was kostet datev unternehmen online

was kostet datev unternehmen online

Die Datev eG in Nürnberg berechnet für die Nutzung ihrer Cloud-Anwendung eine monatliche Grundgebühr von elf Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Diese Information ist zentral für die Kalkulation mittelständischer Betriebe, die klären möchten, Was Kostet Datev Unternehmen Online im operativen Alltag. Der Betrag deckt die Bereitstellung der Softwareoberfläche ab, über die Firmen ihre Belege digital mit der Steuerkanzlei austauschen und Bankkonten verknüpfen.

Zusätzliche Aufwendungen entstehen durch die Speicherung von Dokumenten im Rechenzentrum der Genossenschaft. Laut der offiziellen Preisliste des Softwarehauses fallen für das Archivierungspaket mit einer Kapazität von bis zu 500 Belegen keine weiteren Kosten über die Grundgebühr hinaus an. Sobald dieses Volumen überschritten wird, greifen gestaffelte Preise, die sich nach der Menge der hochgeladenen Dokumente richten.

Gebührenstruktur Und Was Kostet Datev Unternehmen Online Im Detail

Die Preisgestaltung unterteilt sich in fixe und variable Komponenten. Während die Grundgebühr für die Anwendung stabil bleibt, hängen die Gesamtkosten maßgeblich von der Anzahl der genutzten SmartLogin-Lizenzen ab. Ein Zugang pro Nutzer ist zwingend erforderlich, um die Sicherheitsstandards der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu erfüllen.

Datev verlangt für jeden weiteren SmartLogin-Nutzer einen Betrag von fünf Euro pro Monat. Christian Siegle, Sprecher der Datev-Unternehmenskommunikation, wies in einer technischen Dokumentation darauf hin, dass die Sicherheit der Datenverarbeitung oberste Priorität hat. Diese Identifikationsmedien ermöglichen den geschützten Zugriff auf sensible Finanzdaten über mobile Endgeräte oder Browser.

Kunden müssen zudem die Kosten für die Archivierung im Blick behalten. Das System speichert Belege revisionssicher für den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum von zehn Jahren. Wenn das Basiskontingent von 500 Belegen erschöpft ist, berechnet die Datev für jedes weitere Paket von 500 Belegen einen Euro pro Monat.

Integration In Bestehende Kanzleistrukturen

Die Einführung der Cloud-Lösung erfolgt in der Regel in enger Abstimmung mit dem steuerlichen Berater. Viele Steuerberater berechnen für die Einrichtung des Mandantenbestands und die initiale Einweisung der Mitarbeiter separate Honorare. Diese Dienstleistungen unterliegen der freien Vereinbarung zwischen Kanzlei und Unternehmen.

Einige Kanzleien bündeln die Softwaregebühren direkt in ihren monatlichen Buchführungspauschalen. Das bedeutet, dass die Rechnung der Datev oft nicht direkt beim Unternehmer ankommt, sondern über die Kanzleirechnung weitergereicht wird. Diese Intransparenz führt in der Praxis häufig zu Rückfragen in Bezug auf die Frage, Was Kostet Datev Unternehmen Online eigentlich im Kern ohne Beratungsanteil.

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Die technische Anbindung an das Bankwesen erfolgt über die Schnittstelle FinTS oder das EBICS-Verfahren. Während FinTS oft kostenfrei in der Grundgebühr enthalten ist, können Banken für die Bereitstellung von EBICS-Zugängen eigene Entgelte erheben. Diese externen Bankgebühren sind nicht Teil der Softwarekosten der Genossenschaft aus Nürnberg.

Technische Anforderungen Und Hardwarekosten

Neben den monatlichen Softwaregebühren müssen Betriebe in die notwendige Hardware investieren. Ein leistungsfähiger Dokumentenscanner ist für die Digitalisierung von Papierbelegen erforderlich. Hochwertige Modelle für den professionellen Einsatz kosten laut Marktanalysen zwischen 400 und 800 Euro in der Anschaffung.

Die Software setzt zudem aktuelle Betriebssysteme und Webbrowser voraus. Für Mitarbeiter, die Belege per Smartphone-App erfassen, entstehen keine zusätzlichen Lizenzkosten für die App selbst. Die App Datev Upload Mobil steht in den gängigen Stores kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Allerdings belastet die Datenübertragung das mobile Datenvolumen des Nutzers. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass die genutzten Mobilfunktarife über ausreichende Kapazitäten verfügen. In der Kostenrechnung tauchen diese Positionen oft als allgemeine IT-Infrastrukturkosten auf, obwohl sie direkt mit der Nutzung der Cloud-Anwendung zusammenhängen.

Kritik An Der Preisgestaltung Und Marktalternativen

Marktbegleiter wie Lexoffice oder Sevdesk werben häufig mit Pauschalpreisen, die alle Funktionen inklusive Support abdecken. Kritiker werfen der Datev vor, dass ihre Preisliste durch die vielen Einzelpositionen für Laien schwer zu durchschauen sei. Besonders die Kosten für die Archivierung bei wachsendem Belegaufkommen werden als potenzielle Kostenfalle genannt.

Verbraucherschützer und IT-Berater merken an, dass der Wechsel des Anbieters mit hohen Migrationskosten verbunden sein kann. Die Datenhoheit liegt zwar beim Kunden, doch der Export der Daten in ein anderes System ist technisch anspruchsvoll. Diese Form der Anbieterbindung wird in Fachkreisen oft als Lock-in-Effekt bezeichnet.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Preissteigerungen der letzten Jahre. Die Datev passte ihre Gebühren zum 1. Januar 2024 moderat an, was bei vielen Mitgliedern zu Unmut führte. Die Genossenschaft begründete diesen Schritt mit massiven Investitionen in die IT-Sicherheit und die Weiterentwicklung der Cloud-Infrastruktur.

Datensicherheit Im Rechenzentrum In Nürnberg

Ein wesentlicher Teil der Gebühren fließt in den Betrieb der Hochleistungsserver am Standort Nürnberg. Das Rechenzentrum ist nach der internationalen Norm ISO 27001 zertifiziert. Diese Zertifizierung belegt, dass die Datev höchste Standards bei der Informationssicherheit einhält.

Die Speicherung der Daten erfolgt ausschließlich in Deutschland. Dies ist für viele Unternehmen ein ausschlaggebendes Argument, um die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung sicherzustellen. Die Kosten für diese Rechtssicherheit sind in der monatlichen Grundgebühr bereits kalkuliert.

Ein Verlust von Daten durch Hardwaredefekte wird durch redundante Speichersysteme nahezu ausgeschlossen. Das Unternehmen garantiert eine Verfügbarkeit der Systeme von über 99 Prozent im Jahresmittel. Ausfallzeiten für Wartungsarbeiten kündigt der Anbieter in der Regel frühzeitig in seinem Hilfe-Center an.

Zukunft Der Digitalen Belegverarbeitung

Die Entwicklung zeigt einen klaren Trend hin zur Automatisierung durch künstliche Intelligenz. Die Datev integriert zunehmend Funktionen zur automatischen Erkennung von Rechnungsinhalten. Diese Technik soll den manuellen Erfassungsaufwand in den Betrieben weiter reduzieren.

Ob diese neuen Funktionen zukünftig zu Preisanpassungen führen werden, ist derzeit Gegenstand von Spekulationen in der Branche. Offizielle Statements zu einer neuen Preisrunde für das kommende Geschäftsjahr liegen aktuell nicht vor. Nutzer sollten die Kommunikation der Genossenschaft auf der offiziellen Unternehmensseite aufmerksam verfolgen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Konkurrenz durch FinTech-Startups die Preispolitik des Traditionsunternehmens beeinflussen wird. Der Druck auf etablierte Anbieter wächst, da neue Marktteilnehmer mit aggressiven Preismodellen um kleine und mittlere Unternehmen werben. Die Datev wird sich in diesem Umfeld beweisen müssen, indem sie den Mehrwert ihrer tiefen Integration in die Steuerberatungswelt verdeutlicht.

MN

Markus Neumann

Mit Erfahrung in Newsrooms und Content-Teams erstellt Markus Neumann verständliche, gut recherchierte Beiträge.