Die britische Rockband Bring Me the Horizon veröffentlichte am 11. September 2015 ihr fünftes Studioalbum mit dem Titel That's the Spirit über das Label Sony Music. Das Werk markierte eine deutliche Abkehr vom Metalcore-Ursprung der Gruppe hin zu einem elektronisch geprägten Alternative-Rock-Sound. Im Zentrum der kritischen Auseinandersetzung standen dabei oft die Lyrics Bring Me The Horizon Doomed, welche das Album als Eröffnungsstück einleiten und die thematische Ausrichtung der gesamten Produktion vorgaben.
Sänger Oliver Sykes verfasste die Texte in einer Phase persönlicher und beruflicher Neuausrichtung. Die Komposition entstand unter der Leitung der Bandmitglieder Sykes und Jordan Fish, die das Album in den Black Rock Studios auf der griechischen Insel Santorin selbst produzierten. Laut einem Bericht des Musikmagazins NME zielte die Band darauf ab, Depressionen und psychische Belastungen in einer weniger aggressiven, dafür atmosphärischeren Weise darzustellen als auf den Vorgängerwerken. Ebenfalls viel diskutiert: Warum die meisten Indie-Filmer bei einem Backrooms Movie Zehntausende Euro verbrennen.
Die klangliche Gestaltung des Eröffnungsstücks verzichtet fast vollständig auf die früher typischen Breakdowns und gutturalen Gesangstechniken. Stattdessen dominieren Synthesizer-Flächen und ein kontrollierter Gesangsstil, der erst im Refrain an Intensität gewinnt. Fachjournalisten werteten diesen Schritt als bewusste Entscheidung, um ein breiteres Publikum im Mainstream-Radio zu erreichen, ohne die emotionale Schwere der Inhalte aufzugeben.
Die Bedeutung der Lyrics Bring Me The Horizon Doomed
Der Text befasst sich primär mit Gefühlen der Ausweglosigkeit und dem Akzeptieren eines scheinbar vorbestimmten Schicksals. Sykes nutzt Metaphern der Dunkelheit und des Ertrinkens, um einen Zustand der mentalen Lähmung zu beschreiben. Diese lyrische Ebene korrespondiert mit der visuellen Ästhetik des Albums, die durch einen Regenschirm als zentrales Symbol gekennzeichnet ist. Um das vollständige Bild zu sehen, lesen Sie den ausgezeichneten Bericht von Rolling Stone Deutschland.
In Interviews mit dem britischen Metal Hammer erklärte Fish, dass die Produktion des Songs die größte Herausforderung des gesamten Albums darstellte. Die Band experimentierte mit verschiedenen Tempi und elektronischen Texturen, bevor sie die finale Version festlegte. Das Ziel bestand darin, die Schwere der Worte durch eine massive Wand aus Klang zu stützen, die dennoch Platz für melodische Klarheit ließ.
Kritiker der frühen Fanbasis warfen der Gruppe vor, ihren künstlerischen Kern für kommerziellen Erfolg zu opfern. Die Band hielt dem entgegen, dass die Weiterentwicklung eine natürliche Folge ihres Reifeprozesses sei. Daten der Official Charts Company in Großbritannien belegten den Erfolg dieser Strategie, da das Album unmittelbar nach Erscheinen den zweiten Platz der britischen Albumcharts erreichte.
Metaphorik und Sprache im Kontext der Diskografie
Im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen wie Sempiternal zeigt das Eröffnungsstück eine veränderte Sprache. Die Aggression ist einer Melancholie gewichen, die weniger gegen äußere Feinde als gegen das eigene Innere gerichtet ist. Die Wortwahl bleibt dabei direkt und verzichtet auf komplexe literarische Verschlüsselungen, was die Identifikation der Zuhörerschaft erleichterte.
Analysen von Musikwissenschaftlern weisen darauf hin, dass die wiederholte Verwendung bestimmter Phrasen eine hypnotische Wirkung erzeugt. Diese Technik dient dazu, das Gefühl des Gefangenseins in einer Zeitschleife oder einem unveränderlichen Zustand zu verstärken. Der Verzicht auf eine klassische Strophen-Refrain-Struktur in der ersten Hälfte des Liedes unterstützt diese Intention zusätzlich.
Produktion und technische Umsetzung in Griechenland
Die Entscheidung, das Album auf Santorin aufzunehmen, beeinflusste die Dynamik der Band laut eigenen Angaben maßgeblich. Die abgeschiedene Lage der Black Rock Studios ermöglichte eine fokussierte Arbeitsweise ohne äußere Ablenkungen durch das Management oder Tourverpflichtungen. Jordan Fish übernahm hierbei die Rolle des primären Architekten für die elektronischen Elemente, die das Fundament für die Lyrics Bring Me The Horizon Doomed bildeten.
Das Studio ist bekannt für seine High-End-Ausstattung und hat bereits Künstler wie Joe Bonamassa beherbergt. Die Kombination aus analogem Equipment und moderner digitaler Bearbeitung verlieh dem Song seine spezifische Textur. Besonders der Einsatz von Hall-Effekten auf der Stimme von Sykes wurde gezielt genutzt, um eine räumliche Distanz zu erzeugen.
Technische Berichte in Fachzeitschriften für Tontechnik hoben hervor, wie die Band Frequenzbereiche besetzte, die normalerweise in der Popmusik gemieden werden. Durch die Betonung tiefer Bässe und gleichzeitig sehr klarer Höhen entstand ein kontrastreiches Klangbild. Dieser Ansatz erlaubte es, die Dynamik zwischen den leisen Versen und dem explosiven Ausbruch am Ende des Titels maximal auszureizen.
Kommerzieller Erfolg und globale Resonanz
Das Album That's the Spirit verkaufte sich in der ersten Woche nach Veröffentlichung allein in den USA über 62.000 Mal. Es debütierte auf Platz zwei der Billboard 200, was den bis dahin größten Erfolg der Band in Nordamerika darstellte. Die Singleauskopplungen erhielten weltweit zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen, was die Relevanz der neuen musikalischen Ausrichtung unterstrich.
In Deutschland erreichte das Werk den sechsten Platz der von GfK Entertainment ermittelten Charts. Die begleitende Welttournee führte die Band in ausverkaufte Arenen, darunter die prestigeträchtige Wembley Arena in London. Ein Live-Mitschnitt dieses Konzerts mit Orchesterbegleitung dokumentierte später die klangliche Vielseitigkeit der neuen Kompositionen.
Trotz des kommerziellen Aufstiegs blieb die Band in der Metal-Szene umstritten. Portale wie Pitchfork besprachen das Album zwar wohlwollend, wiesen aber auf die offensichtlichen Anleihen bei Bands wie Linkin Park hin. Diese Vergleiche störten die Musiker wenig, da sie ihre Bewunderung für die Pioniere des Nu-Metal stets offen kommunizierten.
Die Rolle von Jordan Fish für den neuen Sound
Der Beitritt von Jordan Fish zur Band im Jahr 2012 gilt als der entscheidende Moment für den stilistischen Wandel. Sein Hintergrund in der elektronischen Musik brachte neue Produktionsweisen in das Songwriting ein. Vor seiner Zeit basierten die Lieder primär auf Gitarrenriffs, während nun oft atmosphärische Samples den Ausgangspunkt bilden.
Fish fungierte nicht nur als Keyboarder, sondern auch als Co-Songwriter und Produzent. Diese Doppelfunktion ermöglichte eine nahtlose Integration von Text und Ton. Im Studio arbeiteten Sykes und Fish eng zusammen, um sicherzustellen, dass die vokale Darbietung die emotionale Nuance der geschriebenen Worte exakt traf.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Musikern definierte die Ära von That's the Spirit. Während Sykes für die rohe Emotion und die thematischen Entwürfe zuständig war, sorgte Fish für die klangliche Politur. Diese Arbeitsteilung führte dazu, dass die Band ihren Status als eine der führenden Formationen im modernen Rock festigen konnte.
Langfristiger Einfluss auf das Genre
Das Jahr 2015 markierte für viele Rockbands einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie elektronische Musik integriert wurde. Bring Me the Horizon ebnete den Weg für andere Künstler, die sich von den starren Grenzen des Metalcore lösen wollten. Die Produktion bewies, dass eine Band ihre Härte nicht durch Lautstärke, sondern durch Atmosphäre definieren kann.
Streaming-Plattformen verzeichneten für das Eröffnungsstück des Albums kontinuierlich hohe Abrufzahlen über das Veröffentlichungsjahr hinaus. Dies deutet darauf hin, dass das Thema psychische Gesundheit in der Rockmusik eine wachsende Resonanz beim Publikum findet. Die Offenheit, mit der Sykes über seine eigenen Kämpfe sprach, wurde von vielen Fans als authentisch und hilfreich empfunden.
Andere Bands des Genres begannen in der Folgezeit, verstärkt mit Pop-Elementen zu experimentieren. Dieser Trend führte zu einer Verwässerung der Genregrenzen, was sowohl Lob als auch Kritik hervorrief. Experten für die Musikindustrie sehen in dieser Entwicklung eine notwendige Anpassung an das veränderte Konsumverhalten der Generation Z.
Ausblick auf die weitere Entwicklung der Band
Nach der Veröffentlichung von That's the Spirit setzte die Band ihren experimentellen Kurs mit den Alben amo und der Post Human-Serie fort. Die Musiker erklärten wiederholt, dass sie sich nicht mehr an ein spezifisches Genre gebunden fühlen. Jede neue Veröffentlichung scheint eine weitere klangliche Grenze zu überschreiten, wobei die elektronischen Einflüsse stetig zunehmen.
Beobachter der Szene warten derzeit auf die vollständige Fertigstellung des nächsten Teils ihrer aktuellen Projektserie. Es bleibt abzuwarten, ob die Band zu ihren härteren Wurzeln zurückkehrt oder die Grenzen zum Pop noch weiter verschiebt. Ungeklärt ist zudem, wie sich die jüngsten Besetzungswechsel auf den zukünftigen Schreibprozess und die Live-Darbietung der Klassiker aus dem Jahr 2015 auswirken werden.
Die langfristige Wirkung des Albums That's the Spirit wird weiterhin Gegenstand von Analysen in der Musikpresse bleiben. Fest steht, dass die Band durch ihre mutigen Entscheidungen eine neue Ära für den modernen Rock eingeleitet hat. Die kommenden Tourneen werden zeigen, ob die neuen Kompositionen die gleiche emotionale Tiefe erreichen wie die Arbeiten aus ihrer bisher erfolgreichsten Schaffensphase.