president hotel london guilford street

president hotel london guilford street

Wer zum ersten Mal aus der U-Bahn-Station Russell Square tritt, wird oft von der schieren Wucht der Londoner Architektur erschlagen. Man steht dort mit seinem Koffer, blickt auf die roten Backsteinfassaden und fragt sich, ob man für die zentrale Lage gerade sein halbes Erspartes geopfert hat. Genau in diesem Moment spielt das President Hotel London Guilford Street seine größte Trumpfkarte aus. Es liegt direkt am geschäftigen Puls von Bloomsbury, einem Viertel, das so viel Geschichte atmet wie kaum ein anderer Fleck in Europa. Ich habe schon in vielen Hotels gewohnt, die sich als zentral verkaufen, nur um dann festzustellen, dass man doch zwanzig Minuten bis zur nächsten vernünftigen Anbindung läuft. Hier ist das anders. Du fällst quasi aus der Tür und stehst mitten im Geschehen. Es ist kein überkandideltes Luxusresort, sondern eine ehrliche, funktionale Basis für Leute, die London wirklich erleben wollen, anstatt nur im Hotelzimmer zu hocken. Wer ein Zimmer sucht, das den Spagat zwischen bezahlbarem Preis und unschlagbarer Erreichbarkeit schafft, kommt an dieser Adresse kaum vorbei.

Warum die Lage am Russell Square für dich Gold wert ist

Bloomsbury ist nicht einfach nur ein Stadtteil. Es ist das akademische und literarische Herz der Stadt. Wenn du hier übernachtest, bist du in guter Gesellschaft. Früher spazierten hier Virginia Woolf und ihre Intellektuellen-Clique durch die Gassen. Heute sind es eher Studenten des University College London und Touristen, die zum British Museum pilgern. Das Hotel profitiert massiv von dieser Mischung. Es ist belebt, aber nicht so erdrückend wie der Leicester Square oder die Oxford Street. Du hast den Park direkt vor der Nase. Das ist ein unterschätzter Faktor. Morgens eine Runde durch den Russell Square Garden zu drehen, bevor der Wahnsinn der Großstadt losgeht, gibt dir eine ganz andere Energie für den Tag.

Ein riesiger Vorteil ist die Anbindung an die Piccadilly Line. Wenn du in Heathrow landest, steigst du einfach in die Bahn und fährst ohne Umsteigen bis fast vor die Hoteltür. Das spart Zeit, Nerven und vor allem die horrenden Preise für ein Taxi oder den Heathrow Express. Viele unterschätzen, wie anstrengend das Umsteigen mit schwerem Gepäck in der Londoner Tube sein kann. Hier hast du dieses Problem schlichtweg nicht. Von der Station bis zum Eingang sind es kaum zwei Minuten Fußweg. Das ist Luxus, den man nicht in Sternen misst, sondern in gespartem Stress.

Kurze Wege zu den wichtigsten Hotspots

Vom Hotel aus erreichst du das British Museum in weniger als zehn Minuten zu Fuß. Das ist eines der bedeutendsten Museen der Welt und der Eintritt ist für die Dauerausstellungen kostenlos. Du kannst also mehrmals hingehen und dir immer nur einen kleinen Teil ansehen, ohne dich zu stressen. Die offizielle Seite des British Museum gibt dir einen guten Überblick über aktuelle Sonderausstellungen. Auch das West End mit seinen Theatern ist nur einen längeren Spaziergang oder zwei Stationen mit der U-Bahn entfernt. Wer gerne shoppen geht, läuft einfach die Southampton Row hinunter und landet direkt im Viertel von Holborn und Covent Garden.

Kulinarische Vielfalt direkt um die Ecke

In der unmittelbaren Umgebung findest du alles, was dein Magen begehrt. Es gibt die typischen Ketten, aber auch kleine, unabhängige Cafés. Ich empfehle immer, die kleinen Seitenstraßen zu erkunden. Dort gibt es oft bessere Preise und authentischeres Essen als direkt an den Hauptverkehrsadern. Ein kurzer Abstecher zum Brunswick Centre lohnt sich ebenfalls. Das ist ein architektonisch interessantes Einkaufszentrum unter freiem Himmel mit einem großen Supermarkt und vielen Restaurants. Dort kannst du dich günstig mit Vorräten eindecken, falls du nicht jeden Abend im Restaurant sitzen willst.

Ausstattung und das echte Erlebnis im President Hotel London Guilford Street

Man muss ehrlich sein: Londoner Hotelzimmer sind oft klein. Wer hier einen Tanzsaal erwartet, wird enttäuscht. Aber die Zimmer in diesem Haus sind klug geschnitten. Sie sind funktional. Du hast ein Bett, ein Bad, einen Fernseher und meistens eine kleine Station für Tee und Kaffee. Mehr braucht man nicht, wenn man den ganzen Tag die Stadt erkundet. Die Einrichtung ist klassisch, vielleicht an manchen Stellen etwas in die Jahre gekommen, aber sauber. Das ist der entscheidende Punkt. Ich nehme lieber ein etwas älteres Zimmer, das ordentlich gepflegt wird, als eine hochmoderne Design-Absteige, in der der Staub in den Ecken liegt.

Das Personal am Empfang ist meistens sehr routiniert. Das Hotel ist groß, da geht es manchmal zu wie im Bienenstock. Trotzdem blieb meine Erfahrung bisher immer freundlich. Ein kleiner Tipp von mir: Frag beim Check-in nach einem Zimmer, das nicht direkt zur Straße rausgeht, falls du einen leichten Schlaf hast. Die Guilford Street kann nachts recht belebt sein, besonders durch Taxis und Lieferwagen. Die Zimmer zum Innenhof sind deutlich ruhiger. Das Frühstück ist typisch britisch. Es ist deftig, sättigt für Stunden und bietet eine gute Grundlage für lange Fußmärsche. Erwarte kein Gourmet-Buffet, aber die Auswahl an Eiern, Speck und Toast ist solide.

Tipps für die Zimmerwahl

Es gibt verschiedene Kategorien, von Einzelzimmern für Alleinreisende bis hin zu größeren Familienzimmern. Die Einzelzimmer sind wirklich kompakt. Wenn du mit viel Gepäck reist, könnte es eng werden. In diesem Fall lohnt es sich, ein paar Pfund mehr für ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung auszugeben. Die Betten sind bequem, was nach 20.000 Schritten auf Londoner Asphalt das Wichtigste ist. Das WLAN funktioniert in der Regel gut genug für Social Media oder um die Route für den nächsten Tag zu planen. Für High-End-Gaming oder riesige Datentransfers ist es eher nicht gedacht, aber das macht im Urlaub ohnehin niemand.

Der Charme der 70er Jahre Architektur

Das Gebäude selbst ist ein Kind seiner Zeit. Es hat diesen markanten Beton-Look, den man entweder liebt oder hasst. Ich finde, es gehört zum Stadtbild von Bloomsbury einfach dazu. Es erinnert an eine Ära, in der London begann, sich massiv für den internationalen Tourismus zu öffnen. Innen wirkt es durch die Teppiche und die Beleuchtung gemütlicher, als man von außen vermuten würde. Es hat Charakter, auch wenn dieser Charakter manchmal ein bisschen retro ist.

Praktische Tipps für deinen Aufenthalt in Bloomsbury

Wenn du im President Hotel wohnst, solltest du die Gegend nicht nur als Durchgangsstation nutzen. Es gibt so viele versteckte Schätze. Einer meiner Lieblingsorte ist die British Library, die nur einen kurzen Spaziergang entfernt an der Euston Road liegt. Dort kannst du die Magna Carta oder Original-Songtexte der Beatles sehen. Der Eintritt ist frei und die Atmosphäre ist einzigartig ruhig. Es ist der perfekte Kontrast zum lauten Trubel der Oxford Street.

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Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit. Bloomsbury gilt als sehr sicher, auch wenn man nachts alleine unterwegs ist. Es ist ein Viertel, in dem viele Menschen leben und arbeiten. Es ist nie wirklich ausgestorben. Trotzdem sollte man wie in jeder Großstadt wachsam bleiben. Taschendiebe wissen natürlich, wo sich viele Touristen aufhalten. Trag deine Wertsachen nah am Körper und lass nichts offensichtlich im Café auf dem Tisch liegen.

Transportmittel abseits der Tube

Obwohl die U-Bahn direkt vor der Tür ist, solltest du die roten Doppeldeckerbusse nutzen. Die Linie 168 oder 68 bringt dich beispielsweise schnell Richtung Süden über die Waterloo Bridge. Von dort hast du einen der besten Ausblicke auf Big Ben und das London Eye. Busfahren ist in London günstiger als die Tube und man sieht viel mehr von der Stadt. Du brauchst keine Fahrkarte kaufen, sondern hältst einfach deine kontaktlose Kreditkarte oder dein Handy an das Lesegerät. Das System rechnet am Ende des Tages automatisch den günstigsten Tarif aus. Das ist extrem bequem.

Verpflegung für Budget-Reisende

London kann teuer sein, muss es aber nicht. Im Brunswick Centre gibt es einen Waitrose-Supermarkt. Die Qualität dort ist hervorragend. Man kann sich dort mittags super mit Sandwiches oder Salaten eindecken und sich dann in den Russell Square Garden setzen. So sparst du locker 15 bis 20 Pfund pro Tag, die du lieber in ein schönes Abendessen oder ein Musical-Ticket investieren kannst. In der Marchmont Street gibt es zudem viele kleine Imbisse und Pubs, die faire Preise für ihre Mittagsmenüs aufrufen.

Was man vor der Buchung wissen sollte

Ein häufiger Fehler ist es, zu spät zu buchen. Londoner Hotels sind fast immer gut ausgelastet. Das gilt besonders für Häuser mit so einer Lage. Wenn du weißt, wann du reist, sicher dir das Zimmer so früh wie möglich. Oft gibt es Frühbucherrabatte auf der Webseite der Hotelgruppe. Ein weiterer Punkt sind die Steckdosen. Du brauchst in England einen Adapter (Typ G). Das Hotel hat zwar manchmal welche zum Ausleihen, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Kauf dir vorher einen für ein paar Euro, dann bist du auf der sicheren Seite.

Die Fahrstühle im Hotel können zu Stoßzeiten, also morgens gegen neun oder abends gegen sechs, ziemlich voll sein. Wenn du es eilig hast, plan ein paar Minuten Puffer ein. Es ist ein großes Haus mit vielen Gästen, da sind Wartezeiten manchmal unvermeidlich. Das ist aber auch schon das einzige echte Manko, das mir aufgefallen ist. Wenn man das weiß, kann man sich darauf einstellen.

Vergleich mit anderen Unterkünften

In der Preisklasse gibt es in London viel Schrott. Oft landet man in feuchten Kellern in Paddington oder in winzigen Boxen ohne Fenster in Earl's Court. Im Vergleich dazu ist dieses Hotel eine solide Bank. Du weißt, was du bekommst. Es gibt keine bösen Überraschungen beim Check-in. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier einfach, weil die Lage einen Großteil des Wertes ausmacht. Du sparst nicht nur Geld beim Zimmerpreis, sondern auch bei den Fahrtkosten innerhalb der Stadt.

Die Bedeutung des Namens und der Geschichte

Das Hotel gehört zur Imperial Hotels Gruppe, einem Familienunternehmen, das seit Jahrzehnten in London verwurzelt ist. Das merkt man an der Beständigkeit. Während viele andere Hotels ständig den Besitzer und das Konzept wechseln, bleibt man hier einer Linie treu. Das schafft Vertrauen. Viele Gäste kommen seit Jahren immer wieder hierher, weil sie die Verlässlichkeit schätzen. Es ist kein glatter, gesichtsloser Konzernbau, sondern ein Ort mit Geschichte.

Die besten Aktivitäten in der direkten Umgebung

Wenn du mal keine Lust auf die großen Sehenswürdigkeiten hast, bleib einfach in Bloomsbury. Besuche die kleinen Buchläden. Es gibt dort Geschäfte, die sich nur auf Krimis oder nur auf Esoterik spezialisiert haben. Das ist das wahre London. Oder schau dir das Foundling Museum an. Es erzählt die berührende Geschichte des ersten Kinderheims Englands. Solche Orte geben deinem Trip eine Tiefe, die man beim reinen Abklappern der Top 10 Sehenswürdigkeiten oft verpasst.

Für Fans von Harry Potter ist der Bahnhof King's Cross ebenfalls nur einen kurzen Fußmarsch entfernt. Dort kannst du das berühmte Gleis 9 3/4 besuchen. Aber Achtung: Die Schlange für ein Foto ist oft gigantisch. Mein Tipp: Geh ganz früh morgens oder spät abends hin, dann hast du mehr Ruhe. Danach kannst du direkt weiter zum neuen Coal Drops Yard spazieren. Das ist ein modernisiertes Industrieareal mit tollen Shops und Cafés direkt am Kanal.

Märkte und Street Food

Samstags gibt es in der Nähe oft kleinere Märkte. Der Bloomsbury Farmers Market ist ein Highlight für alle, die gutes Essen lieben. Dort gibt es frische Produkte aus der Region und fantastische Mittagsgerichte. Es ist deutlich weniger touristisch als der berühmte Borough Market. Du triffst dort eher Einheimische und Studenten. Die Qualität ist top und die Atmosphäre viel entspannter. Das ist genau das, was ich an dieser Gegend so liebe: Man ist mitten in der Millionenmetropole, aber es fühlt sich stellenweise an wie ein Dorf.

Parks und Erholung

Neben dem Russell Square gibt es noch viele weitere kleine Parks, die sogenannten Squares. Der Tavistock Square ist bekannt für sein Friedensdenkmal und die Statue von Mahatma Gandhi. Es sind perfekte Orte, um mal kurz die Augen zuzumachen und den Lärm der Stadt auszublenden. Viele Londoner nutzen ihre Mittagspause, um dort auf dem Rasen zu liegen. Mach es wie sie. Es ist die beste Art, um die Batterien wieder aufzuladen.

Strategische Planung für deinen London-Besuch

Einen Aufenthalt im President Hotel London Guilford Street zu planen bedeutet, Effizienz zu priorisieren. Wer morgens direkt am Russell Square startet, hat den strategischen Vorteil auf seiner Seite. Du kannst den Tag im British Museum beginnen, bevor die großen Reisegruppen ankommen. Danach läufst du gemütlich Richtung Soho oder Chinatown zum Mittagessen. Den Nachmittag verbringst du an der Southbank und abends bist du in zehn Minuten mit der Tube wieder zurück im Hotel.

Es macht keinen Sinn, in London alles sehen zu wollen. Die Stadt ist zu groß. Such dir pro Tag ein Viertel aus und erkunde es richtig. Bloomsbury ist dafür die perfekte Ausgangsbasis. Du bist so zentral, dass du zwischendurch sogar kurz ins Hotel zurückkehren kannst, um die Einkaufstüten abzustellen oder dich kurz frisch zu machen. Das ist ein Luxus, den man in Außenbezirken wie Stratford oder Wembley nicht hat. Dort ist man den ganzen Tag unterwegs, weil die Rückreise zum Hotel zu lange dauern würde.

Buchung und Preise

Die Preise schwanken in London extrem. Während der Ferienzeiten oder bei großen Events wie dem London Marathon steigen die Kosten massiv an. Wenn du flexibel bist, reis unter der Woche. Oft sind Dienstag und Mittwoch die günstigsten Tage. Schau auch direkt auf der Seite der Imperial Hotels, ob es Angebote für längere Aufenthalte gibt. Manchmal sparst du ab drei Nächten einen ordentlichen Prozentsatz.

Nächste Schritte für deine Reise

  1. Prüf deine Reisedaten und vergleich die Preise auf verschiedenen Portalen, aber check immer auch die offizielle Hotel-Webseite.
  2. Besorg dir eine Oyster Card oder stell sicher, dass deine Kreditkarte für kontaktloses Bezahlen im Ausland freigeschaltet ist.
  3. Lad dir eine Offline-Karte von London herunter, damit du dich in den kleinen Gassen von Bloomsbury nicht verläufst.
  4. Reservier Tische in beliebten Restaurants im Voraus, besonders wenn du am Wochenende in der Nähe von Covent Garden essen willst.
  5. Pack bequeme Schuhe ein. Egal wie gut die Anbindung ist, in London läufst du viel mehr als du denkst.

Es gibt keinen Grund, unnötig viel Geld für ein Bett auszugeben, in dem man sowieso nur acht Stunden verbringt. Die gesparten Scheine steckst du lieber in ein erstklassiges Steak, eine Theateraufführung im West End oder einen ausgiebigen Shoppingtrip. London wartet auf dich, und von der Guilford Street aus liegt es dir praktisch zu Füßen.


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Thomas Schäfer

Thomas Schäfer verfolgt politische und soziale Debatten mit kritischem Blick und journalistischer Verantwortung.