hotel tenerife playa puerto de la cruz teneriffa

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Wer im Norden von Teneriffa aus dem Flugzeug steigt, merkt sofort: Das hier ist nicht der trockene, staubige Süden. Die Luft riecht nach Salz und feuchter Erde. Puerto de la Cruz ist das Herzstück dieser grünen Oase, und die Wahl der richtigen Unterkunft entscheidet darüber, ob man nur dort schläft oder die Insel wirklich spürt. Ein Hotel Tenerife Playa Puerto De La Cruz Teneriffa bietet genau diesen direkten Kontakt mit dem Atlantik, den viele Urlauber suchen. Ich habe die Stadt oft genug durchwandert, um zu wissen, dass die Lage am Ende den Unterschied zwischen einem netten Urlaub und einer lebenslangen Erinnerung macht. Man will morgens nicht erst ins Auto steigen, um das Meer zu sehen. Man will es hören, sobald man die Balkontür aufschiebt. Puerto de la Cruz hat diesen speziellen Charme bewahrt, den die Betonwüsten im Süden längst verloren haben. Hier mischt sich das Leben der Einheimischen mit dem der Touristen, und genau das macht den Reiz aus.

Die Magie der Lage an der Promenade

Die Plaza del Charco und die Promenade San Telmo sind das soziale Nervenzentrum der Stadt. Wenn du dich für ein Hotel direkt an der Küstenlinie entscheidest, bist du mitten im Geschehen. Das Wasser knallt hier mit einer Wucht gegen die Felsen, die man im ruhigen Mittelmeer vergeblich sucht. Es ist laut. Es ist wild. Es ist echt. Wer Ruhe wie in einer Bibliothek sucht, ist hier falsch. Wer aber die Energie des Ozeans spüren will, ist goldrichtig.

Das Erlebnis Lago Martiánez

Direkt vor der Haustür vieler Unterkünfte liegt der Lago Martiánez. Das ist kein gewöhnliches Schwimmbad. Der kanarische Künstler César Manrique hat hier ein Meisterwerk aus Vulkangestein und weißem Beton geschaffen. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch. Das Wasser wird direkt aus dem Meer hineingepumpt. Die Gischt spritzt manchmal über die Mauern. Es ist Architektur, die sich der Natur unterordnet und sie gleichzeitig feiert. Ein Ticket kostet nur ein paar Euro, was für die Qualität der Anlage fast geschenkt ist. Man verbringt dort leicht den ganzen Tag, liest ein Buch und beobachtet die Wellen, die draußen gegen die Wellenbrecher hämmern.

Gastronomie abseits der Touristenpfade

Viele Urlauber machen den Fehler, nur im Hotel zu essen. Das ist schade. In den Gassen hinter der Promenade findest du Guachinchen oder kleine Fischrestaurants. Probiere unbedingt die Papas Arrugadas mit Mojo Verde. Die Kartoffeln müssen so schrumpelig sein, dass die Salzkruste in den Falten hängen bleibt. Wenn der Fisch morgens noch im Hafen von Puerto de la Cruz schwamm, schmeckt er am Abend am besten. Die Qualität des Essens ist oft ein direktes Spiegelbild der Authentizität eines Viertels. Je weniger englische Speisekarten draußen hängen, desto besser ist meistens die Küche.

Hotel Tenerife Playa Puerto De La Cruz Teneriffa und der Komfortfaktor

Bei der Suche nach einem Hotel Tenerife Playa Puerto De La Cruz Teneriffa achten Profis auf Details, die im Katalog oft untergehen. Es geht nicht nur um Sterne. Es geht um die Ausrichtung der Zimmer. Ein Zimmer zur Landseite kann in Puerto de la Cruz enttäuschend sein, weil man oft auf Häuserwände oder steile Hänge blickt. Meerblick ist hier kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die Nordküste ist steil. Die Wolken bleiben oft an den Hängen des Teide hängen, was zu einem faszinierenden Lichtspiel führt. Das Wetter wechselt schnell. Mal scheint die Sonne, zehn Minuten später zieht ein Nebelschleier durch die Straßen. Das ist das wahre Teneriffa.

Die Bedeutung der Ausstattung

Klimaanlagen sind im Norden weniger wichtig als im Süden, aber eine gute Heizung für die Wintermonate kann Gold wert sein. Die Nächte im Februar werden kühler, als man denkt. Achte darauf, ob das Hotel renoviert wurde. Viele Gebäude stammen aus den 70er oder 80er Jahren. Das hat Charme, kann aber auch abgenutzte Teppiche bedeuten. Ein moderner Standard in einem historischen Gewand ist die ideale Kombination. WLAN ist mittlerweile Standard, aber in den dicken Betonwänden der älteren Hotels bricht die Verbindung oft zusammen. Wer arbeiten muss, sollte das vorher prüfen.

Pool oder Meerzugang

Die Küste in Puerto de la Cruz ist felsig. Es gibt keinen kilometerlangen Sandstrand direkt vor der Tür, außer dem Playa Jardín weiter westlich. Deshalb ist ein guter Hotelpool wichtig. Viele Hotels haben ihre Pools auf dem Dach. Der Ausblick von dort oben auf den Teide ist unbezahlbar. Wenn der höchste Berg Spaniens seine Schneekappe zeigt und du im warmen Wasser liegst, weißt du, warum du hier bist. Der Kontrast zwischen dem blauen Wasser und dem weißen Gipfel ist ein Motiv, das man so schnell nicht vergisst.

Wandern und Entdecken im Hinterland

Puerto de la Cruz ist die perfekte Basis für Wanderer. Du bist in 30 Minuten im Orotava-Tal. Das Tal ist bekannt für seine Kastanienwälder und Weinberge. Ich empfehle jedem, mindestens einen Tag im Anaga-Gebirge zu verbringen. Es liegt etwas weiter östlich, ist aber mit dem Mietwagen gut erreichbar. Die Lorbeerwälder dort wirken wie aus einer anderen Welt. Es ist oft neblig und feucht, was die Farne riesig werden lässt. Es erinnert an einen Urwald aus einem Fantasyfilm.

Der Teide Nationalpark

Ein Besuch auf Teneriffa ohne den Teide ist unvollständig. Die Fahrt von Puerto de la Cruz hinauf führt durch mehrere Klimazonen. Erst fährst du durch die Kiefernwälder der Corona Forestal. Dann lichtet sich der Wald, und du stehst in einer Kraterlandschaft, die aussieht wie auf dem Mars. Die Luft wird dünn. Die Sonne brennt stärker. Es gibt offizielle Informationen zur Genehmigung für den Gipfel auf der Seite der Nationalparkverwaltung. Ohne diese Erlaubnis kommst du nicht ganz nach oben, also plane das Wochen im Voraus.

La Orotava und koloniale Architektur

Nur ein paar Kilometer oberhalb von Puerto liegt La Orotava. Die Stadt ist ein Juwel der Kolonialarchitektur. Die berühmten Holzbalkone an den alten Herrenhäusern sind Meisterwerke der Handwerkskunst. Es ist dort deutlich ruhiger als an der Küste. Man kann durch die steilen Gassen schlendern und in kleinen Cafés einen Cortado Condensada trinken. Das ist Espresso mit gezuckerter Kondensmilch – eine lokale Spezialität, die süchtig macht.

Praktische Tipps für den Aufenthalt

Die Anreise erfolgt meist über den Flughafen Süd (TFS). Die Fahrt nach Puerto de la Cruz dauert etwa eine Stunde über die Autobahn. Es gibt auch den Nordflughafen (TFN), der viel näher liegt, aber seltener von internationalen Direktflügen angesteuert wird. Wer die Wahl hat, sollte den Norden wählen. Die Busverbindungen auf der Insel sind überraschend gut. Die grünen Busse von TITSA bringen dich fast überall hin. Es ist günstig und zuverlässig.

  • Kaufe dir eine Ten+ Karte für den Bus, das spart viel Geld gegenüber Einzelfahrscheinen.
  • Trinke Leitungswasser nur, wenn es explizit als Trinkwasser deklariert ist. Meistens kauft man besser 5-Liter-Kanister im Supermarkt.
  • Sonnenschutz ist im Norden genauso wichtig wie im Süden, auch wenn es bewölkt ist. Die UV-Strahlung ist durch die Höhe und die Nähe zum Äquator extrem hoch.

Parkplatznot in Puerto de la Cruz

Ein Mietwagen ist toll, aber Parken in Puerto de la Cruz ist ein Albtraum. Die Straßen sind eng, viele sind Einbahnstraßen. Wenn dein Hotel keinen eigenen Parkplatz anbietet, musst du oft auf dem großen kostenlosen Parkplatz am Hafen (Explanada del Muelle) parken. Dort stehen Einweiser, denen man ein paar Münzen gibt. Es ist sicher, aber man muss ein paar Minuten Fußweg zum Hotel einplanen. Wer das umgehen will, bucht ein Hotel mit Garage, auch wenn das 10 bis 15 Euro am Tag extra kostet. Es spart Nerven.

Einkaufen und Souvenirs

Vergiss die billigen Plastikfiguren in den Läden an der Promenade. Geh lieber in die Markthalle (Mercado Municipal). Dort kaufen die Einheimischen ihren Fisch, ihr Fleisch und ihr Gemüse. Es gibt dort auch fantastischen Honig von der Insel und Ziegenkäse aus den Bergen. Ein Glas "Miel de Palma" (Palmhonig) ist ein großartiges Mitbringsel, das wirklich nach den Kanaren schmeckt. Auch die kanarische Zigarre hat eine lange Tradition, falls man so etwas mag.

Warum der Norden besser als der Süden ist

Das ist natürlich eine subjektive Meinung, aber für mich gewinnt der Norden jedes Mal. Der Süden ist für den Massentourismus gebaut worden. Er ist funktional, sonnig, aber oft seelenlos. Der Norden mit Puerto de la Cruz hat eine Geschichte. Hier begann der Tourismus auf Teneriffa schon im 19. Jahrhundert. Prominente wie Agatha Christie haben hier Zeit verbracht, um sich zu erholen. Man spürt diese Tradition in den alten Hotels und den gepflegten Parks wie dem Botanischen Garten. Ein Hotel Tenerife Playa Puerto De La Cruz Teneriffa zu wählen bedeutet, sich für Kultur und Natur zu entscheiden, statt nur für einen Liegestuhl am Pool.

Der Botanische Garten

Der Jardín de Aclimatación de la Orotava, wie er offiziell heißt, ist ein Muss. Er wurde 1788 gegründet, um Pflanzen aus der neuen Welt an das spanische Klima zu gewöhnen. Heute ist er ein Dschungel mitten in der Stadt. Die riesigen Würgefeigen sind beeindruckend. Es ist ein Ort der Stille. Man hört nur das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Blätter. Ein idealer Rückzugsort, wenn es an der Promenade mal zu trubelig wird.

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Playa Jardín

Dieser Strand wurde ebenfalls von César Manrique gestaltet. Der schwarze Vulkansand ist gewöhnungsbedürftig, wenn man nur weißen Sand kennt, aber er glitzert wunderschön in der Sonne. Die Bepflanzung rund um den Strand ist üppig. Es gibt Wasserfälle und kleine Steinmauern, die Windschutz bieten. Das Schwimmen hier ist wegen der starken Unterströmung nicht immer ganz ungefährlich. Man sollte unbedingt auf die Flaggen achten. Rot bedeutet hier wirklich Lebensgefahr. Die Rettungsschwimmer verstehen da keinen Spaß.

Das Klima und die beste Reisezeit

Teneriffa wird oft als Insel des ewigen Frühlings bezeichnet. Das stimmt im Grunde, aber der Norden ist feuchter. Das sorgt für die prächtige Vegetation, bedeutet aber auch, dass es im Winter mal einen Tag regnen kann. Die Temperaturen liegen meist zwischen 18 und 25 Grad. Das ist perfekt für Aktivitäten. Wer nur in der Sonne braten will, ist im Süden besser aufgehoben. Wer aktiv sein will, wird den Norden lieben. Die beste Reisezeit ist eigentlich immer, aber der Mai und der September sind besonders angenehm, weil es weder zu heiß noch zu voll ist.

Karneval im Norden

Wenn du die Chance hast, im Februar oder März dort zu sein, erlebe den Karneval. Er ist nach Rio de Janeiro einer der größten der Welt. In Puerto de la Cruz gibt es den berühmten "Mascarita Ponte Tacón" Lauf. Männer rennen in High Heels über Kopfsteinpflaster-Hindernisse. Es ist absolut verrückt und laut. Die ganze Stadt ist eine einzige Party. Man muss das einmal gesehen haben, um die Lebensfreude der Tinerfeños zu verstehen. Es ist laut, bunt und völlig chaotisch – im besten Sinne.

Nachhaltiger Tourismus

Ein wichtiges Thema auf den Inseln ist der Wasserverbrauch. Teneriffa hat keine Flüsse. Das Wasser kommt aus unterirdischen Galerien oder Entsalzungsanlagen. Geh sparsam damit um. Viele Hotels haben mittlerweile Programme zur Reduzierung von Plastikmüll. Unterstütze das, indem du lokale Produkte kaufst und auf unnötige Verpackungen verzichtest. Die Insel ist ein empfindliches Ökosystem, das wir erhalten müssen. Informationen zum Schutz der Meere rund um die Kanaren findest du beim WWF, die dort oft Projekte betreuen.

Deine nächsten Schritte für die Reiseplanung

Damit dein Urlaub ein Erfolg wird, solltest du jetzt konkret werden. Träume nicht nur von der Insel, sondern setze diese Schritte um:

  1. Prüfe die Flugpreise für beide Flughäfen (Süd und Nord). Oft ist ein Flug in den Süden trotz des längeren Transfers deutlich günstiger.
  2. Buche dein Zimmer mit Meerblick. Die zusätzliche Investition zahlt sich jeden Morgen aus, wenn du den Ozean siehst.
  3. Reserviere einen Mietwagen mit Abholung am Flughafen. Achte darauf, dass eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung enthalten ist. Die Straßen sind eng und kleine Kratzer passieren schnell.
  4. Beantrage die Genehmigung für den Teide-Gipfel sofort, falls du wandern willst. Die Plätze sind oft Monate im Voraus ausgebucht.
  5. Packe eine leichte Regenjacke ein. Auch im Paradies gibt es mal einen Schauer, besonders wenn du in die Berge fährst.
  6. Lerne ein paar Brocken Spanisch. Ein "Hola" und "Gracias" öffnen Türen und Herzen, selbst wenn der Rest auf Englisch oder mit Händen und Füßen abläuft.

Puerto de la Cruz wartet auf dich. Es ist kein Ort für Menschen, die totale Sterilität suchen. Es ist ein Ort für Entdecker, Genießer und Leute, die das echte Leben schätzen. Wenn du erst einmal an der Mole sitzt und die Fischer beobachtest, während die Sonne langsam hinter den Klippen von Los Gigantes untergeht, wirst du verstehen, was ich meine. Die Insel lässt einen nicht mehr los, wenn man sich einmal auf ihren Rhythmus eingelassen hat.

SB

Stefan Braun

Stefan Braun hat für verschiedene Online-Redaktionen gearbeitet und steht für Qualitätsjournalismus mit Substanz.