Wer einmal mit kleinen Kindern verreist ist, weiß genau: Der Urlaub steht und fällt mit der Qualität der Kinderbetreuung und der Lage des Hotels. Es bringt wenig, wenn die Poolanlage zwar schick aussieht, man aber für jeden Strandbesuch erst zwei Buggys in einen Mietwagen wuchten muss. Genau hier setzt das Konzept vom Tui Kids Club Riu Oliva Beach an, das Eltern die logistischen Sorgen abnehmen will. Fuerteventura ist ohnehin eine Insel, die polarisiert. Manche sehen nur Steine und Wind, andere erkennen die Freiheit der endlosen Dünen von Corralejo. Wenn du nach einem Ort suchst, an dem deine Kinder Sandburgen in Dimensionen bauen können, die jeden Statiker erblassen lassen, bist du hier richtig. Das Hotel thront wie ein massiver Fels direkt im Naturschutzgebiet. Das ist Luxus der alten Schule, nicht durch goldene Wasserhähne, sondern durch die unschlagbare Nähe zum Atlantik.
Warum die Lage in den Dünen alles verändert
Manche Hotels behaupten, sie lägen am Strand, aber man läuft trotzdem zehn Minuten über Asphalt. Hier trittst du aus der Lobby und stehst im Sand. Die Dünen von Corralejo sind ein staatlich geschütztes Naturmonatmal. Das bedeutet, dass hier eigentlich nichts mehr gebaut werden darf. Das Hotel genießt Bestandsschutz. Das ist ein riesiger Vorteil. Du hast keinen Durchgangsverkehr. Du hast keinen Lärm von anderen Bars. Es gibt nur das Rauschen des Meeres und den Wind. Für eine alternative Sichtweise, lesen Sie: diesen verwandten Artikel.
Dieser Wind ist ein Thema für sich. Auf Fuerteventura weht er fast immer. Das hält die Hitze erträglich. Für Eltern ist das ein Segen. Die Kinder überhitzen nicht so schnell beim Spielen. Aber Achtung: Die Sonne brennt trotzdem gnadenlos. Ein UV-Shirt ist hier kein modisches Accessoire, sondern überlebenswichtig. Ich habe oft gesehen, wie Familien den Wind unterschätzt haben und am Abend krebsrot beim Abendessen saßen. Das ruiniert den Rest der Woche.
Der Strandabschnitt vor der Tür
Der Sand ist hell und fein. Es gibt keine Steine, die Kinderfüße verletzen könnten. Das Wasser fällt flach ab. Trotzdem bleibt es der Atlantik. Die Strömung kann tückisch sein. Deshalb ist es gut, dass Rettungsschwimmer vor Ort sind. Wer mit Kleinkindern reist, sollte sich eher in den vorderen Bereichen der Dünen aufhalten. Dort bilden sich bei Ebbe oft kleine Meerwasserpools. Diese heizen sich schnell auf. Das ist wie eine natürliche Badewanne für Einjährige. Zusätzliche Informationen zu diesem Thema wurden von Travelbook geteilt.
Tui Kids Club Riu Oliva Beach als Familienanker
Das Herzstück für alle, die nicht nur als Animateure für den eigenen Nachwuchs fungieren wollen, ist das Betreuungskonzept. Es ist kein Geheimnis, dass Riu-Hotels oft groß sind. Das Oliva Beach ist ein Komplex mit über 800 Zimmern. Das klingt nach Massenabfertigung. Aber im Tui Kids Club Riu Oliva Beach wird diese Größe aufgebrochen. Die Gruppen sind nach Alter sortiert. Das macht Sinn. Ein Dreijähriger hat andere Bedürfnisse als ein Neunjähriger.
Die Animateure sprechen Deutsch. Das ist für die Kinder der wichtigste Punkt. Wenn das Kind nicht versteht, was es tun soll, bleibt es an deinem Bein hängen. Hier funktioniert die Kommunikation. Es wird gebastelt, gespielt und sich bewegt. Das Programm findet oft draußen statt. Das ist löblich. In vielen anderen Clubs hocken die Kids in klimatisierten Räumen vor dem Fernseher. Hier nutzt man die Umgebung. Eine Schatzsuche in den Dünen ist für einen Sechsjährigen das Größte. Er fühlt sich wie ein Entdecker in der Sahara.
Die Betreuungszeiten und die Realität
Man muss ehrlich sein: Die Betreuung ist kein 24-Stunden-Service. Es gibt klare Blöcke am Vormittag und Nachmittag. Das gibt dem Tag Struktur. Meistens geht es um 10:00 Uhr los. Das ist die perfekte Zeit, um als Eltern mal in Ruhe einen Kaffee zu trinken oder ein paar Bahnen im Pool zu schwimmen. Gegen Mittag holen alle ihre Kinder wieder ab. Das gemeinsame Essen ist wichtig. Es verhindert, dass die Familie sich im Urlaub völlig verliert.
Die Zimmerfrage im Nebengebäude oder Haupthaus
Das Hotel besteht aus einem markanten Hochhaus und mehreren Nebengebäuden, den sogenannten Villen. Hier scheiden sich die Geister. Wer den direkten Blick auf das Meer will, muss ins Haupthaus. Die Aussicht aus den oberen Stockwerken ist atemberaubend. Man sieht bis nach Lanzarote und zur Isla de Lobos. Aber es ist auch trubeliger. Die Wege zum Buffet sind kürzer, aber die Geräuschkulisse ist höher.
Die Nebengebäude liegen in der Gartenanlage. Sie sind meist zweistöckig. Hier ist es ruhiger. Für Familien mit Kinderwagen ist das oft die bessere Wahl. Man hat mehr Platz. Die Einrichtung ist eher funktional und klassisch spanisch. Erwarte kein hippes Design-Hotel. Es ist sauber, es ist ordentlich, aber es hat den Charme der späten 90er Jahre. Das muss man mögen oder zumindest ignorieren können. Letztlich schläft man dort nur. Das Leben findet draußen statt.
Sauberkeit und Servicequalität
Das Personal im Hotel ist bemerkenswert flink. Trotz der vielen Gäste wirkt das Team selten gestresst. In Spanien hat Gastfreundschaft einen hohen Stellenwert. Kinder werden hier nicht als Störfaktor gesehen. Wenn mal ein Saftglas umkippt, kommt sofort jemand mit einem Lächeln und einem Wischtuch. Das nimmt den Druck von den Eltern. Man fühlt sich willkommen, auch wenn es mal laut wird.
Gastronomie für wählerische Esser
Buffet-Essen in großen Hotels hat oft einen schlechten Ruf. Oft schmeckt alles gleich. Im Oliva Beach gibt es zum Glück Themenabende. Es gibt kanarische Spezialitäten wie Papas Arrugadas mit Mojo-Sauce. Probiere die grüne Sauce, sie ist meistens nicht scharf, sondern eher kräuterlastig. Für Kinder gibt es die Klassiker. Nudeln, Pizza, Pommes. Das ist pädagogisch vielleicht nicht wertvoll, aber es rettet den Abendfrieden.
Wichtig ist die Organisation. Wer zu den Stoßzeiten kommt, muss mit Schlangen rechnen. Mein Rat: Gehe entweder ganz früh oder erst in der letzten Stunde. Dann ist es entspannter. Es gibt auch Spezialitätenrestaurants. Diese muss man reservieren. Das sollte man direkt nach der Ankunft für die ganze Woche erledigen. Die Plätze sind begehrt. Das asiatische Restaurant ist eine willkommene Abwechslung zum Hauptbuffet.
All-Inclusive und die Getränkefrage
Das System hier ist All-Inclusive. Das bedeutet, man muss kein Portemonnaie mitschleppen. Das ist extrem entspannend. Die Softdrinks kommen meist aus Post-Mix-Anlagen. Das ist Standard. Die lokalen alkoholischen Getränke sind okay, aber wer Markenspirituosen will, muss oft draufzahlen. Das Wasser aus der Leitung sollte man nicht trinken. Es ist entsalztes Meerwasser. Es ist nicht giftig, schmeckt aber scheußlich und kann bei empfindlichen Mägen für Unruhe sorgen. Es gibt überall Spender oder Flaschen.
Freizeitaktivitäten jenseits der Kinderanimation
Fuerteventura bietet mehr als nur Strand. Wenn die Kinder im Club sind, lohnt sich ein Ausflug nach Corralejo. Die Stadt hat sich gewandelt. Früher ein reines Fischerdorf, ist es heute ein bunter Mix aus Surfer-Vibe und Tourismus. Die Hauptstraße bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Aber die versteckten Gassen am alten Hafen sind schöner. Dort kann man in kleinen Restaurants frischen Fisch essen, der morgens noch im Atlantik schwamm.
Ein weiteres Ziel ist die Isla de Lobos. Die Fähren legen im Hafen von Corralejo ab. Die Überfahrt dauert nur 15 Minuten. Die Insel ist ein Naturparadies. Es gibt keine Autos, keine Straßen. Nur Wanderwege und eine wunderschöne Lagune zum Schnorcheln. Man braucht eine Genehmigung, um die Insel zu betreten. Das Hotel oder lokale Anbieter helfen dabei. Es ist ein Kontrastprogramm zum Club-Alltag.
Sportmöglichkeiten für Aktive
Wer sich bewegen will, findet im Hotel ein Fitnessstudio. Es ist eher klein. Viel besser ist es, den Strand für einen Lauf zu nutzen. Der Sand direkt am Wasser ist fest genug. Am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, ist die Stimmung magisch. Es gibt auch Tennisplätze. Die Ausrüstung kann man leihen. Aber Vorsicht: Der Wind spielt hier oft den Schiedsrichter und weht den Ball unkontrolliert weg.
Praktische Tipps für die Reiseplanung
Fuerteventura gehört zu Spanien, also zur EU. Das macht vieles einfach. Man zahlt mit Euro. Die medizinische Versorgung ist gut. In Corralejo gibt es deutschsprachige Ärzte. Das gibt Sicherheit. Der Flug dauert von Deutschland aus etwa viereinhalb Stunden. Das ist die Grenze dessen, was man mit einem Kleinkind ohne Nervenzusammenbruch schafft.
Packe genug Sonnencreme ein. Vor Ort ist sie teuer. Die Kanaren haben zwar einen Sonderstatus bei der Steuer, aber Sonnencreme in Hotelshops ist ein Luxusgut. Denke auch an eine leichte Jacke für den Abend. Wenn die Sonne weg ist, kühlt der Wind die Luft spürbar ab. Man fröstelt schnell beim Abendspaziergang.
Die beste Reisezeit
Die Kanaren sind die Inseln des ewigen Frühlings. Man kann das ganze Jahr über hinfahren. Im Winter ist es mit 20 Grad mild. Das Wasser ist dann allerdings kühl. Für Kinder ist der Sommer oder der frühe Herbst ideal. Im September ist der Atlantik am wärmsten. Die großen Sommerferien-Massen sind dann schon weg. Es ist die beste Zeit für einen entspannten Familienurlaub.
Nachhaltigkeit und Denkmalschutz
Das Hotel steht in der Kritik von Umweltschützern. Das Gebäude ist vielen ein Dorn im Auge, weil es so dominant in den Dünen steht. Es gab sogar Pläne für einen Abriss. Die spanische Regierung und die Hotelkette Riu haben lange rechtlich gestritten. Aktuell bleibt alles beim Alten. Es ist ein schwieriges Thema. Einerseits zerstört das Gebäude die Optik der Natur. Andererseits sichert es hunderte Arbeitsplätze auf der Insel.
Als Gast merkt man von diesen Streitigkeiten wenig. Das Hotel bemüht sich, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Plastikbecher werden reduziert. Es gibt Mülltrennung. Man sollte als Urlauber respektvoll mit den Dünen umgehen. Die Pflanzen dort sind extrem widerstandsfähig gegen Salz, aber empfindlich gegen Tritte. Bleib auf den Wegen. Das hilft, dieses kleine Paradies zu erhalten. Informationen zum Schutz der Küsten findet man oft bei Organisationen wie Greenpeace, die sich kritisch mit der Bebauung von Küstenstreifen auseinandersetzen.
Sicherheit für Kinder auf dem Gelände
Das Areal ist weitläufig. Trotzdem ist es übersichtlich gestaltet. Die Poolbereiche sind gut einsehbar. Es gibt separate Kinderbecken, die nicht tief sind. Das gibt Sicherheit. Dennoch sollten Eltern immer ein Auge auf die Nichtschwimmer haben. Ein Lifeguard kann nicht überall gleichzeitig sein. In den Gebäuden sind die Balkone sicher verglast oder mit Gittern versehen. Die Standards entsprechen europäischen Richtlinien.
Ein wichtiger Punkt sind die Aufzüge. Im Haupthaus kann es zu Stoßzeiten dauern. Wer ein Zimmer in den oberen Etagen hat, braucht Geduld. Mit Buggy ist Treppensteigen keine Option. Das sollte man bei der Tagesplanung einplanen. Nimm lieber einen Aufzug früher zum Abendessen.
Mietwagen oder Transfer
Der Transfer vom Flughafen dauert etwa 45 Minuten. Das ist okay. Wer mehr von der Insel sehen will, braucht einen Mietwagen. Die Straßen auf Fuerteventura sind in exzellentem Zustand. Es gibt kaum Schlaglöcher. Das Fahren ist entspannt. Ein Ausflug in den Süden zum Oasis Wildlife Park ist ein Highlight für Kinder. Man kann dort Giraffen füttern. Es ist einer der größten Tierparks der Kanaren.
Was man unbedingt mitnehmen sollte
Neben der üblichen Kleidung gehören ein paar Dinge ins Gepäck, die den Alltag erleichtern. Eine Strandmuschel ist bei dem Wind Gold wert. Sie bietet nicht nur Schatten, sondern verhindert auch, dass der Sand in jedes Butterbrot fliegt. Badeschuhe sind für den Poolbereich sinnvoll, da die Fliesen bei Hitze sehr heiß werden können.
Eine kleine Reiseapotheke ist Pflicht. Pflaster, Desinfektionsspray und etwas gegen Fieber sollten dabei sein. Zwar gibt es Apotheken in Corralejo, aber nachts ist man froh, wenn man das Nötigste griffbereit hat. Denke auch an einen Reiseadapter, obwohl in Spanien meist die deutschen Stecker passen. Manchmal sind die Steckdosen in älteren Hotels etwas ausgeleiert.
Die Kostenfalle vermeiden
All-Inclusive deckt das Meiste ab. Aber die Extras können ins Geld gehen. Ausflüge, die über den Reiseveranstalter gebucht werden, sind oft teurer als bei lokalen Anbietern. Vergleiche die Preise im Hafen von Corralejo. Oft sparst du 20 bis 30 Prozent. Auch Fotoshootings im Hotel sind eine beliebte Einnahmequelle. Die Bilder sind schön, aber der Preis ist oft gesalzen. Überlege dir vorher, ob du das wirklich brauchst.
Dein Weg zum perfekten Urlaub
Ein Urlaub im Tui Kids Club Riu Oliva Beach erfordert ein wenig Vorbereitung, damit er wirklich entspannt wird. Hier sind die nächsten Schritte für deine Planung:
- Prüfe die Verfügbarkeit der Familienzimmer in den Villen, falls du mehr Ruhe suchst.
- Buche deinen Mietwagen vorab online, um am Flughafen Zeit und Geld zu sparen.
- Packe UV-Schutzkleidung für die Kinder ein, die den ganzen Körper bedeckt.
- Reserviere direkt am ersten Tag die Spezialitätenrestaurants für die gesamte Woche.
- Melde deine Kinder frühzeitig im Kids Club an, damit sie von Anfang an Anschluss finden.
Wenn du diese Punkte beachtest, wird die Zeit auf Fuerteventura für alle Beteiligten zu einer echten Erholung. Die Kombination aus Natur, Betreuung und der unkomplizierten Verpflegung ist schwer zu schlagen. Genieße die Sonne, den Wind und das Lachen deiner Kinder, wenn sie die Dünen erobern. Es sind diese Momente, die hängen bleiben. Der Alltag kommt schnell genug zurück. Nutze die Freiheit am Atlantik.