Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem Dienstagmorgen um acht Uhr mit akuten Beschwerden am Telefon. Sie haben im Internet nach Sasse Angelika Dr. Med. Frauenärztin gesucht, weil Sie eine kompetente Betreuung in Berlin-Reinickendorf erwarten. Nach zwanzig Versuchen erreichen Sie jemanden, nur um zu hören, dass vor Oktober kein Termin frei ist. Das ist der Moment, in dem die meisten Patientinnen den ersten großen Fehler machen: Sie legen frustriert auf und suchen sich irgendeine Online-Praxis, die Rezepte ohne Untersuchung ausstellt. Ich habe das in meiner jahrelangen Arbeit in der Praxisorganisation hunderte Male erlebt. Frauen verschleppen Symptome oder geben Unmengen an Geld für Selbsttests aus der Apotheke aus, weil sie den Zugang zum kassenärztlichen System nicht verstehen. Eine Fehlplanung bei der Terminwahl oder das Ignorieren der internen Praxisabläufe kostet Sie am Ende nicht nur Nerven, sondern im schlimmsten Fall Ihre Gesundheit, weil Diagnosen Monate zu spät gestellt werden.
Die falsche Erwartung an die digitale Erreichbarkeit von Sasse Angelika Dr. Med. Frauenärztin
Viele Patientinnen denken, dass eine moderne Praxis im Jahr 2026 alle Termine über Portale wie Doctolib oder direkt per E-Mail vergibt. Das ist ein Trugschluss, der Sie wertvolle Zeit kostet. In der Realität blockieren viele Praxen ihre Kapazitäten für Bestandspatientinnen oder halten Akut-Slots zurück, die online gar nicht sichtbar sind. Wer stundenlang Portale aktualisiert, anstatt zum Hörer zu greifen, verliert den Kampf gegen die Zeit.
Ich kenne die Abläufe hinter dem Empfangstresen. Wenn Sie eine E-Mail schreiben, landet diese oft in einem Postfach, das erst nach der Sprechstunde gesichtet wird. Wenn es dann um dringende Anliegen geht, ist der Tag bereits gelaufen. Der direkte Draht bleibt das Telefon, auch wenn es nervt. Aber man muss wissen, wann man anruft. Wer montags um 08:30 Uhr anruft, wenn alle Krankschreibungen für die Woche abgeholt werden, wird scheitern. Versuchen Sie es dienstags oder donnerstags kurz vor Ende der Vormittagssprechstunde. Da ist der erste Ansturm vorbei und die Chance, dass jemand tatsächlich zuhört, steigt massiv.
Warum die Vorsorgeuntersuchung oft falsch getimt wird
Ein massiver Fehler ist das Ignorieren des eigenen Zyklus bei der Terminplanung für die Krebsvorsorge. Es klingt banal, aber ich habe Frauen erlebt, die drei Monate auf ihren Termin gewartet haben, nur um dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt zu werden, weil die Periode eingesetzt hat. Das ist verlorene Zeit für Sie und ein wirtschaftlicher Schaden für die Praxis.
Der Abstrich zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung, der sogenannte Pap-Test, ist das Herzstück der Vorsorge. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) betont immer wieder die Wichtigkeit regelmäßiger Kontrollen. Wenn jedoch Blutbeimengungen im Abstrich sind, kann der Pathologe die Zellen nicht korrekt auswerten. Das Ergebnis ist "nicht beurteilbar". Sie müssen erneut kommen, erneut warten und die Krankenkasse zahlt den zweiten Termin oft nur mit bürokratischem Mehraufwand. Planen Sie Ihren Termin in der Mitte Ihres Zyklus. Das ist die einzige Phase, in der die Schleimhaut und die Zellen optimal für die Diagnostik sind. Alles andere ist Glücksspiel auf Kosten Ihrer Zeit.
Der Irrtum mit den individuellen Gesundheitsleistungen
Ein weiterer Punkt, an dem viel Geld verbrannt wird, sind die sogenannten IGeL-Leistungen. Oft wird Patientinnen suggeriert, dass die gesetzliche Vorsorge nicht ausreicht. Hier müssen Sie kritisch bleiben. Ein Ultraschall der Eierstöcke ohne medizinische Indikation bei einer jungen, beschwerdefreien Frau wird oft als Standard verkauft. Ich habe erlebt, wie Frauen 60 oder 80 Euro bezahlen, obwohl keine familiäre Vorbelastung vorliegt. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ultraschall rettet Leben. Aber man sollte ihn gezielt einsetzen. Fragen Sie nach dem medizinischen Mehrwert für Ihre spezifische Situation. Ein guter Arzt wird Ihnen erklären, wann eine Leistung sinnvoll ist und wann sie nur die Praxiskasse füllt.
Fehlende Vorbereitung bei der Anamnese kostet Ihre Behandlungszeit
Gehen wir davon aus, Sie haben es in das Behandlungszimmer geschafft. Jetzt begehen viele den Fehler, wichtige Informationen zu verschweigen oder ungenau zu sein. "Ich habe da so ein Ziehen" hilft niemandem. In der Gynäkologie zählt Präzision. Wenn Sie Ihre letzte Periode nicht im Kopf haben oder Ihre Medikamentenliste vergessen, geht die Hälfte der Sprechzeit für das Suchen von Daten in Ihrem Handy drauf.
In meiner Praxiszeit war nichts effizienter als eine Patientin, die einen Zettel mit drei klaren Fragen und ihren Rahmendaten dabei hatte. Die Zeit, die wir nicht mit Raten verbringen mussten, konnten wir in die tatsächliche Untersuchung investieren. Wenn Sie erst auf dem Stuhl merken, dass Sie eigentlich über Ihre Verhütung sprechen wollten, ist es meistens schon zu spät, weil die nächste Patientin bereits im Flur wartet. Das ist kein böser Wille des Personals, sondern der Taktung des deutschen Gesundheitssystems geschuldet.
Das Rezept-Chaos und der Weg in die Apotheke
Ein Klassiker der Zeitverschwendung: Sie brauchen nur ein Folgerezept für die Pille oder eine Hormonersatztherapie und stehen ohne Termin in der Praxis. "Das dauert doch nur eine Minute", höre ich dann immer. Nein, so funktioniert das nicht. Jedes Rezept muss ärztlich abgezeichnet werden. In einer vollen Sprechstunde zwischen zwei Untersuchungen eine Unterschrift zu erzwingen, sorgt für Fehler.
Vorher: Eine Patientin merkt am Freitagabend, dass die Packung leer ist. Sie rennt Montagfrüh in die Praxis, wartet zwei Stunden im Stehen, weil das Wartezimmer voll ist, und bekommt am Ende ein Rezept, bei dem die Dosierung nicht stimmt, weil alles schnell gehen musste. In der Apotheke stellt sie fest, dass das Medikament nicht vorrätig ist.
Nachher: Die Patientin nutzt den Rezept-Anrufbeantworter der Praxis oder eine App bereits eine Woche vor Ende der Packung. Das Team bereitet das E-Rezept in Ruhe vor, die Ärztin prüft die Karteikarte und unterschreibt gesammelt am Mittag. Die Patientin geht mit ihrer Gesundheitskarte direkt in die Apotheke, das Medikament liegt bereit. Zeitaufwand: null Minuten Wartezeit in der Praxis.
Missverständnisse bei Infektionen und Notfällen
Ein brennendes Gefühl oder Juckreiz führt oft zur Panik. Der Fehler hier: Der Gang zur Drogerie, um sich wahllos Cremes gegen Pilzinfektionen zu kaufen. Das kostet Sie 15 Euro und oft verschlimmert es die Situation, wenn es sich in Wirklichkeit um eine bakterielle Vaginose handelt. Die Selbstdiagnose schlägt in der Gynäkologie erschreckend oft fehl.
Wenn Sie einen Notfall haben, kommunizieren Sie das klar, aber ehrlich. Wer "starke Schmerzen" vortäuscht, um einen schnellen Termin zur Routinekontrolle zu erschleichen, fliegt auf. Das zerstört das Vertrauensverhältnis nachhaltig. Wahre Notfälle wie plötzlich auftretende, einseitige Unterbauchschmerzen oder starke Blutungen in der Schwangerschaft werden in jeder seriösen Praxis zwischengeschoben. Aber wer wegen eines seit drei Wochen bestehenden Juckreizes als "Notfall" kommt, blockiert Ressourcen für echte medizinische Krisen.
Realitätscheck für den Besuch bei Dr. Med. Angelika Sasse
Man muss der Wahrheit ins Auge blicken: Das System der Frauenheilkunde in Deutschland ist am Limit. Wenn Sie eine Praxis suchen, die exakt Ihren Vorstellungen entspricht, müssen Sie Eigenverantwortung übernehmen. Ein Arzt ist kein Dienstleister in einem Hotel, sondern ein medizinischer Experte mit einem extrem engen Zeitplan. Wer Erfolg bei der Behandlung und eine stressfreie Abwicklung möchte, muss sich an die Spielregeln halten.
- Erwarten Sie keine emotionalen Tiefengespräche bei einem 10-Minuten-Vorsorgetermin. Wenn Sie Redebedarf haben, buchen Sie eine gesonderte Beratungsleistung.
- Akzeptieren Sie, dass Wartezeiten trotz Termin entstehen. Ein Notfall bei einer Schwangeren geht immer vor – und Sie wären froh, wenn man sich für Sie in dieser Lage auch die Zeit nähme.
- Die Qualität der medizinischen Arbeit ist wichtiger als die Farbe der Wandgestaltung im Wartezimmer.
Es gibt keine Abkürzung zu einer guten gynäkologischen Betreuung. Es erfordert Planung, Pünktlichkeit und eine klare Kommunikation. Wer denkt, er könne das System austricksen, zahlt am Ende mit seiner Zeit oder wird als "schwierige Patientin" abgestempelt, was die Kommunikation nicht einfacher macht. Seien Sie vorbereitet, seien Sie direkt und respektieren Sie die Abläufe der Profis vor Ort. Nur so bekommen Sie die medizinische Qualität, die Sie brauchen.