wie kommt man auf die färöer inseln

wie kommt man auf die färöer inseln

Wer zum ersten Mal auf die Landkarte blickt und die winzigen Punkte zwischen Schottland, Island und Norwegen sucht, fragt sich unweigerlich: Wie Kommt Man Auf Die Färöer Inseln, ohne dabei ein halbes Vermögen oder drei Wochen Urlaub zu opfern? Die Antwort ist simpler, als die raue Nordatlantik-Optik vermuten lässt. Dennoch machen viele Reisende den Fehler, die Logistik zu unterschätzen oder sich auf veraltete Fährpläne zu verlassen. Es ist kein Ziel für Massentourismus, und genau das macht den Reiz aus. Wer hierher will, muss sich entscheiden, ob er die Geschwindigkeit des Flugzeugs oder die Entschleunigung der Seebrücke bevorzugt. Beides hat seinen Preis, aber beide Wege führen in eine Welt, die sich radikal von allem unterscheidet, was du vom europäischen Festland kennst.

Die schnellste Verbindung über den Luftweg

Die meisten Besucher landen auf dem Flughafen Vágar. Das ist der einzige Flughafen des Archipels. Er wurde im Zweiten Weltkrieg von den Briten gebaut und liegt auf der gleichnamigen Insel Vágar. Früher war der Anflug wegen der kurzen Landebahn und der oft extremen Wetterbedingungen berüchtigt. Heute ist die Bahn länger, und moderne Technik macht Landungen sicherer, auch wenn der Wind hier oben immer ein Wörtchen mitzureden hat.

Die nationale Fluggesellschaft Atlantic Airways ist der Platzhirsch. Sie verbindet die Inseln ganzjährig mit Kopenhagen. Das ist die stabilste Route. Wer flexibel sein will, sollte über die dänische Hauptstadt fliegen. Es gibt mehrmals täglich Flüge. Die Flugzeit beträgt etwa zwei Stunden und fünfzehn Minuten. In der Hochsaison kommen Direktverbindungen aus Städten wie Paris, Oslo oder Edinburgh hinzu. Auch die skandinavische SAS bietet regelmäßige Verbindungen von Kopenhagen aus an. Das sorgt für einen gewissen Preiswettbewerb, was uns Reisenden natürlich entgegenkommt.

Ein Ticket kostet in der Regel zwischen 200 und 500 Euro. Das hängt stark davon ab, wie früh du buchst. Wer im Juli fliegen will und im Juni sucht, zahlt drauf. Das ist Fakt. Ich habe Leute erlebt, die für einen Last-Minute-Flug fast 800 Euro hingeblättert haben. Spar dir das Geld lieber für das Essen vor Ort, denn die Färöer sind teuer.

Tipps für die Flugbuchung

Achte bei der Buchung auf die Gepäckbestimmungen. Das Wetter auf den Inseln wechselt alle zehn Minuten. Du brauchst Schichten. Viel Schichten. Das bedeutet schweres Gepäck. Atlantic Airways ist meist großzügig, aber Billigflieger sparen hier oft. Ein weiterer Punkt ist die Reiserücktrittsversicherung. Nebel ist auf Vágar ein echtes Thema. Manchmal können Flugzeuge stundenlang nicht landen. Dann wird nach Bergen oder zurück nach Kopenhagen umgeleitet. Das passiert nicht ständig, aber man sollte es im Hinterkopf haben.

Der Flughafen Vágar und der Transfer

Sobald du gelandet bist, stehst du mitten in der Natur. Der Flughafen ist klein und übersichtlich. Direkt draußen warten Busse und Taxis. Die Linie 300 fährt regelmäßig nach Tórshavn, die Hauptstadt. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Der Clou ist der Vágatunnilin. Das ist ein Unterseetunnel, der Vágar mit der Hauptinsel Streymoy verbindet. Er kostet Maut, die bei Mietwagen oft automatisch über den Chip im Auto abgerechnet wird. Frag bei der Mietwagenstation unbedingt nach, wie das gehandhabt wird. Nichts ist nerviger als versteckte Gebühren am Ende des Urlaubs.

Wie Kommt Man Auf Die Färöer Inseln mit der Fähre

Für viele ist die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug das ultimative Ziel. Wenn du dein eigenes Wohnmobil oder dein vollgepacktes Auto dabei hast, führt kein Weg an der MS Norröna vorbei. Das ist das Flaggschiff der Reederei Smyril Line. Sie ist die einzige Verbindung für Passagiere und Fahrzeuge auf dem Seeweg. Die Fähre startet im dänischen Hirtshals, ganz oben an der Spitze von Jütland.

Die Überfahrt ist ein Erlebnis für sich, aber nichts für schwache Mägen. Der Nordatlantik ist kein Ententeich. Selbst im Sommer kann die See rau sein. Die Fahrt dauert je nach Saison und Wetter etwa 30 bis 36 Stunden. Im Winter kann es länger dauern, oder die Abfahrt verschiebt sich komplett. Das Schiff ist modern ausgestattet. Es gibt Restaurants, ein Kino und sogar einen kleinen Pool. Aber sei ehrlich zu dir selbst: Wenn du leicht seekrank wirst, nimm Tabletten mit oder flieg lieber.

Die Kosten der Seereise

Wer denkt, die Fähre sei billiger als das Flugzeug, irrt sich oft. Ein Auto plus zwei Personen in einer Kabine kostet in der Hochsaison locker 1.000 Euro für den Hin- und Rückweg. Wer ein Wohnmobil hat, zahlt noch mehr. Der Vorteil ist jedoch offensichtlich. Du hast dein eigenes Bett dabei und kannst Vorräte vom Festland mitnehmen. Die Lebensmittelpreise in den färöischen Supermärkten wie Bónus oder FK liegen deutlich über deutschem Niveau. Besonders Alkohol und frisches Gemüse gehen ins Geld.

Zwischenstopp auf Island

Ein Geheimtipp für Abenteurer ist die Kombination mit Island. Die Norröna fährt von Dänemark über die Färöer weiter nach Seyðisfjörður im Osten Islands. Man kann auf dem Hinweg zwei oder drei Tage auf den Inseln bleiben und dann weiter nach Island fahren. Das erfordert eine geschickte Planung, da die Fähre nur einmal pro Woche die komplette Route fährt. Es ist die perfekte Art, den Norden in seiner ganzen Härte und Schönheit zu erleben.

Mobilität vor Ort und wichtige Verkehrsregeln

Wenn du erst einmal angekommen bist, stellt sich die nächste Frage der Logistik. Die Infrastruktur auf den Inseln ist erstaunlich gut. Die Färinger haben Tunnel gebaut, wo andere Völker vielleicht aufgegeben hätten. Es gibt Tunnel durch Berge und Tunnel unter dem Meer. Manche sind modern und zweispurig mit Lichtshows in der Mitte, andere sind einspurig, dunkel und haben Ausweichbuchten alle 100 Meter.

Ein Mietwagen ist fast Pflicht. Es gibt zwar ein Bussystem, die blauen Überlandbusse von Strandfaraskip Landsins, aber die bringen dich nicht zu den abgelegenen Startpunkten der besten Wanderungen. Ein kleiner Wagen reicht meistens aus, da die Straßen gut asphaltiert sind. Wer jedoch zu den entlegenen Schafsfarmen will, freut sich über Allradantrieb.

Die Sache mit den Tunneln

Die Unterseetunnel sind kostenpflichtig. Der Eysturoyartunnilin ist besonders spektakulär. Er hat den weltweit ersten Kreisel unter dem Meeresspiegel. Die Maut beträgt hier etwa 175 Dänische Kronen für eine einfache Fahrt. Das sind umgerechnet fast 25 Euro. Wenn du also mehrmals täglich zwischen den Inseln hin- und herpendelst, summiert sich das. Es gibt Pauschalangebote für Touristen, die man vorab buchen kann. Das lohnt sich fast immer, wenn man mehr als drei Tage bleibt und viel sehen will.

Parken und Wandern

Parken ist in Tórshavn meistens kostenlos, aber zeitlich begrenzt. Du brauchst eine Parkscheibe. In den kleineren Dörfern wie Gjógv oder Saksun gibt es mittlerweile Parkgebühren. Das liegt daran, dass der Ansturm in den letzten Jahren zugenommen hat und die kleinen Gemeinden die Infrastruktur instand halten müssen. Respektiere das bitte. Die Färinger sind gastfreundlich, aber sie mögen es nicht, wenn Touristen ihre Einfahrten blockieren oder quer über die Wiesen parken.

Die beste Reisezeit für deine Planung

Das Wetter ist der Chef auf den Färöern. Es gibt ein Sprichwort dort: Wenn dir das Wetter nicht passt, warte fünf Minuten. Das ist keine Übertreibung. Du kannst an einem Tag alle vier Jahreszeiten erleben. Die Hauptsaison ist von Juni bis August. Dann sind die Tage lang, fast 20 Stunden Licht. Das Gras ist so grün, dass es fast in den Augen weh tut.

Im Winter ist es dunkel und stürmisch. Viele Wanderwege sind dann gesperrt oder lebensgefährlich. Die meisten Cafés außerhalb der Hauptstadt haben zu. Wer aber Polarlichter sehen will und die Einsamkeit liebt, findet im Februar oder März seinen Frieden. Die Preise für Unterkünfte sind dann nur noch halb so hoch. Aber Vorsicht: Wenn ein Sturm aufzieht, steht das öffentliche Leben still. Dann fliegt nichts, und keine Fähre verlässt den Hafen.

Kleidung und Ausrüstung

Egal wann du reist, packe so, als würdest du auf eine Expedition gehen. Eine gute Regenjacke ist kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit. Vergiss die schicken Stadtschuhe. Du brauchst wasserdichte Wanderschuhe mit gutem Profil. Der Boden ist oft matschig und rutschig. Ein lokaler Guide erzählte mir mal, dass die meisten Rettungseinsätze wegen Touristen in Turnschuhen gefahren werden. Sei nicht dieser Tourist.

Unterkunftsmöglichkeiten von Hotel bis Airbnb

In Tórshavn gibt es mittlerweile einige sehr gute Hotels. Das Hotel Føroyar bietet einen genialen Blick über die Stadt und den Fjord. Es ist in den Hang gebaut und hat ein Grasdach, was typisch für die Inseln ist. Für den kleineren Geldbeutel gibt es Gästehäuser oder Hostels.

Privatunterkünfte über Portale wie Airbnb sind sehr beliebt. Man wohnt oft in den traditionellen schwarzen Holzhäusern mit Grasdach. Das gibt dir ein viel authentischeres Gefühl für das Leben dort. Man muss aber früh buchen. Die Kapazitäten sind begrenzt. In Orten wie Mykines gibt es nur eine Handvoll Betten. Wer dort übernachten will, um die Papageientaucher ohne die Tagesbesucher zu sehen, muss oft ein Jahr im Voraus planen.

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Camping auf den Inseln

Wildcamping ist streng verboten. Das ist wichtig zu wissen. Die Natur ist empfindlich, und die Schafe sind überall. Es gibt ausgewiesene Campingplätze, die meistens gut ausgestattet sind. Viele haben beheizte Waschräume, was du nach einem Tag im färöischen Regen sehr zu schätzen wissen wirst. Einige Plätze verlangen eine Reservierung, besonders für Wohnmobile.

Kulinarik und Versorgung

Die färöische Küche hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Das Restaurant KOKS hatte sogar zwei Michelin-Sterne, bevor es vorübergehend nach Grönland umzog. Es hat gezeigt, was man aus lokalen Zutaten wie Lamm, Fisch und fermentiertem Fleisch machen kann.

Wenn du selbst kochst, geh in den Supermarkt. Die Auswahl ist okay, aber erwarte keine Riesenauswahl an exotischen Früchten. Fisch kaufst du am besten direkt am Hafen oder im Fachgeschäft. Frischer geht es nicht. Das Fleisch vom färöischen Schaf ist fantastisch. Es schmeckt intensiver als das, was man aus Deutschland kennt, weil die Tiere das ganze Jahr draußen sind und Kräuter sowie Gräser fressen, die vom Salz der Gischt geprägt sind.

Wasserqualität

Das Leitungswasser auf den Färöern ist erstklassig. Es kommt direkt aus den Bergen und ist oft reiner als das Zeug, das man in Plastikflaschen kauft. Spar dir das Geld und füll deine Flasche am Hahn auf. Das schont auch die Umwelt, denn Müllentsorgung ist auf kleinen Inseln immer eine Herausforderung.

Einzigartige Erlebnisse und versteckte Ecken

Jeder will zum Wasserfall Múlafossur in Gásadalur. Ja, er ist wunderschön. Das Foto, wie das Wasser direkt in den Ozean fällt, ist das Postkartenmotiv schlechthin. Aber es gibt so viel mehr. Die Insel Kalsoy mit dem Leuchtturm von Kallur ist ein Muss für Wanderer. Hier wurde übrigens eine entscheidende Szene eines James-Bond-Films gedreht. Es gibt dort sogar einen Grabstein für 007.

Ein weiteres Highlight ist eine Bootstour zu den Vogelfelsen von Vestmanna. Die Klippen ragen hunderte Meter senkrecht aus dem Wasser. Tausende Vögel nisten dort. Wenn das Boot in die engen Felshöhlen fährt, fühlst du dich sehr klein. Das ist einer der Momente, in denen du merkst, wie mächtig die Natur hier ist.

Die Insel Mykines

Mykines ist das Paradies für Vogelliebhaber. Hier leben die berühmten Papageientaucher (Puffins). Man kommt nur mit einer kleinen Fähre oder dem Helikopter hin. Die Überfahrt mit der Fähre wird oft wegen Wellengang abgesagt. Man braucht eine Wandergenehmigung, die man online kaufen muss. Die Anzahl der Besucher pro Tag ist limitiert. Das ist gut so, um die Brutkolonien zu schützen.

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Helikopter als öffentliches Verkehrsmittel

Das klingt nach Luxus, ist es aber nicht. Die Regierung subventioniert Hubschrauberflüge von Atlantic Airways, damit die Bewohner der entlegenen Inseln zur Arbeit oder zum Arzt kommen. Touristen dürfen mitfliegen, wenn Platz ist. Es ist unschlagbar günstig, oft unter 30 Euro pro Strecke. Der Haken: Man darf nur eine Strecke buchen, um den Einheimischen die Plätze nicht wegzunehmen. Du fliegst also hin und musst mit der Fähre zurück. Oder umgekehrt. Es ist die spektakulärste Art, die Inseln von oben zu sehen.

Praktische nächste Schritte für deine Reiseplanung

Damit deine Reise kein logistisches Desaster wird, solltest du systematisch vorgehen. Es ist kein Land für spontane Roadtrips ohne Vorbereitung.

  1. Termin festlegen: Entscheide dich für die Reisezeit. Juni bis August für das beste Wetter, Mai oder September für weniger Trubel und etwas niedrigere Preise.
  2. Transport buchen: Prüfe die Preise für Flüge via Kopenhagen und vergleiche sie mit der Fähre ab Hirtshals. Buche so früh wie möglich. Denke daran: Wie Kommt Man Auf Die Färöer Inseln ist eine Frage der Kapazität, nicht nur des Preises.
  3. Mietwagen sichern: Das ist oft der größte Engpass. Ohne Auto bist du auf den Hauptinseln aufgeschmissen. Reserviere den Wagen sofort nach dem Flug.
  4. Unterkunft wählen: Such dir eine Basis in Tórshavn für die ersten Tage. Von dort erreichst du fast alles auf den Hauptinseln innerhalb von 60 bis 90 Minuten Fahrt. Für entlegene Inseln wie Mykines oder Suðuroy plane Übernachtungen ein.
  5. Ausrüstung checken: Kauf dir eine vernünftige Regenjacke und wasserfeste Wanderschuhe. Teste die Schuhe vorher ein, Blasen in der färöischen Wildnis sind kein Spaß.
  6. Wanderungen planen: Schau dir Portale wie Visit Faroe Islands an. Dort gibt es aktuelle Infos zu gesperrten Wegen und Gebühren für privates Land.

Die Färöer sind rau, teuer und manchmal frustrierend, wenn der Nebel die Sicht raubt. Aber wenn die Sonne durch die Wolken bricht und die grünen Berge im tiefblauen Ozean leuchten, vergisst du jede Strapaze der Anreise. Es ist ein Ort für Leute, die Stille suchen und kein Problem damit haben, nass zu werden. Pack deine Sachen und mach dich auf den Weg. Es lohnt sich.

LZ

Lisa Zimmermann

Zwischen Tagesaktualität und Hintergrundanalyse bringt Lisa Zimmermann Struktur in komplexe Themenlagen.