Das Berliner Audiounternehmen Lautsprecher Teufel GmbH hat die zweite Generation seines tragbaren Bluetooth-Lautsprechers auf den Markt gebracht, um seine Marktanteile im Segment der mobilen Audiogeräte zu stabilisieren. In einem ersten Teufel Rockster Go 2 Test unter realen Bedingungen bewerteten Fachmedien vor allem die Akkulaufzeit und die Robustheit des Gehäuses als wesentliche Faktoren für den Erfolg im Wettbewerb mit Herstellern wie JBL oder Bose. Das Gerät wurde offiziell im Frühjahr 2024 vorgestellt und zielt laut einer Pressemitteilung des Unternehmens auf Nutzer ab, die hohe Ansprüche an Klangqualität in Außenbereichen stellen.
Die technische Überarbeitung umfasst laut Datenblatt des Herstellers eine verbesserte Staub- und Wasserdichtigkeit nach dem IP67-Standard. Dies ermöglicht es dem Gerät, zeitweilig in Wasser untergetaucht zu werden, ohne Schaden an der internen Elektronik zu nehmen. Sascha Arndt, ein Sprecher der Teufel-Entwicklungsabteilung, gab an, dass die Energieeffizienz durch den Einsatz neuer Chipsätze gesteigert wurde. Erfahren Sie mehr zu einem verwandten Thema: diesen verwandten Artikel.
Technische Spezifikationen und Testergebnisse
Die interne Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku, der laut Teufel eine Spieldauer von bis zu 28 Stunden im sogenannten Dynamore-Modus ermöglicht. Dieser Modus soll das Stereobild verbreitern, indem er digitale Signalverarbeitung nutzt, um die räumliche Wahrnehmung zu vergrößern. In einem standardisierten Teufel Rockster Go 2 Test bei mittlerer Lautstärke erreichte das Gerät Werte, die die Herstellerangaben bei deaktivierten Zusatzfunktionen sogar leicht übertrafen.
Der Lautsprecher verfügt über zwei Breitbandtöner und eine passive Bassmembran, die laut technischer Dokumentation einen Frequenzbereich ab 60 Hertz abdeckt. Die Kopplung mit Endgeräten erfolgt über Bluetooth 5.3, was eine stabile Verbindung über Distanzen von bis zu 15 Metern in offenen Räumen gewährleistet. Ein USB-C-Anschluss dient nicht nur zum Laden, sondern fungiert laut Handbuch auch als integrierte Soundkarte für die Nutzung am PC oder Laptop. Computer Bild hat dieses wichtige Sachgebiet ebenfalls behandelt.
Klangliche Performance und Lautstärke
Messungen ergaben einen maximalen Schalldruckpegel von über 80 Dezibel in einem Meter Entfernung. Die Ingenieure legten den Fokus laut Unternehmensangaben auf eine lineare Abstimmung, um Verzerrungen bei hohen Lautstärken zu minimieren. In verschiedenen Szenarien zeigte sich, dass die Basswiedergabe durch die Positionierung auf festen Untergründen mechanisch verstärkt wird.
Marktpositionierung und Preisgestaltung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149,99 Euro platziert sich das Modell im mittleren Preissegment für portable Lautsprecher. Marktanalysten der GfK wiesen in ihrem Bericht zum Audiomarkt darauf hin, dass die Nachfrage nach robusten Outdoor-Geräten in Europa seit 2021 stetig gewachsen ist. Teufel konkurriert hier direkt mit US-amerikanischen Großkonzernen, die über deutlich größere Marketingbudgets verfügen.
Der Vertrieb erfolgt primär über den eigenen Online-Shop sowie ausgewählte Flagship-Stores in deutschen Großstädten. Diese Strategie der Direktvermarktung erlaubt es dem Unternehmen laut Geschäftsbericht, Margen trotz steigender Produktionskosten in Asien stabil zu halten. Kritiker merken an, dass das Fehlen einer Unterstützung für hochauflösende Codecs wie aptX in dieser Preisklasse einen Nachteil darstellen könnte.
Vergleich mit dem Vorgängermodell
Im direkten Vergleich zur ersten Generation wurde das Design nur geringfügig angepasst, während das Gewicht bei etwa 460 Gramm blieb. Die gummierte Oberfläche dient laut Hersteller als Stoßschutz bei Stürzen aus geringer Höhe. Interne Dokumente belegen, dass die mechanische Belastbarkeit in Falltests aus einer Höhe von 1,20 Metern erfolgreich geprüft wurde.
Kritische Aspekte im Teufel Rockster Go 2 Test
Ein häufig genannter Kritikpunkt in Nutzerforen und Fachpublikationen betrifft die fehlende Powerbank-Funktion. Während Konkurrenzprodukte das Laden von Smartphones über den internen Lautsprecher-Akku erlauben, verzichtet die Berliner Firma bei diesem Modell auf dieses Merkmal. Die Begründung liegt laut technischem Support in der Priorisierung der kompakten Bauweise und der maximalen Audiolaufzeit.
Zudem wurde das Fehlen eines analogen Klinkeneingangs bemängelt, der beim Vorgängermodell noch vorhanden war. Dieser Trend zum rein digitalen Anschluss via Bluetooth oder USB-C findet sich bei immer mehr Herstellern, schränkt jedoch die Kompatibilität mit älteren Abspielgeräten ein. Experten der Stiftung Warentest betonen regelmäßig, dass die Reduzierung von Anschlüssen die Langlebigkeit der Geräte beeinträchtigen kann, falls Funkstandards veralten.
Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit
Das Gehäuse ist fest verschraubt und verklebt, was die Einstufung in die IP67-Schutzklasse ermöglicht. Dies führt jedoch dazu, dass ein eigenständiger Austausch des Akkus durch den Endverbraucher nahezu unmöglich ist. Teufel bietet hierfür einen kostenpflichtigen Reparaturservice an, um die Umweltbelastung durch Elektroschrott zu reduzieren.
Die Bedeutung von Dynamore für den mobilen Einsatz
Die hauseigene Dynamore-Technologie stellt einen zentralen Bestandteil der Vermarktungsstrategie dar. Durch phasenverschobene Signale wird simuliert, dass die Schallquellen weiter auseinanderliegen, als es das physische Gehäuse zulässt. Dies soll besonders in Außenbereichen helfen, ein immersives Klangerlebnis zu erzeugen, ohne dass der Hörer direkt vor dem Gerät sitzen muss.
Wissenschaftliche Untersuchungen zur Psychoakustik bestätigen, dass solche Verfahren die Lokalisation von Schallquellen beeinflussen können. Kritische Stimmen im Hi-Fi-Bereich geben jedoch zu bedenken, dass diese Bearbeitung des Signals die Authentizität der ursprünglichen Aufnahme verändern kann. In der Praxis nutzen viele Anwender diese Funktion laut Kundenbefragungen vor allem bei Gruppenaktivitäten im Freien.
Ausblick auf die Marktentwicklung
Die Branche erwartet für das kommende Geschäftsjahr eine weitere Konsolidierung im Bereich der Bluetooth-Audio-Hardware. Es bleibt abzuwarten, ob Software-Updates künftig zusätzliche Funktionen wie eine Multi-Point-Verbindung für mehrere gleichzeitige Bluetooth-Quellen nachliefern werden. Brancheninsider beobachten genau, ob Teufel seine Marktanteile gegenüber den globalen Marktführern durch die Fokussierung auf Klangtreue und Robustheit weiter ausbauen kann.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie die Resonanz der Langzeitnutzer auf die Materialbeständigkeit ausfällt. Beobachter des Portals Heise Online weisen darauf hin, dass die Software-Integration in die Teufel Home App ein entscheidender Faktor für die Nutzerbindung sein wird. Ein Update zur Unterstützung des neuen Auracast-Standards wird in Fachkreisen bereits für die nächste Produktgeneration diskutiert.
Der Wettbewerb verschärft sich zudem durch den Markteintritt chinesischer Anbieter, die ähnliche Spezifikationen zu niedrigeren Preisen anbieten. Die langfristige Strategie von Teufel scheint daher auf der Stärkung der Markenidentität und dem Ausbau des Kundenservice in der DACH-Region zu basieren. Ob diese Faktoren ausreichen, um den Erfolg der Rockster-Serie dauerhaft zu sichern, wird durch die Verkaufszahlen des laufenden Quartals untermauert werden.