Es gibt Sets, die man einmal aufbaut und nach einer Woche im Regal vergisst. Und dann gibt es das Schiff der Ninjas. Wer dieses Modell zum ersten Mal vor sich sieht, merkt sofort, dass hier die Designer bei Lego völlig freie Hand hatten. Das Lego 70618 The Lego Ninjago Movie Destiny's Bounty ist kein einfaches Spielzeug, sondern ein massives Ausstellungsstück, das die Grenzen zwischen Kinderspiel und Modellbau aufweicht. Als das Set 2017 zum Kinostart des Ninjago-Films erschien, waren viele skeptisch, ob ein Schiff für diesen Preis wirklich nötig ist. Doch die Details an Bord der schwimmenden Basis von Meister Wu haben selbst die härtesten Kritiker überzeugt. Wenn du nach einem Set suchst, das sowohl durch seine Größe als auch durch seine Bautechniken besticht, führt an diesem Klassiker kein Weg vorbei.
Das Herzstück jeder Sammlung ist Lego 70618 The Lego Ninjago Movie Destiny's Bounty
Das Design bricht mit fast allen Traditionen, die man von früheren Versionen des Ninja-Schiffs kannte. Statt der üblichen rot-goldenen Farbgebung setzt dieses Modell auf eine extrem detaillierte Holzoptik mit braunen und sandfarbenen Elementen. Man merkt sofort, dass die Inspiration hier stark aus der klassischen asiatischen Architektur kommt. Das Deck ist nicht einfach eine flache Platte. Es ist vollgestopft mit kleinen Details, die das Leben auf See simulieren. Es gibt Pflanzkübel mit kleinen Bonsai-Bäumen, Angelruten am Heck und sogar eine kleine Toilette unter Deck. Das ist genau die Art von Humor, die man von den Designern erwartet. Für eine weitere Perspektive, lesen Sie: diesen verwandten Artikel.
Die Konstruktion des Rumpfes
Der Bau beginnt mit einer soliden Technic-Basis. Das ist bei dieser Größe auch nötig. Mit über 55 Zentimetern Länge braucht das Modell eine enorme Stabilität. Wer denkt, dass man hier nur große Formteile zusammensteckt, irrt sich gewaltig. Der Rumpf besteht aus hunderten kleinen Steinen, die in SNOT-Technik (Studs Not On Top) verbaut werden. Das sorgt für eine glatte Oberfläche und organische Kurven, die man bei Lego selten in dieser Perfektion sieht. Die seitlichen Verzierungen nutzen goldene Elemente, die das Licht wunderbar einfangen, ohne dabei kitschig zu wirken.
Die Segel und die Optik
Ein Highlight sind ohne Frage die großen Stoffsegel. Sie sind beidseitig bedruckt und wirken sehr hochwertig. Die Art und Weise, wie sie an den Masten befestigt sind, erlaubt es, das Schiff in verschiedenen Positionen zu präsentieren. Oben auf den Masten thronen die typischen Drachenköpfe. Diese sind hier deutlich größer und detaillierter als bei den Vorgängermodellen. Die Mischung aus traditionellem Segelschiff und fliegender Festung ist perfekt eingefangen. Man sieht dem Modell an, dass es eine Geschichte erzählt. Weitere Informationen in dieser Sache wurden von ELLE Deutschland veröffentlicht.
Warum die Destiny's Bounty technisch alles in den Schatten stellt
Man muss sich die schiere Steineanzahl vor Augen führen. Über 2.200 Teile stecken in dieser Konstruktion. Das ist für ein Set, das ursprünglich für Kinder vermarktet wurde, eine Ansage. In der Praxis bedeutet das Stunden an Bauspaß. Ich habe beim Aufbau gemerkt, wie klug die Platznutzung ist. Es gibt kaum Hohlräume, die nicht genutzt werden. Jeder Zentimeter unter dem Deck beherbergt ein Geheimnis oder ein wichtiges Zubehörteil für die Minifiguren. Wer sich für die offizielle Geschichte hinter den Modellen interessiert, findet auf der Lego Website oft spannende Einblicke in die Entwicklung solcher Großprojekte.
Innenausstattung und Spielbarkeit
Das Dach des Schiffs lässt sich in mehreren Sektionen abnehmen. Das ist der Punkt, an dem das Set wirklich glänzt. Im Inneren befindet sich Wus Dojo. Hier hängen Schriftrollen an den Wänden, es gibt Trainingspuppen und sogar kleine Teekannen. Es wirkt bewohnt. Viele Sets vernachlässigen das Innere, aber hier wurde an alles gedacht. Sogar ein Schlafzimmer für die Ninja ist vorhanden, inklusive kleiner Betten. Das macht den Wiederspielwert enorm hoch. Man kann Szenen aus dem Film nachstellen oder eigene Abenteuer erfinden. Die Struktur ist so stabil, dass man das Schiff problemlos am Rumpf hochheben kann, ohne dass es auseinanderfällt.
Minifiguren als Bonus
In diesem Paket sind alle sechs Ninja enthalten. Das ist selten. Meistens muss man drei oder vier verschiedene Sets kaufen, um das gesamte Team zusammenzubekommen. Hier bekommt man Lloyd, Kai, Jay, Nya, Zane und Cole direkt in ihren speziellen Filmgewändern. Dazu kommt natürlich Meister Wu. Die Drucke auf den Figuren sind extrem fein. Besonders die unterschiedlichen Texturen der Anzüge fallen auf. Die Waffen sind ebenfalls keine Standardteile. Viele davon wurden speziell für diesen Film entworfen oder neu kombiniert. Das wertet das Gesamtpaket massiv auf.
Langfristiger Wert und Sammlerpotenzial
Seitdem das Schiff vom Markt genommen wurde, ist der Preis auf dem Zweitmarkt stabil gestiegen. Das überrascht niemanden, der die Szene beobachtet. Sets mit einer so hohen Detaildichte werden schnell zu Legenden. Es erinnert in seiner Komplexität fast an die Modular Buildings Reihe. Viele Sammler nutzen Lego 70618 The Lego Ninjago Movie Destiny's Bounty als Zentrum ihres Regals, selbst wenn sie sonst keine anderen Ninjago-Sets besitzen. Es funktioniert einfach als eigenständiges Modell eines asiatischen Schiffs.
Pflege und Reinigung
Ein Modell dieser Größe zieht Staub magisch an. Wer es offen stehen lässt, wird nach ein paar Monaten Probleme bekommen. Die vielen kleinen Noppen auf dem Deck sind schwer zu reinigen. Ich empfehle einen weichen Schminkpinsel oder Druckluftspray. Wer den Wert erhalten will, sollte die Segel regelmäßig kontrollieren. Stoff bleicht in direktem Sonnenlicht aus. Ein Platz im Schatten ist daher Pflicht. Wer sein Hobby ernst nimmt, informiert sich auf Seiten wie Promobricks über die besten Methoden zur Werterhaltung und Lagerung von Großmodellen.
Modifikationen durch die Community
Es gibt eine riesige Szene von Fans, die dieses Schiff noch weiter ausbauen. Manche fügen eine Beleuchtung hinzu. Mit kleinen LEDs in den Laternen am Heck sieht das Modell im Dunkeln fantastisch aus. Andere bauen den Rumpf so um, dass er tatsächlich schwimmfähig ist, obwohl Lego ausdrücklich davor warnt. Das Schiff ist von Haus aus nicht für das Wasser gedacht. Es würde sofort sinken und die Aufkleber würden sich lösen. Aber als reines Standmodell ist es fast perfekt.
Vergleich mit anderen Versionen der Bounty
Im Laufe der Jahre gab es viele Varianten dieses Schiffes. Keine kommt jedoch an die Qualität der Movie-Version heran. Die früheren Modelle waren oft sehr bunt und wirkten eher wie Spielzeuge. Die neueren "Legacy"-Versionen sind zwar gut, aber sie sparen an der Steineanzahl. Sie sind kleiner und weniger tief. Wer die Wahl hat, greift immer zum Modell mit der Nummer 70618. Die Proportionen stimmen hier einfach. Das Verhältnis zwischen der Breite des Decks und der Höhe der Masten wirkt realistisch.
Materialqualität und Haptik
Lego hat hier hochwertige Kunststoffe verwendet. Das merkt man besonders bei den goldenen Teilen. Diese neigen bei billigeren Herstellern oft dazu, matt zu werden oder abzublättern. Hier bleibt der Glanz über Jahre erhalten. Die Segel sind aus einem festen Stoff, der nicht so leicht knittert. Wenn man die Segel einmal glatt gestrichen hat, behalten sie ihre Form. Die Klemmkraft der Steine ist, wie gewohnt, exzellent. Selbst nach mehrmaligem Auf- und Abbau wackelt nichts.
Aufbauzeit und Schwierigkeitsgrad
Man sollte kein Anfänger sein, wenn man sich an dieses Projekt wagt. Die Anleitung umfasst hunderte von Seiten. Es gibt Abschnitte, die Konzentration erfordern, besonders wenn es um die Takelage geht. Es ist kein Set, das man in zwei Stunden fertigstellt. Ich habe insgesamt etwa acht Stunden gebraucht, verteilt auf drei Abende. Das ist gut investierte Zeit. Man lernt viel über Bautechniken, die man später für eigene Kreationen (MOCs) nutzen kann. Besonders die Art, wie die Rundungen am Heck gelöst wurden, ist genial.
Tipps für den Kauf auf dem Gebrauchtmarkt
Da das Set offiziell nicht mehr produziert wird, muss man auf Plattformen wie eBay oder Bricklink ausweichen. Hier ist Vorsicht geboten. Man sollte immer nachfragen, ob die Segel in gutem Zustand sind. Knicke oder Risse mindern den Wert erheblich. Auch die Minifiguren müssen komplett sein. Oft fehlen die speziellen Waffen, die schwer zu ersetzen sind. Ein gebrauchtes Set ohne Karton ist meistens deutlich günstiger. Wenn man nur bauen will, ist das der beste Weg. Sammler hingegen sollten auf eine unbeschädigte Originalverpackung achten.
Vollständigkeit prüfen
Ein häufiger Fehler beim Kauf von gebrauchten Großsets ist das Übersehen von Kleinteilen. Bei diesem Modell gibt es viele goldene Zierelemente. Diese fallen beim Transport gerne mal ab. Man sollte sich eine Teileliste aus dem Internet laden und das Set grob abgleichen. Wer ganz sicher gehen will, kauft ein Set, das bereits zerlegt und nach Farben oder Bauabschnitten sortiert ist. Das spart beim späteren Aufbau viel Frust.
Preisentwicklung beobachten
In den letzten zwei Jahren ist der Preis für versiegelte Kartons massiv nach oben gegangen. Es ist eine Wertanlage geworden. Aber auch bespielte Sets halten ihren Preis gut. Wer jetzt einsteigt, wird vermutlich keinen Wertverlust erleiden. Die Nachfrage nach den ikonischen Sets der Filmreihe bleibt hoch. Besonders in Europa hat Ninjago eine riesige Fangemeinde, die auch bereit ist, faire Preise für gute Qualität zu zahlen. Weitere Informationen zu Markttrends gibt es bei StoneWars, einer der führenden deutschen Seiten für solche Analysen.
Das Fazit für echte Fans
Dieses Schiff ist mehr als nur ein Haufen Plastiksteine. Es ist ein Beweis dafür, was möglich ist, wenn Design auf Leidenschaft trifft. Man bekommt hier ein Stück Filmgeschichte zum Anfassen. Egal ob man es als Kind zum Spielen nutzt oder als Erwachsener stolz in die Vitrine stellt, es macht in jeder Situation eine gute Figur. Die Details sind so zahlreich, dass man selbst nach Monaten noch neue Kleinigkeiten entdeckt. Wer dieses Set verpasst hat, sollte ernsthaft darüber nachdenken, es sich noch nachträglich zu sichern. Es gibt nur wenige Modelle, die eine solche Präsenz im Raum haben.
Praktische Schritte für Besitzer
- Prüfe den Standort: Vermeide direktes UV-Licht, um die Farben der Steine und die Integrität der Segel zu schützen.
- Besorge dir ein Reinigungskit: Ein einfacher weicher Pinsel reicht oft aus, um das Deck staubfrei zu halten.
- Dokumentiere den Bau: Falls du das Set jemals verkaufen willst, sind Fotos vom Aufbau und der Vollständigkeit der Figuren Gold wert.
- Schau dir die Bauanleitung digital an: Lego bietet alle Anleitungen als PDF an, was beim Suchen von Fehlern oft hilfreicher ist als das gedruckte Heft.
- Überlege dir eine Vitrine: Bei einem Modell dieser Klasse lohnt sich eine Acrylbox, um es dauerhaft vor Umwelteinflüssen zu schützen.
Man darf nicht vergessen, dass solche Sets die Messlatte für alles Kommende sehr hoch gelegt haben. Wer einmal die Qualität dieses Modells erlebt hat, wird bei kleineren Sets oft kritischer. Aber das ist der Preis, den man zahlt, wenn man ein Meisterwerk im Regal stehen hat. Es bleibt abzuwarten, ob Lego jemals wieder ein Ninjago-Schiff in dieser Größenordnung und Detailtiefe produzieren wird. Bis dahin bleibt dieses Modell der unangefochtene König auf den sieben Weltmeeren des Kinderzimmers.