pokemon in ultra sun and moon

pokemon in ultra sun and moon

Wer heute ein Nintendo 3DS-System in die Hand nimmt, merkt sofort, dass sich die Welt der Taschenmonster massiv verändert hat. Die siebte Generation markierte einen radikalen Bruch mit alten Traditionen, als sie die klassischen Arenen gegen die Inselwanderschaft austauschte. Viele Fans streiten sich bis heute darüber, ob das Original oder die erweiterte Fassung besser ist, doch für mich steht fest, dass die Vielfalt der Pokemon In Ultra Sun And Moon den absoluten Höhepunkt der Handheld-Ära darstellt. Es geht hier nicht nur um ein simples Update. Wir reden von einer massiven Erweiterung des Kaders, einer düsteren Story-Wendung rund um Necrozma und vor allem um Werkzeuge für das kompetitive Spiel, die wir vorher schmerzlich vermisst haben. Wer Alola wirklich verstehen will, kommt an diesen Editionen nicht vorbei.

Die drastischen Änderungen im Vergleich zum Vorgänger

Manche Leute behaupten, die Unterschiede zwischen Sonne/Mond und den Ultra-Versionen seien marginal. Das ist schlichtweg falsch. Ich habe hunderte Stunden in beide Spiele investiert. Die Ultra-Editionen fühlen sich dichter an. Die Geschichte beginnt zwar ähnlich, schlägt aber schnell einen Pfad ein, der die Ultrapforten und das Volk des Ultrametropolis ins Zentrum rückt.

Neue Gesichter in der Alola-Region

Es gibt in diesen Spielen Monster, die es in den ersten Alola-Ausgaben gar nicht gab. Das betrifft sowohl klassische Wesen aus älteren Regionen als auch brandneue Ultrabestien. Du triffst zum Beispiel auf Venicro oder die bizarren Mauer- und Feuerwerks-Wesen Kopplosio und Muramura. Diese Neuzugänge haben das Metagame damals ordentlich durchgeschüttelt. Die Auswahl an wilden Begegnungen ist von Anfang an viel breiter gefächert. Du musst nicht mehr ewig warten, bis du ein Team zusammenhast, das wirklich Spaß macht.

Die Rolle des Rotom-Pokédex

Der kleine Kerl im Gehäuse ist diesmal viel präsenter. Manche finden ihn nervig, weil er ständig plappert. Ich sehe das anders. Die neuen Rotom-Bonbons, die man durch Interaktion bekommt, sind ein Lebensretter. Wer schnell Eier ausbrüten oder seine Monster leveln will, braucht diese Boni. Es spart Zeit. Viel Zeit. In einer Welt, in der Grinding oft als lästige Pflicht gesehen wird, sind solche Mechaniken Gold wert.

Pokemon In Ultra Sun And Moon und die Jagd nach Legendären

Ein Hauptgrund, warum Spieler auch Jahre nach dem Release zu diesen Modulen greifen, ist die Ultrapforte. Das ist im Grunde ein Minispiel, bei dem du auf dem Rücken von Solgaleo oder Lunala durch den Weltraum reist. Es klingt simpel, ist aber extrem effektiv.

Man findet dort fast alle legendären Wesen aus den vergangenen Generationen. Mewtu, Kyogre, Groudon – sie alle sind über die verschiedenen Farbpforten erreichbar. Das ist für Sammler eine riesige Erleichterung. Du musst nicht mehr alte Game-Boy-Advance-Spiele hervorkramen und komplizierte Transfermethoden nutzen. Ein gut gezielter Ritt durch das Wurmloch reicht aus. Die Fangraten sind fair, und mit ein bisschen Übung steuerst du gezielt die seltensten Löcher an.

Die Chance auf Schillernde Wesen

Ein offenes Geheimnis unter Profis ist die extrem hohe Shiny-Rate in den Ultrapforten. Wenn du weit genug reist, ist die Wahrscheinlichkeit, ein schillerndes Exemplar in einer normalen Pforte zu finden, absurd hoch. Ich spreche hier nicht von den üblichen 1 zu 4096. In bestimmten Ring-Pforten liegt die Chance bei über 30 Prozent, wenn du eine Distanz von mehreren tausend Lichtjahren zurücklegst. Das macht die Jagd nach seltenen Farben so zugänglich wie nie zuvor. Es ist befriedigend, nach zehn Minuten Flug ein glitzerndes Schwalboss oder Piondragi zu finden.

Die exklusiven Herrscher-Sticker

Überall in Alola kleben diese kleinen goldenen Zettel. Das Sammeln der Herrscher-Sticker ist eine der motivierendsten Nebenaufgaben. Warum? Weil du dafür Belohnungen bekommst, die du sonst nirgendwo kriegst. Heinrich Eich gibt dir im Tausch gegen die Sticker riesige Versionen bestimmter Monster. Ein Herrscher-Donarion oder ein Herrscher-Arkani in Übergröße im Team zu haben, sieht im Kampf einfach beeindruckend aus. Es ist ein optisches Highlight, das den Stolz des Trainers unterstreicht.

Das kompetitive Training und der Kampfbaum

Wenn die Story vorbei ist, fängt das eigentliche Spiel für viele erst an. Die Alola-Region bietet hier einige der besten Werkzeuge. Der Kampfbaum auf Poni ist hart. Wer dort gewinnen will, braucht perfekt trainierte Teams. Das System der offiziellen Pokémon-Website bietet oft gute Einblicke in vergangene Meisterschafts-Teams, die man hier wunderbar nachbauen kann.

Mentaltraining und Silberkronkorken

Das Hypertraining ist zurück und in diesen Editionen leichter zugänglich. Du kannst die individuellen Stärken deiner Schützlinge maximieren, sobald sie Level 100 erreicht haben. Das nimmt den Frust aus der Zucht. Du hast ein legendäres Monster mit schlechten Werten gefangen? Kein Problem. Ein paar Silberkronkorken regeln das. Diese Items sind in den Ultra-Versionen durch das Angeln an bestimmten Stellen oder über das Festival-Plaza einfacher zu bekommen als früher.

Attacken-Lehrer und neue Moves

Ein riesiger Vorteil gegenüber den Standard-Editionen sind die Attacken-Lehrer an den Stränden. Du zahlst mit Gewinnpunkten (GP) aus dem Mantax-Surfen oder dem Kampfbaum. Dadurch erhalten viele Wesen Zugriff auf Manöver, die sie sonst nie lernen könnten. Das erweitert die taktischen Möglichkeiten enorm. Ein Knakrack mit Drachenpuls oder ein Scherox mit Abschlag verändert die Dynamik eines Kampfes komplett. Du bist nicht mehr auf die begrenzten TMs angewiesen.

Das Mantax-Surfen als Game-Changer

Vergiss das langsame Surfen auf dem Rücken von Lapras. Mantax-Surfen ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern eine eigene Sportart. Es macht Spaß. Es ist schnell. Und es belohnt dich großzügig. Wer geschickt Tricks in die Wellen zimmert, sammelt massenhaft GP.

Diese Punkte sind die Währung für fast alles Wichtige im Post-Game. Früher musste man sich mühsam durch Kampf-Einrichtungen quälen, um sich ein einziges Macht-Item für das EV-Training zu leisten. Heute surfst du zwei Runden von Mele-Mele nach Akala und hast genug Punkte in der Tasche. Das beschleunigt den Prozess des Team-Aufbaus ungemein. Man kann sagen, dass diese Aktivität die Barriere für Einsteiger in den kompetitiven Bereich massiv gesenkt hat.

Die Story-Tiefe und das Schicksal von Necrozma

Die Geschichte ist in diesen Fassungen deutlich dunkler. Necrozma wird als eine existenzielle Bedrohung dargestellt, die das Licht aus der Welt saugt. Der Kampf gegen Ultra-Necrozma am Altar des Sonnenkreises oder Mondscheins ist berüchtigt. Es ist einer der schwersten Kämpfe in der gesamten Seriengeschichte. Wer hier unvorbereitet reingeht, wird gnadenlos demoliert. Das Spiel verlangt von dir, dass du dich mit Typenvorteilen und Strategien auseinandersetzt. Ein bloßes „Durchklicken" funktioniert hier nicht.

Das Ultrametropolis-Szenario

Die Reise in eine andere Dimension ist visuell beeindruckend. Auch wenn das Gebiet selbst leider recht klein ausgefallen ist, bleibt die Atmosphäre hängen. Die Musik, das künstliche Licht und die Geschichte der Ultraforschungseinheit geben dem Ganzen eine fast schon Science-Fiction-artige Note. Es hebt sich stark vom sonst so sonnigen und fröhlichen Alola-Vibe ab. Dieser Kontrast macht das Erlebnis so besonders.

Die Episode Rainbow Rocket

Nach der Hauptstory wartet ein echtes Schmankerl für Nostalgiker. Giovanni ist zurück und hat alle Anführer der bösen Teams aus der Vergangenheit um sich geschart. Du kämpfst gegen Adrian, Marc, Zyrus, G-Cis und Flordelis. Alle haben sie ihre legendären Cover-Monster im Team. Es ist ein Fest für Fans. Diese Kämpfe sind fordernd und bringen die Geschichte der Serie auf eine Art und Weise zusammen, wie es kein anderes Spiel zuvor getan hat. Die Belohnung für den Sieg über Team Rainbow Rocket ist nicht nur Ruhm, sondern auch der Zugriff auf das Kampf-Agentur-Feature im Festival-Plaza.

Technische Aspekte und die Hardware-Grenzen

Man merkt dem Spiel an, dass es den Nintendo 3DS voll ausreizt. Die Ladezeiten sind manchmal etwas länger, besonders bei den Doppelkämpfen. Aber die grafische Detailverlebtkeit ist für ein Handheld-System von 2017 beeindruckend. Die Charaktermodelle sind proportional korrekt, was einen großen Unterschied zur Chibi-Optik älterer Generationen macht.

Wer mehr über die Hardware-Historie wissen will, findet beim Nintendo Support oft Details zu System-Updates, die damals die Performance stabilisierten. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Leistung aus der kleinen Konsole gekitzelt wurde. Die Texturen der Ultrabestien wirken organisch und fremdartig zugleich, genau wie es das Design vorsieht.

💡 Das könnte Sie interessieren: total war medieval 2

Warum Pokemon In Ultra Sun And Moon für Sammler unverzichtbar bleibt

Wenn wir über den Transfer von Monstern sprechen, ist die siebte Generation die wichtigste Brücke. Über Pokemon Bank kannst du deine Schätze in die modernen Editionen auf der Switch schieben. Da diese Spiele Zugriff auf fast alle Legenden haben, dienen sie als perfektes Sammelbecken.

Du kannst hier Spezial-Formen wie die Alola-Varianten von Vulpix oder Kokowei fangen, die in anderen Regionen extrem selten sind. Auch die Z-Attacken, die es nur in Alola gibt, sind ein cooles Gimmick. Auch wenn sie in späteren Spielen nicht mehr unterstützt werden, macht es Spaß, sie in ihrem natürlichen Umfeld zu nutzen. Das Sammeln aller Z-Kristalle ist eine weitere Aufgabe, die dich lange beschäftigt hält.

Praktische Tipps für deinen Start in Alola

Falls du dich entscheidest, das Spiel heute noch einmal zu starten, habe ich ein paar handfeste Ratschläge für dich. Der Anfang kann sich etwas ziehen, da das Tutorial sehr ausführlich ist. Lass dich davon nicht entmutigen.

  1. Nutze das Insel-Scanner-Feature. Du kannst QR-Codes scannen, um Punkte zu sammeln. Bei 100 Punkten darfst du einen Insel-Scanner aktivieren, der seltene Monster wie Glumanda oder Geckar in die Wildnis lockt. Das ist der einfachste Weg, Klassiker früh im Team zu haben.
  2. Interagiere regelmäßig mit deinem Rotom-Pokédex. Die Bonbons für schnellere Ei-Schritte oder erhöhte Erfahrungspunkte sind entscheidend für ein effizientes Spiel.
  3. Gehe so früh wie möglich zum Mantax-Surfen. Die GP, die du dort verdienst, machen dein Leben später viel leichter. Kaufe dir davon direkt die Macht-Items (Machtreif, Machtlinse etc.), um deine Statuswerte gezielt zu trainieren.
  4. Vernachlässige das Poke-Resort nicht. Es ist eine großartige Methode, um im Hintergrund Beeren anzubauen oder Steine zur Entwicklung zu finden, während du selbst gar nicht spielst.
  5. Für den Kampf gegen Ultra-Necrozma: Besorge dir ein Monster mit der Fähigkeit Fokusgurt oder der Attacke Toxin. Da es extrem hohe Werte hat, ist es oft klüger, es über Zeit zu besiegen, statt auf reine Angriffskraft zu setzen.

Häufige Fehler vermeiden

Ein Fehler, den viele machen, ist das Ignorieren des Festival-Plaza. Ja, das Menü ist anfangs unübersichtlich. Aber die Buden dort sind extrem mächtig. In der „Färberei" kannst du Kleidung umfärben, und in den „Imbissbuden" kannst du die EVs deiner Monster mit einem Schlag zurücksetzen oder maximieren. Wer das ignoriert, verbringt unnötig viel Zeit mit manuellem Training.

Ein weiterer Punkt ist die Zucht. In Alola ist das Züchten durch die Nähe zum Hort und die einfache Route zum Eier-Ausbrüten sehr entspannt. Stell dich einfach unter das Gatter vor dem Hort, steig auf Tauros und renne im Kreis. Es gibt keinen schnelleren Weg, Boxen voller Eier zu leeren.

Manche Spieler vergessen auch, die täglichen Events zu nutzen. Es gibt NPCs, die dir Geld für das Zeigen bestimmter Monster geben, oder Restaurants, in denen du seltene Items bekommst. Alola ist eine Region, die davon lebt, dass man sie jeden Tag ein bisschen erkundet.

🔗 Weiterlesen: diesen Artikel

Wer das volle Potenzial ausschöpfen will, sollte sich auch mit den Globalen Missionen beschäftigen, auch wenn diese heute nicht mehr in derselben Form wie zum Release existieren. Die internen Belohnungen für das Erreichen bestimmter Meilensteine im Spiel sind dennoch motivierend genug. Am Ende bleibt ein Paket, das in Sachen Umfang und Spieltiefe kaum zu schlagen ist. Die Mischung aus Tradition und mutigen Neuerungen macht diesen Abschied vom 3DS zu einem echten Erlebnis, das jeder Fan mindestens einmal durchgespielt haben muss.

Hier sind deine nächsten Schritte für ein perfektes Erlebnis:

  • Prüfe, ob du noch Zugriff auf Pokemon Bank hast, um deine alten Freunde zu übertragen.
  • Suche dir online eine Liste mit QR-Codes für den Insel-Scanner, um dir direkt zum Start ein Wunsch-Team zusammenzustellen.
  • Konzentriere dich früh auf das Mantax-Surfen, um den GP-Vorrat für die Attacken-Lehrer aufzufüllen.
  • Sammle jeden Herrscher-Sticker, den du siehst, um dir die exklusiven Riesen-Formen zu sichern.
  • Bereite dich mental auf den Kampf gegen Necrozma vor – er wird dich fordern.
LZ

Lisa Zimmermann

Zwischen Tagesaktualität und Hintergrundanalyse bringt Lisa Zimmermann Struktur in komplexe Themenlagen.