fahrplänen findest du auf der offiziellen Seite von Public Transport Malta.

Kleiderordnung

In den Restaurants ist der Dresscode locker, aber bitte nicht in Badehose zum Abendessen erscheinen. „Smart Casual“ ist das Stichwort. Eine lange Hose für die Herren wird in den Themenrestaurants gern gesehen. Es hebt einfach das Niveau des Abends, wenn nicht alle im Muskelshirt herumsitzen.

Ein ehrliches Fazit zur Anlage

Das Hotel DB Seabank Resort Spa ist eine Maschine. Es ist darauf ausgelegt, Tausende von Gästen glücklich zu machen. Das gelingt erstaunlich gut. Wer ein kleines, individuelles Boutique-Hotel sucht, wird hier enttäuscht sein. Wer aber Sicherheit, Vielfalt und eine Top-Lage am Strand sucht, wird es lieben. Es ist die perfekte Basis für einen Malta-Urlaub, der Erholung mit Entdeckung verbindet.

Man darf nicht vergessen, dass die Insel insgesamt sehr dicht besiedelt ist. Freiraum ist ein Luxusgut. In Mellieha bekommt man davon noch am meisten ab. Die Kombination aus dem Strand direkt vor der Nase und der Nähe zur Fähre nach Gozo macht die Lage strategisch perfekt. Wer Gozo nicht besucht hat, hat Malta nicht gesehen. Die Nachbarinsel ist grüner, ländlicher und noch ein Stück entspannter.

  1. Prüfe deine Reisedaten und buche frühzeitig, besonders für die Ferienmonate.
  2. Reserviere deine Themenrestaurants direkt am ersten Tag nach der Ankunft für den gesamten Aufenthalt.
  3. Packe einen Typ-G-Adapter und ausreichend Sonnenschutz ein – die Sonne auf Malta ist tückisch.
  4. Besorge dir eine Tallinja Card für den Bus direkt am Flughafen oder im Kiosk in Mellieha.
  5. Plane einen Tagestrip nach Gozo ein und nimm die Fähre von Cirkewwa, die nur 10 Minuten mit dem Bus entfernt ist.
  6. Besuche das Popeye Village, das direkt in der nächsten Bucht liegt – ein Spaß für Kinder und ein tolles Fotomotiv für Erwachsene.

Letztlich ist es die Mischung aus Professionalität und maltesischer Gastfreundschaft, die den Unterschied macht. Die Mitarbeiter arbeiten hart, oft bei sehr hohen Temperaturen, und behalten meistens ihr Lächeln. Das sorgt für eine Grundstimmung, in der man sich sofort willkommen fühlt. Wer Malta von seiner unkomplizierten Seite erleben will, ist hier genau richtig. Man muss sich einfach darauf einlassen, dass man Teil eines großen Ferienbetriebs ist. Wenn man das akzeptiert, wird der Urlaub dort zu einer der entspanntesten Erfahrungen, die man im Mittelmeerraum machen kann. Weitere nützliche Reisetipps findest du auf dem offiziellen Portal von Visit Malta, wo auch aktuelle Veranstaltungen gelistet sind. Man sollte immer mal schauen, ob gerade ein lokales „Festa“ in einem der Dörfer stattfindet. Das Feuerwerk dort ist weltberühmt.

SB

Stefan Braun

Stefan Braun hat für verschiedene Online-Redaktionen gearbeitet und steht für Qualitätsjournalismus mit Substanz.