o2 arena uk seating plan

o2 arena uk seating plan

Wer zum ersten Mal vor diesem riesigen weißen Zelt an der Themse steht, merkt schnell: Die Dimensionen in North Greenwich sind gewaltig. Es ist nicht einfach nur eine Halle. Es ist ein Monster aus Stahl und Beton, das bis zu 20.000 Menschen schluckt. Wenn du dort dein Lieblingskonzert sehen willst, entscheidet oft ein winziges Detail über Triumph oder Frust. Ich spreche vom O2 Arena UK Seating Plan, den du unbedingt verstehen musst, bevor du hunderte Pfund für ein Ticket ausgibst. Ein falscher Klick beim Vorverkauf und du starrst den ganzen Abend auf einen Betonpfeiler oder bist so weit weg, dass die Band nur noch wie tanzende Ameisen aussieht. In diesem Artikel erkläre ich dir haarklein, welche Plätze ihr Geld wert sind und wo die versteckten Fallen lauern.

Die Logik hinter dem O2 Arena UK Seating Plan

Die Arena ist in drei Hauptebenen unterteilt. Das klingt simpel. Ist es aber nicht immer. Unten gibt es die "Floor"-Ebene. Hier wird entweder gestanden oder es gibt eine Bestuhlung direkt vor der Bühne. Dann kommt das "Lower Tier", also der Unterrang. Das sind die 100er Blöcke. Ganz oben thront das "Upper Tier" mit den 400er Blöcken. Dazwischen verstecken sich die Logen und exklusiven Lounges für Leute mit zu viel Geld.

Die Blöcke im Unterrang fangen bei 101 an und gehen im Uhrzeigersinn bis 118. Wenn du direkt gegenüber der Bühne sitzen willst, suchst du dir Plätze in den Blöcken 106, 107 oder 108 aus. Das ist die klassische Sichtweise. Aber Vorsicht. Die Entfernung ist hier am größten. Du hast zwar den vollen Überblick über die Lichtshow, aber die Mimik des Sängers erkennst du ohne Videowand nicht mehr. Viele Fans bevorzugen daher die seitlichen Blöcke wie 102 oder 117. Hier bist du nah dran. Richtig nah. Aber du schaust eben schräg auf das Geschehen.

Die 400er Blöcke sind berüchtigt. Sie sind steil. Verdammt steil. Wenn du Höhenangst hast, wird dir beim Gang zu deinem Sitzplatz in Block 410 mulmig. Das ist kein Scherz. Die Treppen dort oben sind nichts für schwache Nerven. Dafür ist der Preis meistens unschlagbar. Es ist die günstigste Art, große Weltstars in London zu erleben. Manchmal ist der Sound dort oben sogar klarer als direkt vor der Bühne, weil sich der Bass unten oft fängt und dröhnt.

Stehplätze oder Sitzplätze im Innenraum

Das ist die ewige Debatte. Bei Rockkonzerten gibt es meistens "General Admission Standing". Das bedeutet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn du in der ersten Reihe stehen willst, musst du oft schon mittags am Peninsular Square auftauchen. Die offizielle Website der O2 Arena gibt oft genaue Infos heraus, ab wann das Anstehen erlaubt ist. Wer spät kommt, landet hinten im Stehbereich. Da die Arena unten flach ist, sehen kleine Menschen hier oft nur die Hinterköpfe der Vorderleute.

Gibt es eine Bestuhlung im Innenraum, werden die Blöcke meist mit A, B und C bezeichnet. Block A1, A2 und A3 sind die Goldstücke. Hier sitzt du direkt vor der Nase der Künstler. Aber achte auf die Reihen. Reihe 1 in Block A2 ist der Jackpot. Reihe 20 in Block C3 ist hingegen oft schlechter als ein Platz im Unterrang, weil die Erhöhung fehlt. Du schaust auf einer Ebene durch die Menge.

Warum die Sichtlinien über deinen Abend entscheiden

Ein guter Sitzplan verrät dir nicht alles. Er zeigt dir nicht, wo die Sound-Mischpulte stehen. Meistens befinden sich diese direkt vor den Blöcken 106 und 107. Das bedeutet zwei Dinge. Erstens: Hier sitzt der Toningenieur, also ist der Sound hier perfekt. Zweitens: Es stehen dort Kameras und technisches Equipment. Es kann passieren, dass ein Kamerakran genau in deinem Blickfeld schwenkt.

Sichteinschränkungen im Oberrang

Im Oberrang gibt es Blöcke, die seitlich der Bühne liegen. Block 401 und Block 422 sind solche Kandidaten. Oft werden diese Tickets als "Restricted View" verkauft. Das muss nicht schlimm sein. Manchmal bedeutet es nur, dass du die Rückwand der Bühne siehst oder einen Teil der Videowand verpasst. Wenn der Preis stimmt, kann das ein Schnäppchen sein. Du bist oft näher an der Bühne als die Leute in Block 412, die zwar frontal schauen, aber einen Kilometer weit weg sitzen.

Ein wichtiges Detail sind die Glasgeländer. In der ersten Reihe der 400er Blöcke hast du zwar niemanden vor dir, aber oft ein dickes Sicherheitsglas direkt auf Augenhöhe. Das kann spiegeln. Ich setze mich lieber in Reihe 3 oder 4. Da schaust du locker drüber weg und hast trotzdem niemanden, der vor dir ständig aufsteht.

Tipps für den Ticketkauf und die Orientierung

Wenn der Vorverkauf startet, musst du schnell sein. Es hilft nichts, erst dann den Aufbau der Halle zu studieren. Du solltest vorher wissen, welcher Bereich für dich infrage kommt. Die O2 Arena ist kreisrund. Das ist ein Vorteil für die Akustik. Aber es macht die Orientierung im Gebäude schwer. Alles sieht gleich aus. Merk dir die Nummer deines Eingangs. Es gibt die Eingänge A, B, C und D. Wenn du durch den falschen Eingang gehst, läufst du im schlimmsten Fall einmal um die komplette Schüssel herum.

Die Anreise als Teil der Planung

Vergiss das Auto. Parken an der O2 ist teuer und nach der Show stehst du ewig im Stau aus dem Parkhaus heraus. Die Jubilee Line ist dein bester Freund. Die Station North Greenwich liegt direkt vor der Tür. Wenn du es stilvoller magst, nimm den Uber Boat Service von Thames Clippers. Du fährst über die Themse und siehst die Skyline von London. Das ist der perfekte Start für einen Konzertabend. Man steigt direkt am privaten Steg der Arena aus.

Wenn du in der Arena ankommst, musst du durch die Sicherheitskontrolle. Das dauert. Plan mindestens eine Stunde Puffer ein. Taschen, die größer als ein A4-Blatt sind, darfst du nicht mit reinnehmen. Es gibt eine kostenpflichtige Gepäckaufbewahrung außerhalb, aber die Schlangen dort sind nach dem Konzert legendär lang. Lass den großen Rucksack also lieber im Hotel.

Gastronomie und Wartezeiten innerhalb der Arena

In der O2 Arena gibt es zwei Welten. Es gibt den "Entertainment District" außerhalb der eigentlichen Konzerthalle. Dort findest du bekannte Ketten wie Five Guys, Wagamama oder Nando's. Hier ist es oft günstiger und gemütlicher als drinnen. Aber Vorsicht: Eine Stunde vor Showbeginn sind alle diese Läden hoffnungslos überfüllt. Wer einen Tisch will, sollte zwei bis drei Stunden vorher da sein.

Sobald du durch die Ticketkontrolle bist, zahlst du Arena-Preise. Ein Bier für 8 oder 9 Pfund ist Standard. Das Essen drinnen ist typisches Fast Food: Hot Dogs, Burger, Nachos. Es geht schnell, ist aber kein kulinarisches Highlight. Ein Profi-Tipp für die Pausen: Die Toiletten im Oberrang sind meistens leerer als im Unterrang. Wenn die Schlange unten bis zur Bar reicht, lauf ein paar Stufen hoch.

Barrierefreiheit und besondere Bedürfnisse

Die Arena ist modern. Das merkt man beim Thema Barrierefreiheit. Es gibt spezielle Plattformen für Rollstuhlfahrer in fast allen Bereichen. Diese Plätze bieten oft eine hervorragende Sicht, da sie leicht erhöht sind. Wenn du solche Plätze brauchst, musst du diese über eine spezielle Hotline buchen. Online-Systeme stoßen hier oft an ihre Grenzen. Die Mitarbeiter vor Ort sind extrem hilfsbereit und es gibt Aufzüge zu allen Ebenen.

Was du beim O2 Arena UK Seating Plan oft übersiehst

Es gibt einen Bereich, den viele bei der Suche nach Tickets ignorieren: Die Terrace-Plätze. Diese befinden sich oft am Rand der 100er Blöcke. Man hat dort etwas mehr Beinfreiheit und oft einen kleinen Tisch für Getränke. Das ist der halbe Weg zum VIP-Erlebnis, ohne den Preis für eine Suite zu zahlen.

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Ein weiteres Detail ist die Neigung. Im 100er Bereich ist die Steigung moderat. Das ist angenehm zum Sitzen. Im 400er Bereich ist sie extrem. Das hat den Vorteil, dass du fast immer über den Kopf deines Vordermanns hinwegsehen kannst. Selbst wenn vor dir ein Riese sitzt, versperrt er dir dort oben selten die Sicht auf die Bühne. Unten im Parkett ist das dein größter Feind. Wenn du klein bist und unten in den hinteren Reihen der Blöcke A, B oder C sitzt, wirst du fluchen.

Akustik je nach Position

Die Halle wurde für Musik gebaut, nicht für Sport wie viele US-Arenen. Trotzdem gibt es Unterschiede. In der Mitte der Arena, nahe dem Mischpult, ist der Sound am ausgewogensten. In den Ecken, etwa in Block 101 oder 118, kann es zu Echos kommen. Der Schall bricht sich an den Wänden. Moderne Line-Array-Systeme bügeln vieles glatt, aber Physik lässt sich nicht komplett austricksen. Wenn du ein Audiophiler bist, bleib zentral.

So vermeidest du Betrug beim Ticketkauf

Londoner Konzerte sind Magneten für Scammer. Kauf niemals Tickets bei Twitter oder dubiosen Typen vor der Halle. Die O2 Arena nutzt meistens digitale Tickets über die AXS-App oder die O2 Venue App. Diese haben einen dynamischen QR-Code, der sich alle paar Sekunden ändert. Ein Screenshot funktioniert also nicht. Wenn dir jemand ein PDF oder einen Screenshot schickt, ist das zu 99 Prozent Betrug.

Nutze offizielle Resale-Plattformen wie AXS Official Resale oder Twickets. Dort sind die Preise oft gedeckelt. Du zahlst den Originalpreis plus eine kleine Gebühr. Das ist sicher und fair. Der Schwarzmarkt vor der Halle ist riskant und die Polizei in Greenwich greift dort hart durch.

Kleidung und Komfort

In der Arena wird es warm. Egal wie kalt es draußen am Fluss ist. Wenn 20.000 Menschen tanzen, steigt die Temperatur. Es gibt eine Garderobe, aber auch hier gilt: Das Anstehen dauert ewig. Ich trage meistens Zwiebellook. Eine leichte Jacke, die man sich um die Hüfte binden kann, ist Gold wert. Bequeme Schuhe sind Pflicht. Selbst wenn du einen Sitzplatz hast, wirst du bei den meisten Konzerten die Hälfte der Zeit stehen und tanzen.

Strategien für den Auslass nach der Show

Wenn der letzte Ton verklingt, wollen alle gleichzeitig raus. Die Station North Greenwich wird dann zum Nadelöhr. Die Polizei regelt den Zugang zur U-Bahn mit Absperrungen. Das kann 45 Minuten dauern.

Hier sind meine Strategien für einen entspannten Abgang:

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  1. Gehe fünf Minuten vor dem Ende. Du verpasst die Zugabe, bist aber vor der Masse in der Bahn.
  2. Geh nach der Show noch für ein Getränk in den Entertainment District. Lass den ersten Ansturm vorbeirollen. Nach einer Stunde kommst du entspannt in die Tube.
  3. Nutze den Nachtbus. Wenn die U-Bahn voll ist, fahren Busse in alle Richtungen von London ab. Das dauert länger, ist aber oft weniger stressig als das Gedränge im Tunnel.

Die Umgebung von North Greenwich

Früher war hier nichts. Heute ist es eine kleine Stadt. Es gibt ein Outlet-Shoppingcenter direkt in der O2. Wenn du also nachmittags anreist, kannst du noch günstig Markenklamotten schießen. Es gibt sogar ein Kino und eine Bowlingbahn. Man kann dort problemlos einen ganzen Tag verbringen, bevor das Konzert losgeht. Das entzerrt die Anreise enorm.

Die Wahl des richtigen Sektors im Detail

Schauen wir uns die Blöcke noch einmal genau an. Block 102 und 117: Sehr nah an der Bühne. Du siehst Schweißperlen auf der Stirn der Stars. Aber du siehst die Show von der Seite. Block 106, 107 und 108: Die beste frontale Sicht. Perfekt für aufwendige Videoproduktionen. Block 405 bis 418: Die "Vogelperspektive". Du siehst alles, aber eben von sehr weit oben. Block A1, A2, A3: Die absolute Elite. Teuer, exklusiv, aber man muss damit klaren, dass alle um einen herum auch stehen werden.

Ein kleiner Geheimtipp sind die Blöcke 111 und 112. Sie liegen leicht schräg gegenüber der Bühne. Der Winkel ist oft besser als direkt frontal, weil man ein wenig Tiefe in der Bühnenkonstruktion wahrnimmt. Zudem ist man dort oft etwas schneller am Ausgang als in den zentralen 100er Blöcken.

Preiskategorien verstehen

Oft gibt es "Platinum Tickets". Lass dich davon nicht blenden. Das sind oft normale Plätze in guten Blöcken, die vom Veranstalter einfach teurer verkauft werden, weil die Nachfrage hoch ist. Sie bieten keinen extra Service. Echte VIP-Tickets heißen meist "Hospitality" oder "Lounge Access". Da bekommst du dann einen separaten Eingang und Zugang zu einer Bar, wo die Schlangen kürzer sind. Ob das den doppelten oder dreifachen Preis wert ist, muss jeder selbst wissen.

Praktische Schritte für deinen Besuch

Jetzt hast du die Theorie im Kopf. Wie setzt du das um?

  1. Lade dir die AXS App und die O2 Venue App vorab herunter und erstelle ein Profil.
  2. Studiere den Sitzplan genau für dein spezifisches Event. Manchmal ist die Bühne in der Mitte (End-Stage vs. Center-Stage).
  3. Checke den Vorverkauf bei O2 Priority, falls du Kunde bei O2 oder Virgin Media bist. Da kommst du 48 Stunden früher an Tickets.
  4. Buch dein Hotel nicht zwingend in North Greenwich. Die Preise dort ziehen bei Konzerten extrem an. Dank der Jubilee Line kannst du auch in Stratford oder an der London Bridge übernachten und bist in 10 bis 15 Minuten an der Arena.
  5. Pack eine Powerbank ein. Da deine Tickets auf dem Handy sind, wäre ein leerer Akku am Einlass der absolute Albtraum.

Wer diese Details beachtet, wird in London eine großartige Zeit haben. Die O2 Arena ist trotz ihrer Größe ein Ort mit toller Atmosphäre, wenn man weiß, wie man das System für sich nutzt. Schnapp dir die richtigen Plätze und genieß die Show.

SB

Stefan Braun

Stefan Braun hat für verschiedene Online-Redaktionen gearbeitet und steht für Qualitätsjournalismus mit Substanz.