ipad pro 5 generation 12 9

ipad pro 5 generation 12 9

Wer glaubt, dass ein Tablet nur zum Streamen von Serien auf der Couch taugt, hat dieses Gerät noch nicht bei der Arbeit erlebt. Es gibt diesen einen Moment, wenn man zum ersten Mal ein HDR-Video auf dem Liquid Retina XDR Display startet und die Helligkeit einen fast blendet. In diesem Augenblick wird klar, dass Apple hier eine Grenze überschritten hat. Das IPad Pro 5 Generation 12 9 markierte den Punkt, an dem die Hardware der Software meilenweit davonlief. Ich habe Stunden damit verbracht, 4K-Material in LumaFusion zu schneiden, und ehrlich gesagt, mein damaliges MacBook Pro kam dabei deutlich schneller ins Schwitzen. Die schiere Kraft des M1-Chips in einem Gehäuse, das kaum dicker als ein Bleistift ist, wirkt auch Jahre nach dem Release noch fast wie Zauberei.

Viele Nutzer fragen sich, ob sich der Kauf dieses Modells im Vergleich zu den neueren Iterationen mit M2 oder M4 Chips überhaupt noch lohnt. Die Antwort ist ein klares Ja, vor allem wenn man auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schielt. Die Suchintention hinter diesem Gerät ist meist technischer Natur: Profis suchen ein Werkzeug für Bildbearbeitung, Grafikdesign oder Videoschnitt, das mobil ist, aber keine Kompromisse bei der Farbtreue macht. Genau das liefert diese Hardware. Das Mini-LED-Display war damals eine Revolution und ist heute immer noch besser als fast alles, was die Konkurrenz im Tablet-Sektor aufbietet.

Technik die den Unterschied macht beim IPad Pro 5 Generation 12 9

Man muss über die über 10.000 Mini-LEDs sprechen, die in dieser Rechenmaschine verbaut sind. Apple hat es geschafft, 2.500 lokale Dimmzonen zu integrieren. Was bedeutet das im Alltag? Wenn du ein Foto bearbeitest, das tiefe Schatten und helle Lichter hat, siehst du Details, die auf einem normalen LCD-Panel einfach absaufen oder überstrahlen. Das Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 ist kein Marketing-Gequatsche. Es ist Realität. Ich habe oft nachts im Dunkeln gearbeitet und das Schwarz ist wirklich Schwarz, fast wie bei einem OLED, aber mit einer Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits, die OLED oft nicht erreicht.

Der Prozessor als Herzstück

Der M1-Chip war der erste Schritt weg von der iPhone-Architektur hin zur echten Computer-Power im Tablet. Mit acht CPU-Kernen und acht GPU-Kernen wischt dieses Kraftpaket mit den meisten Laptops den Boden auf. Besonders beeindruckend ist die Speicherbandbreite. Apps öffnen sich nicht nur schnell, sie sind einfach da. Wer mit großen Dateien in Adobe Lightroom arbeitet, merkt den Unterschied sofort. Es gibt kein Ruckeln beim Verschieben von Reglern. Die 8 GB oder sogar 16 GB Arbeitsspeicher sorgen dafür, dass das System auch bei dutzenden offenen Tabs in Safari nicht in die Knie geht.

Konnektivität ohne Bremsen

Ein oft unterschätztes Detail ist der Thunderbolt-Anschluss. Über den USB-C-Port lassen sich externe SSDs oder sogar 6K-Monitore anschließen. Das macht das System zu einer echten Workstation. Ich habe mein Gerät oft an ein Studio Display angeschlossen, um Layouts in voller Größe zu prüfen. Die Übertragungsraten von bis zu 40 Gbit/s sind ein Segen, wenn man hunderte Gigabyte an Videomaterial von einer Kamera übertragen muss. Das spart Lebenszeit.

Die Ergonomie im harten Arbeitseinsatz

Ein 12,9 Zoll Display klingt erst einmal unhandlich. Wer es aber einmal für Multitasking genutzt hat, will nie wieder zurück zu kleineren Formaten. Mit Stage Manager kann man Fenster überlappen und so fast wie am Desktop arbeiten. Das Gewicht ist dabei ein Faktor. Mit knapp 680 Gramm ist das Gehäuse kein Leichtgewicht. Zusammen mit dem Magic Keyboard wiegt das Paket so viel wie ein MacBook Air. Das muss man wissen. Wer nur im Bus ein E-Book lesen will, wird mit dieser Größe nicht glücklich. Wer aber digitale Kunst erschafft, braucht jeden Millimeter Platz für den Apple Pencil.

Zeichnen und Designen

Der Apple Pencil der zweiten Generation ist für mich das wichtigste Zubehör. Die Latenz ist so gering, dass man vergisst, auf Glas zu schreiben. In Procreate fühlt sich das Malen organisch an. Ein wichtiger Punkt für Profis: Die Farbtreue. Apple kalibriert jedes Display individuell ab Werk. Das ist wichtig für Fotografen, die sicherstellen müssen, dass der Druck später so aussieht wie auf dem Bildschirm. Die offizielle Apple Support Seite gibt detaillierte Einblicke in die Spezifikationen der Liquid Retina Displays.

Sound und Mikrofone

Vier Lautsprecher sorgen für einen Klang, der räumlich wirkt. Manchmal vergesse ich, dass der Ton aus einem flachen Brett kommt. Für Videocalls sind die fünf Mikrofone in Studioqualität hervorragend. Die Kamera auf der Vorderseite verfügt über den Folgemodus. Wenn ich mich während eines Meetings bewege, schwenkt die Kamera digital mit. Das wirkt professionell und spart das ständige Zurechtrücken des Geräts. Die 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera macht dabei einen ordentlichen Job, auch wenn man für echte Fotografie natürlich eher zum iPhone oder einer dedizierten Kamera greift.

Akkulaufzeit und Energieeffizienz in der Praxis

Apple verspricht zehn Stunden Surfen im Web über WLAN. In der Realität hängt das extrem von der Displayhelligkeit ab. Wenn man HDR-Inhalte bearbeitet und die Helligkeit voll aufdreht, sinkt die Laufzeit rapide. Ich komme bei normaler Office-Arbeit locker durch den Tag. Sobald aber Rendering-Aufgaben dazu kommen, sollte man das 20-Watt-Netzteil griffbereit haben. Ein Tipp aus der Praxis: Wer die Batterielebensdauer maximieren will, sollte die Helligkeit auf 50 % lassen, was in Innenräumen völlig ausreicht.

Ladegeschwindigkeit und Zubehör

Das mitgelieferte Kabel ist solide, aber ich empfehle ein längeres Thunderbolt-Kabel für den Schreibtisch. Das Laden dauert von Null auf Hundert etwa zweieinhalb Stunden. Das ist okay, könnte aber schneller sein. Wenn man das Magic Keyboard nutzt, kann man den Akku über den Port an der Tastatur laden. Das hält den Thunderbolt-Anschluss am Gerät frei für Festplatten. Das ist ein cleveres Design, das den Workflow enorm erleichtert.

Mobiles Internet mit 5G

Wer viel unterwegs ist, sollte über die Cellular-Version nachdenken. 5G auf diesem großen Schirm ist ein Genuss. Man ist nicht auf unsichere Hotel-WLANs angewiesen. Die Verbindung ist stabil und schnell. Ich habe im Zug oft über einen VPN-Tunnel auf Firmenserver zugegriffen und das IPad Pro 5 Generation 12 9 hat mich nie im Stich gelassen. Die eSIM-Funktion macht es zudem kinderleicht, im Ausland kurzfristig Datentarife zu buchen, ohne physische SIM-Karten jonglieren zu müssen.

Software-Einschränkungen und das iPadOS-Dilemma

Man muss ehrlich sein: Die Hardware könnte so viel mehr, als die Software erlaubt. iPadOS ist im Kern immer noch ein mobiles Betriebssystem. Ein Dateimanagement wie unter macOS sucht man vergeblich. Dateien hin- und herzuschieben kann manchmal frustrierend sein. Apple hat zwar mit dem Stage Manager nachgebessert, aber ein echtes Fenstermanagement ist das noch nicht. Man muss sich auf den Workflow einlassen. Wer versucht, das Tablet exakt wie einen Windows-PC zu bedienen, wird scheitern. Man muss umdenken.

Produktivitätstools

Apps wie Microsoft Office oder die Adobe Suite sind mittlerweile sehr mächtig. Excel auf 12,9 Zoll ist absolut machbar. Die Pivot-Tabellen sind zwar nicht so komfortabel wie am Desktop, aber für Korrekturen unterwegs reicht es allemal. Besonders hervorzuheben ist Sidecar. Damit wird das Tablet zum Zweitmonitor für den Mac. Das ist mein liebstes Feature auf Reisen. Ein kleiner Laptop-Bildschirm wird so plötzlich zur Dual-Monitor-Lösung. Informationen dazu findet man auch bei Heise Online, die oft hilfreiche Tutorials zu diesen Funktionen bieten.

Gaming auf dem Tablet

Dank des M1-Chips ist dieses Gerät eine ernstzunehmende Gaming-Konsole. Titel wie Genshin Impact laufen mit maximalen Details und hohen Bildraten. Schließt man einen Xbox- oder PlayStation-Controller per Bluetooth an, vergisst man schnell, dass man auf einem Tablet spielt. Das ProMotion-Display mit 120 Hz macht die Bewegungen extrem flüssig. Das ist nicht nur beim Spielen toll, sondern auch beim einfachen Scrollen durch Webseiten. Alles wirkt sofortiger, direkter.

Vergleich mit den Nachfolgemodellen

Brauchst du wirklich den M2 oder M4? Für 90 % der Anwender lautet die Antwort: Nein. Der M1 ist so potent, dass er heute noch kaum an seine Grenzen stößt. Die Unterschiede liegen oft in Details wie der Schwebefunktion des Apple Pencils oder minimal schnelleren WLAN-Standards. Wer sparen will, greift zum Modell der 5. Generation. Gebraucht oder als Restposten ist das Gerät ein absoluter Geheimtipp. Man bekommt die fast identische Display-Technologie für deutlich weniger Geld.

Wer sollte zugreifen

Fotografen, Illustratoren und Videoproduzenten sind die Zielgruppe. Auch Studenten, die viel mit PDFs arbeiten und handschriftliche Notizen machen, profitieren von der Größe. Ein DIN-A4-Blatt wird fast in Originalgröße dargestellt. Das ist beim Lernen ein riesiger Vorteil gegenüber dem kleineren 11-Zoll-Modell. Man muss nicht ständig zoomen. Man sieht das ganze Bild.

Wer sollte es lassen

Wenn du nur Netflix schaust und E-Mails schreibst, ist dieses Gerät Overkill. Das Gewicht und der Preis rechtfertigen den Nutzen für Gelegenheitsanwender nicht. Da reicht ein normales iPad oder ein iPad Air vollkommen aus. Man kauft hier einen Sportwagen für die Stadt – das macht zwar Spaß, ist aber eigentlich unnötig.

Die Langlebigkeit der Hardware

Apple ist bekannt für langen Softwaresupport. Dieses Modell wird wahrscheinlich noch viele Jahre mit Updates versorgt. Die Hardware ist so zukunftssicher gebaut, dass man sich keine Sorgen machen muss, in zwei Jahren zum alten Eisen zu gehören. Die Verarbeitungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Das Aluminiumgehäuse wirkt edel und stabil, auch wenn ich immer eine Hülle empfehlen würde. Ein Sturz auf Fliesen verzeiht das große Display nur selten.

Wiederverkaufswert

Ein wichtiger Aspekt beim Kauf von Apple-Produkten ist die Wertstabilität. Wenn man das Gerät pfleglich behandelt, bekommt man auch nach drei oder vier Jahren noch einen ordentlichen Preis auf Portalen wie Rebuy oder eBay. Das senkt die effektiven Kosten über die Nutzungsdauer enorm. Man investiert einmal viel Geld, bekommt aber am Ende einen Teil wieder zurück.

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Nachhaltigkeit

Das Gehäuse besteht aus 100 % recyceltem Aluminium. Auch bei den Seltenen Erden im Inneren setzt Apple verstärkt auf Recycling. Das ist ein Punkt, der für viele Käufer immer wichtiger wird. Wer mehr über die Umweltziele erfahren möchte, kann sich auf der Umwelt-Seite von Apple informieren. Es ist gut zu wissen, dass High-End-Technik nicht zwangsläufig eine Katastrophe für die Ökobilanz sein muss.

Tipps für den optimalen Workflow

Um das Beste aus der Maschine herauszuholen, solltest du Tastaturkürzel lernen. Viele wissen nicht, dass man mit Command + Tab wie am PC zwischen Apps wechseln kann. Nutze die Kurzbefehle-App, um repetitive Aufgaben zu automatisieren. Ich habe mir zum Beispiel einen Befehl gebaut, der Fotos automatisch verkleinert und in einen bestimmten Cloud-Ordner schiebt. Das spart Klicks und Zeit.

Speicherplatz wählen

Nimm nicht die kleinste Version, wenn du Videos schneidest. 128 GB sind schneller voll, als du "ProRes" sagen kannst. 256 GB oder 512 GB sind der Sweetspot. Wer es sich leisten kann, greift zu 1 TB oder mehr, da man dort auch den doppelten Arbeitsspeicher von 16 GB erhält. Das ist für extrem aufwendige Projekte in Apps wie DaVinci Resolve ein spürbarer Bonus.

Zubehör-Alternativen

Es muss nicht immer das teure Magic Keyboard von Apple sein. Logitech bietet mit dem Combo Touch eine hervorragende Alternative, die das Tablet schützt und eine abnehmbare Tastatur hat. Das Schreibgefühl ist dort sogar fast noch einen Tick besser, da der Tastenhub etwas größer ist. Auch beim Stift gibt es günstigere Varianten, allerdings verliert man dann oft die Drucksensitivität, was für Zeichner ein K.-o.-Kriterium ist.

Praktische Schritte für den Start

Wenn du dich für das Gerät entschieden hast, solltest du folgende Schritte gehen, um direkt produktiv zu sein:

  1. Besorge dir eine Schutzfolie, die sich wie Papier anfühlt (Paperlike), falls du viel mit dem Stift arbeitest. Das Schreibgefühl auf Glas ist sonst sehr rutschig.
  2. Richte den Stage Manager in den Einstellungen ein. Das macht das Arbeiten mit mehreren Fenstern deutlich effizienter.
  3. Investiere in eine hochwertige Cloud-Lösung oder eine schnelle externe SSD. Der Dateiaustausch ist der Flaschenhals, den du frühzeitig angehen musst.
  4. Prüfe deine meistgenutzten Apps auf Tablet-Optimierung. Nicht jede App nutzt das große Display sinnvoll aus.
  5. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung für deine Apple-ID. Bei einem so teuren Arbeitsgerät ist Sicherheit das A und O.

Ehrlich gesagt ist die Entscheidung für dieses Tablet eine Entscheidung für ein neues Arbeiten. Es ist kein Laptop-Ersatz im klassischen Sinne, sondern eine Ergänzung oder eine Alternative für kreative Köpfe. Wer bereit ist, sich auf die Touch-Bedienung und die speziellen Eigenheiten von iPadOS einzulassen, bekommt ein Stück Hardware, das auch heute noch Seinesgleichen sucht. Die Kombination aus M1-Power und dem Mini-LED-Schirm ist eine Wucht, die man im Alltag nicht mehr missen möchte. Man muss nur wissen, wofür man diese Kraft einsetzt.

LZ

Lisa Zimmermann

Zwischen Tagesaktualität und Hintergrundanalyse bringt Lisa Zimmermann Struktur in komplexe Themenlagen.