prof dr med klaus rüther

prof dr med klaus rüther

Wer plötzlich schlechter sieht oder mit einer chronischen Augenerkrankung kämpft, sucht nicht einfach nur einen Arzt. Man sucht Sicherheit. In der Welt der Berliner Augenheilkunde ist Prof Dr Med Klaus Rüther eine feste Größe, wenn es um komplizierte Diagnosen geht. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man eine Standarduntersuchung beim Optiker macht oder sich in die Hände eines Spezialisten begibt, der Jahrzehnte in der Forschung und Klinik verbracht hat. Wenn das Augenlicht bedroht ist, zählt jedes Detail. Ein falscher Befund oder eine zu spät erkannte Netzhautdegeneration können das Leben massiv einschränken. Deshalb schauen wir uns heute genau an, was eine exzellente ophthalmologische Betreuung ausmacht und warum spezialisierte Expertise in der Hauptstadt so gefragt ist.

Die Rolle der Elektrophysiologie in der modernen Diagnostik

Viele Patienten kommen erst dann in eine spezialisierte Praxis, wenn die normale Brille nicht mehr hilft. Oft liegt das Problem tiefer, in den Schichten der Netzhaut oder im Sehnerv. Hier kommt die Elektrophysiologie ins Spiel. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde wie ein EKG für das Auge. Man misst die elektrischen Ströme, die entstehen, wenn Licht auf die Netzhaut trifft. Ohne diese objektiven Messdaten bleibt vieles im Trüben. Ein erfahrener Mediziner kann so feststellen, ob eine Sehbehinderung genetisch bedingt ist oder durch äußere Einflüsse entstand.

Warum das ERG so wichtig ist

Das Elektroretinogramm (ERG) ist das Herzstück dieser Diagnostik. Es zeigt uns schwarz auf weiß, wie die Photorezeptoren arbeiten. Stell dir vor, deine Augen sind wie eine Kamera. Wenn der Sensor kaputt ist, nützt das beste Objektiv nichts. Viele seltene Erkrankungen wie die Retinitis pigmentosa lassen sich oft nur so sicher diagnostizieren. In Berlin gibt es nur wenige Orte, die diese Technik auf diesem Niveau beherrschen. Es braucht nicht nur die Geräte, sondern jemanden, der die Wellenformen auch interpretieren kann. Ein Computer spuckt Zahlen aus, aber ein Experte liest daraus eine Lebensgeschichte.

EOG und VEP als ergänzende Bausteine

Neben dem ERG gibt es das Elektrookulogramm (EOG) und die visuell evozierten Potentiale (VEP). Das EOG untersucht vor allem die Versorgungsschicht unter der Netzhaut. Das VEP hingegen schaut sich den Weg zum Gehirn an. Manchmal ist das Auge gesund, aber die Leitung ist gestört. Das passiert oft bei Multipler Sklerose oder Sehnerventzündungen. Wer hier eine klare Antwort will, muss zu jemandem, der diese Puzzleteile zusammensetzen kann.

Expertise von Prof Dr Med Klaus Rüther bei Makuladegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist der Albtraum vieler Senioren. Man sieht in der Mitte des Bildes nur noch einen grauen Fleck. Gesichter werden unkenntlich. Lesen wird unmöglich. In der Berliner Praxis von Prof Dr Med Klaus Rüther wird schnell klar, dass man hier nicht aufgeben muss. Es gibt heute Therapien, die den Prozess stoppen oder zumindest stark verlangsamen können. Besonders die feuchte Form der AMD lässt sich mit Medikamenten, die direkt in das Auge injiziert werden, oft gut kontrollieren.

Der Unterschied zwischen trocken und feucht

Die trockene AMD verläuft meist langsam. Man kann hier mit speziellen Vitaminpräparaten gegensteuern, aber Wunder sollte man nicht erwarten. Viel gefährlicher ist die feuchte Form. Hier wachsen undichte Gefäße unter die Netzhaut. Das führt zu Schwellungen und Blutungen. Hier muss man schnell handeln. Eine Behandlung mit sogenannten VEGF-Hemmern ist heute Standard. Aber die Frequenz der Spritzen muss individuell angepasst werden. Wer stur nach Schema F behandelt, riskiert entweder eine Unterversorgung oder unnötige Belastungen für den Patienten.

Vorbeugung durch moderne Bildgebung

Die optische Kohärenztomographie (OCT) hat die Augenheilkunde revolutioniert. Man sieht die Schichten der Netzhaut in mikroskopischer Auflösung. Das ist schmerzfrei und dauert nur Sekunden. Früher musste man warten, bis der Schaden sichtbar war. Heute erkennt man Flüssigkeitsansammlungen, bevor der Patient überhaupt Symptome bemerkt. Das ist der Moment, in dem echte Vorsorge stattfindet. Wer ein familiäres Risiko hat, sollte ab 50 regelmäßig zum Check. Das Geld für diese IGeL-Leistung ist meist besser investiert als in jede Zusatzversicherung.

Schielen und Sehschwäche bei Kindern

Die Kinderophthalmologie ist ein ganz eigenes Feld. Ein Kind ist kein kleiner Erwachsener. Die Augen entwickeln sich in den ersten Lebensjahren rasant. Wenn ein Kind schielt, ist das kein Schönheitsfehler. Es ist eine Gefahr für die Entwicklung des räumlichen Sehens. Das Gehirn schaltet das schielende Auge einfach ab, um Doppelbilder zu vermeiden. Wenn man das nicht rechtzeitig behandelt, bleibt das Auge lebenslang schwachsichtig. Man nennt das Amblyopie.

Die Bedeutung der Sehschule

In einer guten Praxis gibt es eine Orthoptistin. Das sind Spezialistinnen für Bewegungsstörungen der Augen. Sie führen die Sehschule durch. Dort wird spielerisch getestet, wie gut beide Augen zusammenarbeiten. Oft hilft schon eine einfache Abklebe-Therapie. Ein paar Stunden am Tag wird das gute Auge verdeckt, damit das schwache Auge trainieren muss. Das klingt simpel, erfordert aber viel Geduld von Eltern und Kindern. Wer hier zu spät kommt, verpasst das Zeitfenster. Nach dem zehnten Lebensjahr ist die visuelle Hirnrinde meist so weit gefestigt, dass kaum noch Korrekturen möglich sind.

Brillenbestimmung bei Kleinkindern

Wie misst man die Sehstärke bei jemandem, der noch nicht sprechen kann? Man nutzt spezielle Tropfen, die die Pupille weit machen und die Akkommodation ausschalten. Dann kann der Arzt mit einem Skiaskop genau sehen, welche Korrektur nötig ist. Das ist absolut präzise. Viele Eltern haben Angst vor den Tropfen, aber sie sind für eine exakte Diagnose unerlässlich. Nur so lässt sich verhindern, dass ein Kind in der Schule scheitert, nur weil es die Tafel nicht scharf sieht.

Genetische Augenerkrankungen und Beratung

Es gibt Erkrankungen, die in den Genen liegen. Das ist oft ein Schock für die Betroffenen. Aber Wissen ist Macht. Wer weiß, welche Mutation vorliegt, kann besser planen. In der Berliner Spezialpraxis wird viel Wert auf die genetische Beratung gelegt. Es geht darum, Wahrscheinlichkeiten zu verstehen. Wird mein Kind auch erkranken? Gibt es neue Studien für meine spezifische Mutation? In der Augenheilkunde passiert gerade extrem viel im Bereich der Gentherapie.

Die Hoffnung der Gentherapie

Es ist keine Science-Fiction mehr. Für bestimmte Formen der Leberschen Kongenitalen Amaurose gibt es bereits zugelassene Therapien. Dabei werden gesunde Gen-Kopien unter die Netzhaut gespritzt. Das Ziel ist es, den Verfall zu stoppen. Das funktioniert zwar noch nicht für alle Gendefekte, aber die Forschung macht riesige Sprünge. Man muss jedoch genau wissen, welchen Defekt man hat. Eine einfache Diagnose wie "Netzhautdegeneration" reicht nicht mehr aus. Man braucht die exakte molekulargenetische Identifizierung.

Leben mit Sehbehinderung

Wenn die Medizin an ihre Grenzen stößt, ist die Betreuung nicht zu Ende. Es geht dann um vergrößernde Sehhilfen. Das reicht von speziellen Lupen bis hin zu High-Tech-Kamerasystemen. In Deutschland gibt es ein starkes Netzwerk an Unterstützung. Organisationen wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband bieten hier eine erste Anlaufstelle für Betroffene. Es ist wichtig, den Mut nicht zu verlieren. Auch mit geringem Sehrest lässt sich durch moderne Technik ein hohes Maß an Autonomie bewahren.

Der graue Star und die Linsenwahl

Katarakt-Operationen gehören zu den häufigsten Eingriffen weltweit. Die körpereigene Linse trübt sich ein und wird durch eine Kunstlinse ersetzt. Das ist heute ein Routineeingriff von etwa 15 Minuten. Aber die Wahl der Linse ist eine Entscheidung für den Rest des Lebens. Will man danach weiterhin eine Lesebrille tragen? Oder entscheidet man sich für eine Multifokallinse?

Vor- und Nachteile von Premiumlinsen

Standardlinsen werden von der Krankenkasse bezahlt. Sie liefern ein scharfes Bild in der Ferne. Premiumlinsen können mehr. Sie korrigieren Hornhautverkrümmungen oder ermöglichen das Sehen in verschiedenen Distanzen. Aber sie sind nicht für jeden geeignet. Wer zum Beispiel an einer fortgeschrittenen Makuladegeneration leidet, profitiert oft nicht von einer Multifokallinse. Hier ist eine ehrliche Beratung durch den Chirurgen entscheidend. Man darf den Patienten keine falschen Hoffnungen machen.

Der richtige Zeitpunkt für die OP

Wann ist es Zeit? Früher hieß es, die Linse müsse "reif" sein. Das ist veraltet. Heute operiert man, wenn die Lebensqualität sinkt. Wenn das Autofahren bei Nacht zur Qual wird oder die Zeitung nicht mehr lesbar ist, sollte man handeln. Das Risiko des Eingriffs ist minimal, der Gewinn an Lebensfreude oft gewaltig. Die meisten Patienten sagen nach der OP: "Hätte ich das mal früher gemacht."

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Trockene Augen als Volkskrankheit

In Zeiten von Homeoffice und ständigem Blick auf das Smartphone leiden immer mehr Menschen an trockenen Augen. Das brennt, kratzt und stört die Konzentration. Man nennt das auch Sicca-Syndrom. Oft liegt es nicht an zu wenig Tränenflüssigkeit, sondern an einer falschen Zusammensetzung des Tränenfilms. Die Fettschicht fehlt, und das Wasser verdunstet zu schnell.

Was man selbst tun kann

Der erste Schritt ist oft die Umstellung der Umgebung. Öfter lüften, mehr trinken, bewusst blinzeln. Wer konzentriert auf den Monitor starrt, vergisst das Blinzeln. Das Auge trocknet aus. Es gibt gute Augentropfen ohne Konservierungsstoffe, die man mehrmals täglich nutzen kann. Wenn das nicht hilft, muss man die Meibom-Drüsen am Lidrand untersuchen. Sind diese verstopft, hilft oft eine regelmäßige Lidrandpflege mit warmen Kompressen.

Wann der Gang zum Arzt nötig ist

Wenn das Auge ständig rot ist oder man das Gefühl hat, einen Fremdkörper im Auge zu haben, reicht die Selbsttherapie nicht mehr aus. Es könnten Entzündungen vorliegen, die behandelt werden müssen. Ein Augenarzt kann den Tränenfilm genau analysieren. Manchmal stecken auch Medikamente wie Betablocker oder Antihistaminika dahinter. Das muss man im Gesamtkontext betrachten. Eine ganzheitliche Sicht auf den Patienten ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Informationen zu klinischen Standards finden sich oft beim Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Die Qualität der Augenheilkunde in Berlin

Berlin ist ein Zentrum der medizinischen Exzellenz. Es gibt eine hohe Dichte an Fachärzten und Universitätskliniken wie die Charité. Das Niveau ist extrem hoch. Dennoch suchen viele Patienten gezielt nach Spezialisten mit einer universitären Laufbahn, die nun in eigener Praxis tätig sind. Man bekommt dort die Zeit und Aufmerksamkeit einer privaten Atmosphäre gepaart mit dem Wissen der Spitzenforschung.

Prof Dr Med Klaus Rüther steht genau für diese Brücke zwischen Wissenschaft und patientennaher Versorgung. Es geht nicht nur um Apparatemedizin. Es geht darum, dem Patienten zuzuhören und Ängste ernst zu nehmen. In einer Zeit, in der das Gesundheitssystem immer mehr unter Druck gerät, ist diese Form der individuellen Betreuung ein kostbares Gut.

Praktische Schritte für deine Augengesundheit

Vorsorge ist kein Termin, den man ewig vor sich her schieben sollte. Hier sind konkrete Schritte, die du jetzt gehen kannst:

  1. Checkup-Termin vereinbaren: Wenn du über 40 bist und noch nie beim Augenarzt warst, wird es Zeit. Besonders der Augeninnendruck sollte gemessen werden, um ein Glaukom (Grüner Star) auszuschließen. Dieser tut nämlich nicht weh, zerstört aber unumkehrbar den Sehnerv.
  2. Arbeitsplatz optimieren: Achte auf die 20-20-20-Regel. Alle 20 Minuten für 20 Sekunden in 20 Fuß (ca. 6 Meter) Entfernung schauen. Das entspannt die Augenmuskulatur und fördert den Lidschlag.
  3. UV-Schutz ernst nehmen: Eine Sonnenbrille ist kein reines Modeaccessoire. UV-Licht schädigt die Linse und die Netzhaut. Achte beim Kauf auf das CE-Zeichen und den Zusatz UV400.
  4. Familiengeschichte prüfen: Frag deine Eltern oder Großeltern nach Augenerkrankungen. Viele Dinge sind erblich. Wenn du das weißt, kann dein Arzt gezielter suchen.
  5. Ernährung anpassen: Grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl enthält Lutein und Zeaxanthin. Das sind quasi natürliche Sonnenschutzmittel für deine Makula. Es klingt banal, aber eine gute Nährstoffversorgung ist die Basis für funktionierende Photorezeptoren.

Deine Augen sind dein wichtigstes Sinnesorgan. Warte nicht auf Symptome, sondern handle präventiv. Ein Experte kann Veränderungen sehen, lange bevor du sie spürst. Das gibt dir die Sicherheit, die du für deine Zukunft brauchst. Wer in Berlin wohnt, hat den Luxus, auf Spitzenmediziner zugreifen zu können. Nutze diesen Vorteil für dein Sehvermögen. Es lohnt sich.

LZ

Lisa Zimmermann

Zwischen Tagesaktualität und Hintergrundanalyse bringt Lisa Zimmermann Struktur in komplexe Themenlagen.